Fußball

Landesliga Odenwald Tauberbischofsheim und Wertheim treten den bitteren Gang in die Kreisliga an / Höpfingen überrascht am letzten Spieltag mit Kantersieg in Mosbach

SV Neunkirchen darf, Spvgg. Neckarelz muss in die Relegation

Archivartikel

Eintr. Walldürn – Osterburken 6:2

Walldürn: Enders (82. Trabold), Schüler, Paffen, Schmitt, Kuhn (62. Bernhardt), Kaiser (46. Grullini), Berberich, Fitsch, J. Fischer, B, Hefner (55. Haun), T, Leis.

Osterburken: Ippendorf (82. Pelczarski), Mench (70. Steinhauer), Gutenberg, Hettinger, Titarenko, Watzal (46. Müller), Siemens, Arndt(76. Baumann), Eckel, Frey, Merz.

Tore: 1:0 (13.) Kuhn, 2:0 (18.) Fritsch, 3:0 (27.) Fritsch, 3:1 (32.) Mench, 4:1 (40.) Hefner, 5:1 (51.) Berberich, 6:1 (67.) Bernhardt, 6:2 (70.) Mench. – Schiedsrichter: Johannes Oeldorf (Mannheim).

Im vorerst letzten Landesligaspiel für beide Mannschaften war vor allem der Eintracht anzumerken, dass sie sich mit Anstand verabschieden wollte. So führte die Heimelf gegen die ersatzgeschwächten Gäste durch die Tore von Kuhn, Fritsch und Schmitt schnell mit 3:0. Mench verkürzte anschließend für Osterburken, ehe Hefner für den Pausenstand sorgte. In der zweiten Hälfte agierten die Gäste etwas stärker. Der starke Berberich, Bernhard und Mench für den SVO sorgten für den Endstand in einer jederzeit fairen Begegnung.

FC Grünsfeld – FV Reichenbuch 2:3

Grünsfeld: Stephan, T. Dürr, D. Dürr, Schipper (63. Scherer), Müller (46. Kraft), Seubert (75. Betzel), Albert, Moschüring, Fries (63. Wagner), Schreck, Konrad.

Reichenbuch: Edelmann, Gimber, Secka (64. Bachmann), Kielmann, Welz, Eiffler, Hiller, Roth, Dylla, Winter, Weber.

Tore: 1:0 (35.) Albert, 1:1 (43.) Kielmann, 1:2 (50.) Kielmann, 1:3 (60.) Kielmann, 2:3 (83.) Kraft. – Schiedsrichter: Schindler (Leimen). – Zuschauer: 120.

In einem Spiel, in dem es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, erwischte Grünsfeld den besseren Start und hatte einige Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Diese Chancen wurden jedoch nicht genutzt. Besser machte es dann erst Lukas Albert, der in der 36. Minute nach einem schönen Spielzug den Führungstreffer erzielte. Der Jubel währte allerdings nur kurz, denn Reichenbuch erzielte kurz vor dem Pausenpfiff das 1:1. Nach dem Seitenwechsel war Reichenbuch die bessere Mannschaft und ging durch Tore in der 50. und 60. Minute mit 3:1 in Führung. Grünsfeld erspielte sich zwar noch viele Gelegenheiten, konnte allerdings nur noch durch Markus Kraft auf 2:3 verkürzen.

TSV TBB – Türkspor Mosbach 1:4

Tauberbischofsheim: Wörner, Felix, Shynkevich, Rodemers, Höfling, Kircher, Miller (23. Schrank), Kunter, Wolter (46. Berberich), Schmitt, Philipp, Greco, Seethaler.

Mosbach: Gomez, Artun, Türkyilmaz, Videc (82. Sinera), Saljic, Bakacak, Sen (53. Pasalic), Springer, Artun, Üzümcü, Celiscak.

Tore: 1:0 (14.) Greco; 1:1 (58.) Saljic; 1:2 (65.) Bakacak; 1:3 (90.+1) Celiscak; 1:4 (90.+2) Bakacak. – Schiedsrichter: Daniel Schäfer (Mudau). – Zuschauer: 200.

Die Heimelf zeigte von Beginn an, dass sie ihren Teil der Aufgabe für den Klassenerhalt erledigen wollte. Die erste Chance von Mario Greco ging noch über das Gästetor. Mit der zweiten großen Möglichkeit nach Vorlage von Marco Wolter machte es Mario Greco diesmal besser. Mit einem satten Distanzschuss traf der Torjäger der einheimischen zur 1:0 Führung. Die Elf von Mario Fleischer versuchte im Anschluss, das Ergebnis noch höher zu gestalten. Die Angriffe blieben aber immer wieder im dichten Mittelfeld stecken. Auch den zweiten Durchgang begann der TSV wieder druckvoll und hatte gleich zu Beginn eine Chance durch Mario Greco. Im Gegenzug war der TSV aber zu weit aufgerückt und bot dem Gegner zu viel Raum. Die Chance der Gäste Gäste blieb jedoch ungenutzt. Der TSV spielte auf volles Risiko, um die notwendigen Tore zu erzielen. Dabei vernachlässigten die Einheimischen aber die Abwehrarbeit, und Türkspor Mosbach kam mit einem Doppelschlag zur 2:1-Führung. Damit waren die Moral und der Glaube an den Klassenverbleib beim TSV Tauberbischofsheim gebrochen. Das Spiel endete mit dem Auswärtserfolg für Türkspor, die in der Schlussphase noch auf 4:1 erhöhten. Der TSV Tauberbischofsheim muss den bitteren Gang in die Kreisliga antreten.

SV Nassig – SV Königshofen 2:1

Nassig: Link, Ziegler (46. Sock), A. Baumann, N. Seyfried, Scheurich, Schumacher, T. Baumann (83. J. Seyfried), Winzenhöler, Budde, Muehling (72. Dworsschak), Kunkel.

Königshofen: Hönig, Wolf, Baumann, Fell, Inal, Wagner, Saul (45. Tiefenbach), Karim, N. Michelbach ( 69. M. Michelbach), Rathmann, Karsli.

Tore: 0:1 (33.) Karsli, 1:1 (65.) Budde; 2:1 (82.) Dworschak. – Schiedsrichter: Niklas Hetzel (Mosbach). – Zuschauer: 180

Der SV Nassig hat den Klassenerhalt geschafft, aber es war ein brutal hartes Stück Arbeit. Nassig begann gut und hatte in der zehnten Minute durch Budde die erste Chance. Der Ball ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz darauf tauchte der Gast erstmalig gefährlich vor Link auf. Dieser stoppte den Stürmer. Nassig war nach vorne nicht zwingend genug. Meistens wurde mit langen Bällen auf die Spitzen Schumacher und Winzenhöler operiert. Die Abwehr der Königshöfer um Karim Moses stand aber sehr sicher. In der 25. Minute hatte Seyfried eine tolle Kopfballchance. Der Ball ging aber aus kurzer Distanz knapp vorbei. In der 33. Minute warteten alle auf einen Pfiff des Schiedsrichters nach einem Foul im Mittelfeld, dieser ließ weiterlaufen und die Gäste schickten Karsli mit einem schönen Ball in die Tiefe. Dieser umkurvte Link und schoß zur Gästeführung ein. Nassig begann die zweite Hälfte sehr entschlossen und hatte durch den eingewechselten Sock in der 48. Minute die erste gute Chance. Der SV blieb am Drücker und schnürte die Gäste in deren Hälfte ein. In der 52. Minute hatte Mühling das 1:1. Er „schaufelte“ den Ball aber mit der Seite weit über das Tor. Weiter ging es mit Chancen im Minutentakt, aber auch Scheurich zielte in der 60. Minute zu hoch. In der 65. Minute dann endlich die Erlösung durch einen Freistoß von Budde aus dem Halbfeld. Der Ball wurde noch durch einen Königshöfer Kopf abgefälscht und landete im langen Toreck. Keine Chance für Keeper Hönig. Die Riesenchance zur Führung hatte Schumacher in der 70. Minute. Er lief alleine auf den Torhüter zu. An Stelle diesen auszuspielen zog er ab und scheiterte am gut reagierenden Keeper. In der 82. Minute erlöste Jan Dworschak die schwarz-weißen Anhänger. Er wurde schön in die Tiefe geschickt, behielt vor dem Torhüter die Nerven und schob den Ball zur Rettung ins Tor. Der Gast setzte sich nicht mehr gefährlich in Szene.

Oberwittstadt – Waldbrunn 4:0

Oberwittstadt: Hügel, Hornung, Zeller, N. Walz (66. Rolfes), Ch. Schledorn, Kunkel (64. Kolbeck), Panzer (88. Blatz), Essig, Czerny (52. Reinhardt), A. Rüttenauer, S. Walz.

Waldbrunn: Haas, De. Schulz, Braun, Weiß, Vogel, Gramlich (66. J. Guckenhan), Frank, Agac, Do. Schulz, Köklü, Hehl.

Tore: 1:0 (25.) Ch. Schledorn, 2:0 (75.) Reinhardt, 3:0 (86.) A. Rüttenauer, 4:0 (90.) Rolfes. – Schiedsrichter: Fabian Hilz (Stutensee). – Zuschauer: 130.

Im bedeutungslosen Spiel um die berühmte „Goldene Ananas“ sahen die Zuschauer noch einmal einen 4:0-Heimsieg, der am Ende doch etwas zu hoch ausfiel. Im Blickpunkt stand aber ohnehin Trainer Dominik Lang, der sein Abschiedsspiel bestritt und vom Verein und den Fans ebenso gefeiert wurde wie die Spieler Daniel Czerny, Christoph Kunkel und Konstantin Panzer, die zurück zu ihren jeweiligen Heimatvereinen wechseln werden. Der Coach verlässt den Verein nach dreieinhalb Jahren. Natürlich war der Beifall groß für Lang, der den TSV mit viel Erfolg in der Spitzengruppe der Landesliga etablierte (wir berichteten). Beide Teams brauchten eine Weile, um in den Wettkampfmodus umzuschalten. In der 25. Minute erzielte Christian Schledorn, nach Zuspiel von Nicolai Walz, die 1:0-Führung. Die Gäste hatten in der 33. und 43. Minute jeweils die Gelegenheit, um in Führung zu gehen: Doch beide Male zeigte TSV-Keeper Timo Hügel seine Klasse und entschärfte die Möglichkeiten von Yannik Frank und Ali Köklü großartig. Noch einmal blieb Timo Hügel gegen Ali Köklü Sieger (58.). Der TSV stellte die aktivere Mannschaft und strahlte immer mal wieder Gefahr aus. Nachdem Daniel Reinhardt in der 75. Minute das 2:0 erzielte, war mit dem 3:0 in der 86. Minute durch Andreas Rüttenauer die Partie entschieden. In der Schlussminute köpfte Dominik Rolfes sehenswert zum 4:0 ein.

Neunkirchen – VfR Uissigheim 4:1

Neunkirchen: Strein, M. Knörzer, Burkhard, F. Knörzer, Homoki, Eiermann, Trabold, Zeybek (83. Polit), Leibfried (86. Gawelczyk), N. Jilka (72. von Kampen), Körmös (46. Neid).

Uissigheim: Diehm, May (75. Füger), Rüttling, Schmitt, S. Gros, Faulhaber, Väth (33. Duschek), Martin, Geiß (57. Sladek), Morawietz, C. Gros.

Tore: 1:0 (1.) Zeybek , 2:0 (90.) Trabold, 2:1 Faulhaber (23.), 3:1 (78.) Zeybek, 4:1 (80.) von Kampen. – Gelb-Rote Karte: Faulhaber (90.) – Schiedsrichter: Haris Kresser (Lobbach) - Zuschauer: 160.

Verdient war der Sieg des SV Neunkirchen gegen Uissigheim. Vom Start weg schien der SVN zu wissen, um was es geht und man nutzte den ersten Fehler in der Gäste-Defensive eiskalt mit dem 1:0 aus. Zeybek ließ Keeper Diehm keine Chance. Auch in der Folge blieb der SVN aktiv und belohnte sich bereits in der neunten Minute mit dem 2:0: Knörzer flankte punktgenau und Trabold köpfte freistehend ein. Erst jetzt wachte der Gast auf. Uissigheim wirkte jetzt entschlossener und erarbeitete sich leichte Feldvorteile. In der 23. Minute erzielte der Gast nach leichtem Ballverlust des SVN den Anschlusstreffer durch Faulhaber, der eine Flanke perfekt einköpfte. Der Gast blieb auch weiterhin spielbestimmend, und Neunkirchen strahlte bei Standards permanent Gefahr aus. Nach dem Wechsel blieb die Partie umkämpft, und Uissigheim versuchte den Druck zu erhöhen. Neunkirchen stand aber in der Defensive insgesamt sicher und ließ so gut wie nichts Gefährliches zu. Mit zunehmender Dauer wurde die Heimelf wieder aktiver und verpasste durch Homoki das 3:1 nur knapp. Beide Teams versuchten weiter nach vorne zu spielen. In der 78. Minute schickte Neid mit feinem Zuspiel Zeybek auf die Reise und der um kurvte Keeper Diehm und besorgte das 3:1. Der SVN schaltete aber nicht zurück, und von Kampen erhöhte nach Zuspiel von Zeybek in der 80. Minute auf 4:1. So bleibt für den SVN der Relegationsplatz.

FV Mosbach – TSV Höpfingen 1:6

Mosbach: Hammel, Knörzer, Barisic, Kief, Mayer, Bender (70. Mohammadi), Kaplan, Frey, Augustin (81. El Baghdadi), Almousa (46. Ebel), Kreß.,

Höpfingen: Kaiser, Dörr, Hering, Nohe, Hornbach, Bartesch, Knörzer, Hauk, Johnson, Dietz (76. Kuhn), Diehm (62. Dahlhues).

Tore: 0:1 (4.) Diehm, 0:2 (18.) Hauk, 0:3 (36.) Diehm, 1:3 (60.) Mayer, 1:4 (61.) Dahlhues, 1:5 (77.) Hauk, 1:6 (81.) Nohe. – Schiedsrichter: Simon Schönthaler (Straubenhardt). – Zuschauer: 80.

Bereits nach vier Minuten gingen die Gäste durch Diehm in Führung. Der MFV fand nicht statt und kassierte in der 18. Minute das 0:2. Die Gäste spielten weiter nach vorne, der MFV war immer einen Schritt zu weit weg und agierte ohne große Gegenwehr. Dies nutzte Höpfingen eiskalt und erneut Diehm erhöhte noch vor dem Wechsel auf 0:3. Nach der Pause versuchte der MFV mehr für das Spiel zu machen, und nach einem tollen Spielzug über Benjamin Bender und Thomas Ebel erzielte Robin Mayer das 1:3. Keine Minute später stellte Dahlhues den alten Abstand wieder her. Höpfingen spielte weiter munter nach vorne und der MFV erwies sich als guter Gastgeber. So gelangen dem TSV noch die Treffer zum 1:5 und 1:6.

Neckarelz – Hundheim-St. 3:0

Neckarelz: Penz, Böhm N., Rau (46. Kizilyar), Schwind, Hotel, Böhm L., Karic, Satilmis, Hogen (46. Tutea), Diefenbacher, Wissutschek.

Hundheim-Steinbach: Brugger, Bischof, Hilgerer, Fischer, Dick (61. Völk), Münkel, Öchsner (71. Hirsch), Koprowski, Bundschuh, Baumann, Iancu (83. Pahl).

Tore: 1:0 (21.) Hogen, 2:0 (24.) Karic, 3:0 (88.) Tutea. – Schiedsrichter: Arthur Mounchili Njoya (Brühl). – Zuschauer: 160.

Die Spvgg. konnte nach der 2:0-Pausenführung nur auf einen Ausrutscher der Gommersdorfer hoffen, um doch noch als Meister über die Ziellinie zu kommen. Doch die Gommersdorfer ließen in Wertheim nichts anbrennen. Pierre Fischer versuchte nach verhaltenem Beginn, den aufgerückten Penz in der 14. Minute durch einen Weitschuss zu überwinden. Er fing den Ball jedoch ab. Die Spvgg. nahm jetzt das Heft in die Hand, einen schnell vorgetragenen Angriff in der 21. Minute über Karic vollendete Hogen zur Führung. Karic nutzte in der 24. Minute einen Querschläger zum 2:0, indem er den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen drosch. In der weiteren Drangperiode des ersten Durchgangs hätte die Heimmannschaft das Ergebnis nach oben schrauben können. Im zweiten Durchgang ließen es beide Teams etwas ruhiger angehen. Die Gäste versuchten weiter durch Distanzschüsse eine Ergebniskorrektur. Die Neckarelzer zogen ruhig und zielorientiert ihre Spielweise durch. Tutea erzielte nach schönem Zuspiel von Böhm das Endergebnis (88.).