Fußball

Kreisliga A3 Hohenlohe Verfolger zum Rückrundenauftakt unter sich / Sechs-Punkte-Duell um den Klassenerhalt in Igersheim / Aufsteigerduell in Edelfingen

SGM Weikersheim/Sch. mit guter Ausgangslage

Archivartikel

Nach fast vier Monaten Winterpause startet die Kreisliga A3 am Wochenende in die Rückrunde. Das Auftaktspiel geht schon heute Abend über die Bühne, wenn der TV Niederstetten bei seinem Nachbarn in Hollenbach antritt. Während Tabellenführer SGM Weikersheim/Schäftersheim die unangenehme Hausaufgabe gegen die erstarkte Spvgg. Gammesfeld lösen muss, sind vier seiner fünf Verfolger unter sich. Der Tabellenvierte FC Creglingen erwartet in Bieberehren den Zweitplatzierten SGM Taubertal/Röttingen, der SV Edelfingen, der die Vorrunde auf Rang 3 abschloss, empfängt den Tabellensechsten aus Nagelsberg zum Aufsteigerduell. Für den Tabellenfünften SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim ist im Deutschorden-Stadion ein Dreier gegen das abgeschlagene Schlusslicht TSV Dörzbach/Klepsau obligatorisch. Der FC Igersheim kann sich mit einem Heimsieg im Sechs-Punkte-Duell gegen den Vorletzten DJK Bieringen Luft im Abstiegskampf verschaffen. Nachdem sich der SC Wiesenbach in seinen letzten beiden Heimspielen gegen Taubertal/Röttingen und Creglingen durchgesetzt hat, dürfte auch der auswärts noch punktlose SC Amrichshausen im Blaufeldener Teilort einen schweren Stand haben. Spielfrei ist die Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern.

FSV Hollenbach II – TV Niederstetten (Hinspiel 1:1): Nach einer sehr durchwachsenen Vorrunde ist der FSV Hollenbach II mit ausgeglichener Gesamtbilanz jenseits von Gut und Böse im Tabellenmittelfeld zu finden. Nur zwei Punkte weniger hat der Tabellenzehnte TV Niederstetten auf dem Konto. Die Vorbachtäler mussten Anfang November noch bange Blicke nach unten werfen, ehe sie die Vorrunde mit drei Siegen abschließen und sich aus der gefährdeten Zone absetzen konnten. Ganz aus dem Schneider ist das Team von Klaus-Dieter Kraft freilich noch nicht, der Drittletzte SC Amrichshausen weist schließlich nur fünf Punkte weniger auf. Heute Abend in Hollenbach könnten beide Nachbarn mit einem Remis wie im Hinspiel gut leben.

FC Creglingen – SGM Taubertal/Röttingen (Hinspiel 0:2): Ein über weite Strecken sehr ausgeglichenes Derby sahen die Zuschauer im August in Röttingen. Letztendlich gewannen die Platzherren verdient, da sie sehr diszipliniert spielten, die Creglinger in der Offensive nicht zur Entfaltung kommen ließen und die Fehler der Gäste eiskalt ausnutzten. Der FCC, der in seinen letzten drei Vorrundenspielen lediglich ein mageres Pünktchen verbuchte und als Tabellenvierter fünf Zähler weniger als die Strauß-Truppe aufweist, steht somit am Sonntag unter Zugzwang. Vor eigenem Publikum sind die Creglinger als einziges A3-Team noch ohne Niederlage, lediglich das 1:1 gegen den SV Edelfingen trübt die ansonsten makellose Heimbilanz. Die SGM Taubertal/Röttingen hat allerdings vier ihrer sechs Auswärtsspiele gewonnen und wird sich auch in Bieberehren nicht verstecken. Es ist mit einem völlig offenen Lokalderby zu rechnen.

SV Edelfingen – FC Phönix Nagelsberg (Hinspiel 1:1): Für Insider des lokalen Fußballs war schon vor der Runde klar, dass die beiden Aufsteiger mit hoher Wahrscheinlichkeit absolut nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben würden. Diese Erwartungen haben sich in der Vorrunde erfüllt, denn der SV Edelfingen liegt als Tabellendritter nur fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz. Der FC Phönix Nagelsberg hat als Tabellensechster nur zwei Zähler weniger auf dem Konto. Da sich Taubertal/Röttingen und Creglingen am Sonntag die Punkte gegenseitig streitig machen, wäre für die Grün-Weißen ein Heimsieg gegen das Team von Vitali Baron Gold wert. Der Künzelsauer Teilortclub wird den Hausherren allerdings alles abverlangen und ein Remis wie im Hinspiel wäre deshalb keine Überraschung.

SGM Weikersheim/Schäftersheim – SpVgg Gammesfeld (Hinspiel 4:0). Die SGM Weikersheim/Schäftersheim ist auf Aufstiegskurs und ging mit sechs Punkten Vorsprung als souveräner Tabellenführer in die Winterpause. Lediglich im Derby gegen Taubertal/Röttingen zog das Team von Manfred Wagner den Kürzeren. Ebenfalls vor eigenem Publikum musste man sich gegen den SV Edelfingen mit einem Remis begnügen. Die anderen zwölf der 14 Vorrundenspiele wurden gewonnen. Natürlich ist der Spitzenreiter nun gegen den Tabellenachten Spvgg. Gammesfeld Favorit, zumal die Weikersheimer die erste Begegnung dieser Saison im Landwehrstadion deutlich mit 4:0 für sich entschieden haben. Die Crailsheimer Altkreisvertreter haben sich im Verlauf der Vorrunde nach miserablem Start allerdings gewaltig gesteigert, ihre Aufholjagd mit einer Serie von insgesamt fünf Siegen und zwei Unentschieden riss erst mit dem 2:3 im letzten Spiel in Löffelstelzen. Die Gäste sind also nicht zu unterschätzen.

SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim - TSV Dörzbach/Klepsau (Hinspiel 5:3): Der TSV Dörzbach/Klepsau war, bedingt durch namhafte Abgänge, im Vergleich zu den Vorjahren gewaltig geschwächt in die Saison gegangen. Verletzungspech kam noch hinzu, so dass man in erster Linie auf Spieler zurückgreifen musste, die im Vorjahr in der Reservemannschaft spielten. Mit nur vier Pünktchen auf dem Konto sind die Jagsttäler abgeschlagenes Schlusslicht. Die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim, die übrigens am letzten Samstag mit einem hart erkämpften 3:1- Erfolg beim B-Ligisten TSV Blaufelden ins Bezirkspokal-Halbfinale einzog, baute im letzten Drittel der Vorrunde etwas ab und sicherte sich in fünf Spielen nur sieben Punkte. Ein sicherer Sieg am Sonntag im Deutschorden-Stadion ist für den Tabellenfünften, der sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz aufweist, aber absolute Pflicht.

FC Igersheim - DJK Bieringen (Hinspiel 0:5): Mit einem Paukenschlag war der FC Igersheim in Bieringen in die Runde gestartet. Die Hoffnungen, nach der letzten Zittersaison wieder in ruhigeres Fahrwasser steuern zu können, erfüllten sich aber nicht. Bis zur Winterpause kamen lediglich noch zwei Dreier hinzu und als Tabellenelfter müssen sich die Gelb-Schwarzen erneut nach unten orientieren. Der Vorsprung auf den drittletzten Rang, der unter ungünstigen Umständen am Saisonende die Abstiegsrelegation bedeuten kann, beträgt nur ein einziges Pünktchen. Drei Zähler weniger als die Igersheimer hat der Vorletzte DJK Bieringen auf dem Konto – zum Rückrundenauftakt steht dem FC also gleich ein Sechs-Punkte-Duell ins Haus. Die Jagsttäler sind auswärts stärker als zu Hause. Sie holten auf Gegners Platz mit einem Sieg und vier Unentschieden in insgesamt sieben Gastspielen sieben ihrer zehn Punkte und fühlten sich außerdem bislang in den Gastspielen an der Tauber recht wohl.

SC Wiesenbach - SC Amrichshausen (Hinspiel 1:1): Nach den ersten neun Spielen hatte der SC Amrichshausen mit zehn Punkten eine ausgeglichene Gesamtbilanz. Dann ging es jedoch bergab und fünf Niederlagen in Folge ließen den Künzelsauer Teilortclub auf den drittletzten Rang abrutschen. Auswärts ging bislang noch gar nichts und der SC konnte in sechs Auswärtsspielen keinen einzigen Punkt mitnehmen. Auch beim SC Wiesenbach dürften die Trauben recht hoch hängen – schließlich hat der Tabellenneunte vor eigenem Publikum schon die SGM Taubertal/Röttingen und den FC Creglingen abblitzen lassen.