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Schiris erwarten weiter Diskussionen

Archivartikel

Der DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner erwartet trotz neuer Fußball-Regeln kein Ende der Konflikte. „Es wird in Zukunft dennoch weiterhin Streitfälle geben, die Diskussionen werden also bleiben“, sagte Wagner im Fachmagazin „Kicker“.

Bei den seit dem 1. Juni geltenden neuen Fußball-Regeln wurde besonders die alte Handspielregel reformiert und präzisiert. So werden nach Regel 12 Tore, bei denen der Spieler versehentlich mit dem Arm oder der Hand am Ball war, nicht mehr gezählt. Das gilt auch bei einer Torchance. Ein Vergehen besteht auch, wenn die Hand oder der Arm sich über Schulterhöhe befinden oder der Körper durch die Hand- oder Armhaltung unnatürlich vergrößert wird.

Kein Vergehen liegt vor, wenn dem Spieler der Ball direkt vom eigenen Kopf oder Körper einschließlich des Fußes an den Arm oder die Hand springt. Wird der Ball von einem nahe stehenden Spieler an die Hand oder den Arm geschossen, läuft das Spiel ebenfalls weiter. Außerdem wird weitergespielt, wenn ein Spieler beim Fallen seinen Körper abstützt und der Ball dann den Arm oder die Hand berührt.

„Das sind alles Parameter, die für alle Beteiligten nachvollziehbar sind“, sagte Wagner. Die Grauzone und der Ermessensspielraum für die Schiedsrichter seien kleiner geworden, Diskussionen werden trotzdem nicht ausbleiben. dpa