Fußball

Nachgehakt Folgen des Schiedsrichter-Mangels zeigen sich im Fußballkreis Buchen / Felix Beuchert: „Weitere Spielverlegungen sind sehr wahrscheinlich“

„Situation, die sich seit Jahren ankündigt“

Archivartikel

Nach dem fünften Spieltag der Kreisliga Buchen steht nur noch ein Team makellos da: der FC Schloßau. Aber nicht deshalb, weil er am vergangenen Sonntag gegen den VfB Heidersbach auch sein fünftes Spiel für sich entschied, sondern weil die Partie aufgrund des Schiedsrichter-Mangels abgesagt wurde. Das gleiche Schicksal ereilte auch die Partie Schweinberg gegen Waldhausen.

Zu wenig Schiedsrichter

„Das ist eine Situation, die sich seit Jahren ankündigt“, so Schiedsrichter-Obmann Felix Beuchert. Der Hauptgrund der Spielabsagen liege darin, dass es zu wenige Schiedsrichter gebe. Auch die größere Staffel in dieser Saison, durch die an jedem Spieltag eine Partie mehr stattfinde, trage nicht zur Entspannung der Situation bei. So sei es der Falle gewesen, dass bei einem Kreisliga-Spiel selbst am Sonntagmorgen noch nicht klar gewesen sei, wie diese Partie besetzt werden könne. Das sei erst zwei Stunden vor dem Anpfiff möglich gewesen.

Auch in naher Zukunft wird sich daran nicht viel ändern, da neue Schiedsrichter nicht gleich eingesetzt werden können. Deren Ausbildung dauert etwa zwei Jahre. „Nach der Urlaubszeit entschärft es sich vielleicht ein bisschen, aber es wird sich nicht groß etwas ändern“, so Beuchert. „Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist fünf nach zwölf.“

Zumindest in den verbliebenen sieben Spielen rollte aber der Ball. Da Sennfeld/Roigheim und Mudau nicht über ein Unentschieden hinaus kamen, rückt die Spitze nun umso enger zusammen.

Mit einem Sieg im Nachholspiel heute Abend um 17.45 Uhr kann sich Schloßau im Vierkampf an der Tabellenspitze bereits einen kleinen Vorsprung erspielen. Das zweite Nachholspiel findet am morgigen Mittwoch um 19 Uhr statt. Für den kommenden Spieltag sind die Prognosen ebenfalls nicht rosig. „Ein oder zwei Spiele werden sehr wahrscheinlich betroffen sein“, sagte Beuchert. Durch die Entzerrung des Spieltages durch jeweils ein Freitag- und ein Samstagspiel werde aber zumindest dafür gesorgt, dass am Sonntag weniger Schiedsrichter benötigt werden .