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Fußball TSV Unterschüpf/Kupprichhausen gewinnt Kreispokal-Finale vor 700 Zuschauern in Schwabhausen mit 4:1 Toren gegen den TSV Assamstadt

Schüpfbachtaler feiern nächsten Titel

Archivartikel

TSV Assamstadt – TSV Unterschüpf/Kupprichhausen 1:4 (0:1)

Assamstadt: M. Rupp, P. Scherer (3. M. Ansmann), S. Hügel, A. Rupp, T. Rumm, M. Beier, P. Hügel, S. Rumm (63. F. Ostertag), Langer (71. Wagner), A. Beier (63. Münch), Walter.

Unterschüpf/Kupprichhausen: Schomburg, Größlein, Kraus, Haser, R. Haun (80. Sengersdorf), Henning (82. Holzner), Kilian, Noe, Zöller (70. S. Haun), Würzberger, Heissenberger (73. Schindler).

Tore: 0:1 (25.) Robin Han, 0:2 (58.) und 0:3 (65.) jeweils Jens Heissenberger, 0:4 (75.) Stefan Haun, 1:4 (90+1) Pascal Hügel. – Schiedsrichter: Daniel Friedlein (Wettersdorf/Glashofen). – Zuschauer: 700 (in Schwabhausen).

Seit der Saison 2016/2017 machen der TSV Unterschüpf und der TSV Kupprichhausen gemeinsame Sache. Nachdem in der Premieren-Spielzeit gleich die Meisterschaft in der Kreisklasse A Tauberbischofsheim, verbunden mit dem Aufstieg in die Kreisliga Tauberbischofsheim, gefeiert werden durfte, machten Mannschaft, Betreuer und Fans am Mittwoch schon wieder ein Fass auf.

Mit 4:1 Toren siegte das Team von Trainer Dr. Joachim Schroth im Endspiel des „Rothaus-Kreispokalwettbewerbs der Herren“ gegen den Liga-Kontrahenten TSV Assamstadt – und damit deutlicher, als im Vorfeld erwartet.

Gleichwohl war der Sieg am Ende auch in der Höhe verdient, weil der TSV Assamstadt nur in der ersten halben Stunde ein ebenbürtiger Gegner war, ohne dabei allerdings ernsthaft Torgefahr auszustrahlen. Patrick Schomburg, der von Schroth im Finale als Torwart den Vorzug vor dem in der Winterpause hinzu gestoßenen Dominik Volk erhalten hatte, verbrachte einen recht ruhigen vorsommerlichen Abend.

Wie man Chancen eiskalt verwertet, zeigte der TSV Unterschüpf/Kupprichhausen in der 25. Minute. Da flankte Florian Größlein von der linken Seite, und Robin Haun – sonst eher nicht als gefürchteter Kopfballspieler bekannt – traf platziert zum 1:0. „Das war der Dosenöffner“, sagte Schroth nach dem Spiel.

Ball und Gegner im Griff

Denn dieser Treffer hatte Konsequenzen für beide Mannschaften. Während beim TSV Assamstadt ab diesem Zeitpunkt so gut wie nichts mehr zusammenlief, hatte der TSV Unterschüpf/Kupprichhausen nun Ball und Gegner im Griff. Von den Sitzen riss die Partie bis zur Pause aber niemanden.

Assamstadt kam mit dem Willen aus der Kabine, es nach dem Seitenwechsel besser zu machen. Außer einem Freistoß, der knapp am linken Pfosten vorbei zischte (51.), und einem Distanzschuss von Andreas Rupp (57.) kam aber nichts weiter Nennenswertes dabei heraus.

Dagegen führte ein von blitzschnellen Pässen garnierter Spielzug zum 2:0 für den TSV Unterschüpf/Kupprichhausen. Tobias Würzberger bediente dabei Timo Zöller, der den Ball dem sofort startenden Jens Heissenberger maßgerecht servierte. Der Torjäger setzte sich im Laufduell gegen Andreas Langer durch und vollendete souverän. Sieben Minuten später und kurz, nachdem Assamstadt mit einem Dreifach-Wechsel nochmals die Wende schaffen wollte, traf Heissenberger ein zweites Mal.

Mit diesem Tor war das Pokalfinale entschieden, auch wenn der TSV Assamstadt bis zum Schluss nicht aufsteckte – kämpferisch war das tadellos, aber spielerisch war es an diesem Tag eben weit unter den Möglichkeiten, die diese Mannschaft eigentlich besitzt.

Der TSV Unterschüpf/Kupprichhausen hätte sogar höher gewinnen können, hätte er am Ende seine Konter besser zu Ende gespielt. Einer saß aber noch: In der 75. Minute traf der eingewechselte Stefan Haun zum 4:0. Zu diesem Zeitpunkt durfte Dr. Joachim Schroth an der Seitenlinie schon die ersten Glückwünsche entgegen nehmen.

Der letzte Treffer des Spiel aber gehörte dem TSV Assamstadt. In der Nachspielzeit bugsierte Pascal Hügel einen Abpraller von Torwart Patrick Schomburg noch über die Linie.

Die Siegerehrung nahm Kreispokalspielleiter Friedrich Morawietz vor, der – assistiert von den Staffelleitern Thomas Syksch und Wolfram Pink – zunächst den Spielern des unterlegenen Teams Silbermedaillen aushändigte. Dass die Akteure des Siegers Spalier standen und applaudierten, war dabei eine sehr schöne Geste. Die ist vom Verband aber auch so erwünscht. Außer dem Glaspokal und „Goldmedaillen“ gab es für den TSV Unterschüpf/Kupprichhausen noch einen Gutschein des Sponsors über 100 Liter Bier respektive eine Brauereibesichtigung. Da ließ sich Boxbergs Bürgermeister Christian Kremer bei seiner Gratulation nicht lumpen und versprach zusätzlich 50 Liter Freibier.

Gefeiert hat der TSV Unterschüpf/Kupprichhausen seinen Pokalerfolg übrigens weder in „Schüpf“, noch in „Kuba“ – die Mannschaft blieb im und am Sportheim des ausrichtenden TSV Schwabhausen. Von dort schallte sicher noch lange der Schlachtruf „Schüpfbachtaler, Schüpfbachtaler – hey, hey!“ in die Nacht.

Info: Eine Bildergalerie zum Kreispokalfinale gibt es unter ww.fnweb.de (Fotostrecken).