Fußball

Landesliga Odenwald Spvgg. Neckarelz möchte auch nach dem Spiel in Höpfingen seine weiße Weste behalten / Königshofen – Uissigheim: In welche Richtung geht es?

SVO: Abwärtstrend gegen besten Aufsteiger stoppen

Archivartikel

So schnell kann es gehen: Im Jagsttal beendete der FV Mosbach die blitzsaubere Bilanz des VfR Gommersdorf und stürzte damit den Tabellenführer, weil der direkte Verfolger Neckarelz voll punktete. Es wird also wieder spannender in der Landesliga, denn jetzt gilt das Augenmerk der Konkurrenten im Vorderfeld der Tabelle vor allem der noch allein ungeschlagenen Spvgg. Neckarelz.

Vor knapp vier Monaten behielt der SV Königshofen daheim gegen den VfR Uissigheim mit 3:1-Toren die Oberhand, doch der damalige zweifache Torschütze Ali Karsli ist in dieser Saison nicht mehr dabei. Seit 2002 haben die Messerstädter in Landesliga-Partien vier Mal zu Hause gegen den VfR verloren, während sie sieben Punktspiele für sich entschieden. Die Gäste sahen sich im Spiel gegen Türkspor Mosbach nach dem Platzverweis für Torwart Diehm unter Wert verkauft, nachdem man vorher die Partie in den Griff bekommen hatte.

Während der TSV Tauberbischofsheim Ende Juli noch den SV Neunkirchen in dessen Stadion in der ersten Pokalrunde 2:1 besiegte, musste er sich im Punktspiel daheim Mitte April mit 0:3-Toren geschlagen geben. Jetzt wollen die Mannen von Trainer Mario Fleischer im fünften Anlauf gegen den SV Neunkirchen den zweiten Heimsieg einfahren. Mario Fleischer hofft auf etwas mehr Spielglück und weniger eigene Fehler (siehe nebenstehendes Interview).

Über fünf Jahre liegt der letzte Heimsieg des SV Nassig gegen den TSV Oberwittstadt zurück. Jetzt treffen zwei Gewinner des letzten Spieltags aufeinander. Die „Wittscher“ können sogar mit vier Siegen in Folge eine Erfolgsserie vorweisen, die sie gern noch ausbauen möchten. Im letzten Jahr trennten sich beide Teams in Nassig mit einem 1:1-Unentschieden. Der zweite Sieg auswärts in Neunkirchen sollte für Nassig Ansporn sein, alle Kräfte für den ersten Heimsieg zu mobilisieren. Etwas gutzumachen hat der FV Mosbach in seinem Heimspiel gegen die SV Viktoria Wertheim, denn vor einem Jahr düpierten die Wertheimer bei ihrem Auftritt in Mosbach den FV mit 5:1-Toren.

Welche Serie geht in der Partie des TSV Höpfingen gegen den neuen Spitzenreiter Spvgg. Neckarelz zu Ende? Der TSV ist daheim, die Spielvereinigung zu Hause und auswärts noch ungeschlagen. Um Punkte zwischen beiden Teams ging es zuletzt vor zwölf Jahren, als Neckarelz knapp mit 4:3-Toren in Höpfingen gewann. Die derzeitige Formkurve rückt erneut die Gäste in die Rolle des Favoriten, der als einziger noch unbesiegter Landesligist jetzt von den Konkurrenten verstärkt gefordert wird. Der TSV hat sich im eigenen Stadion als sehr defensivstark erwiesen und bei zwei Siegen und zwei Unentschieden nur zwei Gegentreffer kassiert.

In der Begegnung des VfR Gommersdorf gegen den FSV Waldbrunn treffen zwei Mannschaften ihre Kräfte, die am letzten Wochenende zum ersten Mal in der laufenden Runde den Platz als Verlierer verließen. Nun muss sich zeigen, wer sich am besten von der Pleite erholt hat. Vor vier Jahren verlor Waldbrunn zwei Landesliga-Spiele mit 0:3- und 0:5-Toren. Noch höher ging jetzt die Partie beim zweiten Messespiel in Königshofen verloren.

Unterschätzen werde man Waldbrunn dennoch nicht, meinte VfR-Trainer Thomas Nohe, der die Heimniederlage gegen den Fv Mosbach als „unglücklich, aber auch vermeidbar“ bezeichnete: „Vielleicht war man sich nach dem Aufholen des Rückstandes auch zu sicher, das Spiel noch komplett drehen zu können. Letztendlich war auch in den Schlussminuten noch mal die Chance zum 3:3 da, aber wurde leider nicht genutzt.“ Personell muss Thomas Nohe wie zuletzt ohne Sascha Silberzahn, Florian Stelzer und Christoffer Feger auskommen. Michael Bauer hat zumindest wieder mit dem Training begonnen.

Den Abwärtstrend aufhalten muss der SV Osterburken im Heimspiel gegen den FC Hundheim/Steinbach, dem mit Abstand besten Aufsteiger. Die Gäste behaupten sich seit fünf Spieltagen auf Rang vier, während die Römerstädter nach vier Niederlagen in Folge von Platz sechs auf Rang 17 abgerutscht sind. Die Saison ist noch sehr lang, und der Rückstand der Gastgeber auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt nur zwei Punkte; kein Grund also, vorzeitig die Flinte ins Korn zu werfen, zumal die Abgänge beim SVO gerade im Offensivbereich noch immer nachwirken.

Ausgeglichen ist nicht nur die 3-0-3-Direktbilanz von Eintracht Walldürn und dem FC Grünsfeld, die zuletzt in der Saison 2010/11 um Landesliga-Punkte kämpften; auch in der aktuellen Runde sind beide Teams punktgleich mit sieben Zählern Tabellennachbarn. Bescheiden ist das bisherige Abschneiden der Grünsfelder in der Fremde.

In- und auswendig kennen sich Türkspor Mosbach und Aufsteiger FV Reichenbuch aus den Punktspielen in der Kreisliga Mosbach, in der Türkspor im April letzten Jahres sein Heimspiel mit 2:0-Toren gewann. Reichenbuch gewann seinerseits die Heimpartie mit 2:1-Toren und folgte Türkspor eine Saison später in die Landesliga. Bis auf ein Unentschieden vor fünf Jahren fanden die Stadtderbys immer einen Sieger; für Spannung im ersten Landesliga-Derby ist gesorgt.