Fußball

Kreisliga B Hohenlohe, Staffel 4 TSV Blaufelden hofft auf eigenen Heimsieg und gleichzeitigen Ausrutscher des Spitzenreiters, der vor einer hohen Auswärtshürde steht

SV Harthausen steht beim TSV Hohebach unter Zugzwang

Archivartikel

Wird Tabellenführer SV Harthausen auf der Zielgerade doch noch abgefangen? Der TSV Blaufelden und der TSV Laudenbach nutzten ihre Chancen und sind bis auf einen Punkt an das zuletzt spielfreie Team von Harald Ott herangerückt, der TSV Hohebach hat seinen Rückstand auf drei Punkte verkürzt und kann nun mit einem Heimsieg im Spitzenspiel nach Punkten zum SVH aufschließen. Sollten die Hohebacher auch im letzten Heimspiel ungeschlagen bleiben, kann sich der TSV Blaufelden mit einem Heimsieg gegen die zuletzt nachlassende SGM Weikersheim/Schäftersheim II den Platz an der Sonne erobern. Die Weikersheimer sind durch das 1:1 gegen Billingsbach raus aus dem Rennen um die beiden Spitzenplätze, ebenso wie Vorjahresvizemeister SV Wachbach II nach seiner 0:1- Heimniederlage gegen den TSV Blaufelden. Die beiden Mergentheimer Altkreisclubs könnten nach Punkten rein rechnerisch noch zum Tabellenzweiten TSV Blaufelden aufschließen, haben aber die deutlich schlechtere Tordifferenz. Noch eine ganz winzige Chance hat der Tabellenfünfte FC Billingsbach vor seinem Heimspiel gegen die SGM Creglingen II/Bieberehren.

TSV Hohebach – SV Harthausen (Vorrunde: 1:4): Durch die 0:4- Schlappe vor zwei Wochen in Laudenbach hat sich der SV Harthausen (42 Zähler) in eine prekäre Lage gebracht. Der Tabellenführer braucht nun unbedingt einen Dreier um weiterhin alles selbst in der Hand zu haben und sich dann mit einem Heimerfolg am letzten Spieltag gegen Schlusslicht SV Mulfingen II den Titel sichern zu können. Um diesen in Hohebach (39) zu holen gilt es alle Register zu ziehen. Der Herbstmeister will nach seinem 3:0-Erfolg gegen die SGM Markelsheim/Elpersheim II auch sein letztes Heimspiel unbedingt gewinnen und sich damit die kleine Chance auf einen der beiden Spitzenplätze wahren. Das Team des scheidenden Trainers Sebbi Rizza hat in dieser Saison zwei Gesichter: Die auswärts in der Rückrunde extrem anfälligen Jagsttäler sind vor eigenem Publikum eine Macht und haben keines ihrer bislang elf Heimspiele verloren (acht Siege, drei Unentschieden). Beim SV Harthausen stehen nach elf Spielen auf Gegners Platz fünf Siegen vier Niederlagen gegenüber. Das Spitzenspiel in Hohebach hat Endspielcharakter für beide Kontrahenten und verspricht einen offenen Schlagabtausch – bei einer Punkteteilung gibt es mit großer Wahrscheinlichkeit zwei Verlierer!

TSV Blaufelden – SGM Weikersheim/Schäftersheim II (Vorrunde 1:2): Durch einen Treffer in allerletzter Minute entschied die SGM Weikersheim/Schäftersheim (35) das Hinspiel glücklich für sich. Vor dem nächsten Aufeinandertreffen hat allerdings der TSV Blaufelden (41)die besseren Karten als die Weikersheimer, die als Tabellenzweiter in die Winterpause gegangen waren. Diesen Platz hält nun das Team von Jochen Schneider und der Crailsheimer Altkreisclub hat sogar noch reelle Titelchancen. Gewinnt der SV Harthausen sein Gastspiel in Hohebach nicht, kann der TSV Blaufelden mit einem gleichzeitigen Heimsieg gegen die SGM am Tabellenführer vorbeiziehen, bei einer Harthäuser Niederlage reicht dem Tabellenzweiten aufgrund seiner sehr guten Tordifferenz sogar schon eine Punkteteilung um den SVH hinter sich zu lassen. Die Tendenz spricht für den TSV Blaufelden, der nur eines seiner zehn Spiele seit der Winterpause verloren hat und bestes Rückrundenteam ist. Die zuletzt viermal in Folge sieglosen Gäste haben in der zweiten Halbserie dagegen nur drei Spiele für sich entscheiden können und schon fünf verloren.

FC Billingsbach – SGM Creglingen II/Bieberehren (Vorrunde 4:0): Der FC Billingsbach (37) hat in diesem Kalenderjahr sogar einen Punkt mehr als Tabellenführer Harthausen geholt, das Remis am vergangenen Sonntag in Schäftersheim war für den Tabellenfünften aber zu wenig um sich noch realistische Hoffnungen auf einen der beiden Spitzenplätze machen zu können. Der SV Harthausen hat bei nur noch zwei Spielen fünf, der TSV Blaufelden vier Punkte Vorsprung, außerdem haben beide Teams auch noch die deutlich bessere Tordifferenz. Da auch Hohebach (39) und die an diesem Wochenende spielfreien Laudenbacher (41) zwei beziehungsweise vier Zähler mehr als der FCB auf dem Konto haben, brauchen die Billingsbacher nicht nur zwei Siege zum Rundenabschluss, sondern auch noch mehrere „Wunschergebnisse“ in den Spielen der Konkurrenten. Ein Heimsieg gegen den Tabellenachten SGM Creglingen II/Bieberehren (29) ist obligatorisch, wird dem Blaufeldener Teilortclub aber nicht in den Schoß fallen.

SV Wachbach II – TSV Althausen/Neunkirchen (Vorrunde 1:6): Die acht Unentschieden erwiesen sich als zu große Hypothek, so dass der SV Wachbach II (35) nach den ersten zwei Rückrunden-Niederlagen keine Chance mehr auf Rang 2 hat. Ein Ziel hat sich das Team von Christoph Tremmel aber noch gesetzt: die Revanche für die 1:6-Hinspielklatsche im Derby gegen den TSV Althausen/Neunkirchen (26), der zuletzt seine Talfahrt mit 0:4 in Laudenbach fortsetzte und die letzten sechs Spiele allesamt verloren hat.

SV Rengershausen – TSV Schrozberg (Vorrunde 4:1): Je fünf Punkte sind die Ausbeute beider Teams aus den letzten fünf Spielen. Der SVR (24), der sich am Sonntag beim 3:3 in Bieberehren mit seinem Gastgeber einen offenen Schlagabtausch lieferte, hat bei einem Heimerfolg gegen den Drittletzten TSV Schrozberg (20) noch die Chance, die Runde „einstellig“ abzuschließen. Der bislang einzige B4-Heimerfolg gegen die zuletzt drei Mal hintereinander auf dem Waldsportplatz siegreichen Schrozberger liegt allerdings schon vier Jahre zurück.; SV Mulfingen II – SGM Markelsheim/Elpersheim II (Vorrunde 1:5): Das Kellerduell der B4 geht in Mulfingen über die Bühne, wo das Schlusslicht (15) mit einem Heimerfolg gegen den Vorletzten SGM Markelsheim/Elpersheim II (17) nicht nur für die deutliche 1:5-Hinspiel-Niederlage revanchieren, sondern auch die Rote Laterne loswerden will. Bislang trafen die beiden Kellerkinder vier Mal an der Jagst aufeinander- der SV Mulfingen II behielt dabei immer die Oberhand.

Spielfrei ist der Tabellendritte TSV Laudenbach. hw