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Fußball Der VfR Gommersdorf gastiert im Zuge des Badischen Verbandspokals beim favorisierten VfB Gartenstadt

Nohe: „Wir haben nichts zu verlieren“

Archivartikel

Das Viertelfinale des Badischen Verbandspokal steht direkt bevor. Am morgigen Mittwoch (14 Uhr) gastiert der VfR Gommersdorf beim VfB Gartenstadt.

Verwundert waren die VfR-Anhänger, als bekannt gegeben wurde, dass man als klassentiefere Mannschaft kein Heimrecht habe. Dies liegt daran, dass hierfür ab dem Pokal-Viertelfinale ein Zweiklassen-Abstand herrschen muss. Dies kam auch beim Gommersdorfer Coach Thomas Nohe nicht allzu gut an: „Hier sollte man sich mal bei den Veranstaltern Gedanken machen, ob es nicht reizvoller und auch gerechter wäre, dass der Verein in der niedrigeren Spielklasse durchgehend Heimrecht hat.“

Der VfB Gartenstadt war nach dem fast radikalen Umbruch im Mannschaftsgefüge zur neuen Saison bis zum siebten Spieltag souveräner Tabellenführer der Verbandsliga gewesen. Genau wie die Gommersdorfer mussten die Gelben aus dem nordöstlichen Stadtteil von Mannheim nach sieben Siegen eine 0:1-Niederlage am achten Spieltag einstecken. Und das gegen die TSG Weinheim, wo ihr Trainer Dirk Jörns jahrelang als Trainer das Zepter schwang.

Der Druck liegt bei Gartenstadt

Die Gommersdorfer mussten gegen die Mannschaft ihres Ex-Trainers Peter Hogen FV Mosbach mit 2:3 die Segel streichen, zeigten sich am Sonntag aber erholt und gewannen verdient mit 2:0 gegen den FSV Waldbrunn. Die Gartenstädter kamen beim Aufsteiger ATSV Mutschelbach über ein 1:1 nicht hinaus und mussten die Tabellenführung an den SV Sandhausen II abgeben. Die Erwartungshaltung der Gommersdorfer für den Mittwoch fasst VfR-Spielführer Markus Gärtner so zusammen: „Es erwartet von den übrig gebliebenen Mannschaften sicherlich jeder einen deutlichen Erfolg des VfB gegen uns. Der Druck liegt definitiv auf Seiten des VfB Gartenstadt. Vielleicht ist das unsere Chance. Sollte es uns gelingen möglichst lange ein 0:0 zu halten oder sogar in Führung zu gehen, ist eine Überraschung möglich“.

Dennoch ist die aus erfahrenen Regional-, Ober- und Verbandsliga zusammengestellte Mannschaft der Gartenstädter haushoher Favorit. Die Neuzugänge beim VfB Fabian Feigenputz und Nils Makan (vom SV Schwetzingen), Patrick Fetzer (vom ASV Durlach) sind und waren Spitzenspieler der Verbandsliga Baden, ebenso Marcel Schwöbel, der fast 200 Spiele in Verbandsliga als 25-jähriger bei FV Heddesheim und der TSG Weinheim hinter sich hat. Dazu haben sie mit Maximilian Albrecht (Ex-Hollenbacher) einen gefährlichen Torjäger.

Gommersdorf Außenseiter

„Wir haben aber trotzdem nichts zu verlieren, im Gegensatz zum Gegner“, zeigt sich auch der Gommersdorfer Coach Nohe kämpferisch. Dass die Mannschaften der Landesliga Odenwald den Teams der Verbandsliga nicht immer gewachsen sind, mussten die Jagsttäler in der letzten Saison zum wiederholten Male erfahren, auch in Gartenstadt. Auf Kunstrasen verlor der VfR im April mit 1:3, zu Hause in der Vorrunde hatten die Gommersdorfer ein 2:2 erkämpft. Die Gommersdorfer sind aus mehreren Gründen der klare Außenseiter, das weiß auch Spielführer Gärtner: „Die Rahmenbedingungen, die in den beiden Ligen und auch zwischen beiden Vereinen herrschen, sind nicht miteinander vergleichbar. Dennoch werden wir unsere Chance suchen“. Am Mittwoch startet der VfR-Tross um 11 Uhr am Sportheim in Richtung Gartenstadt. Bei den Spielern im Bus mit dabei sind die Verantwortlichen und die Gommersdorfer Anhänger. eb