Fußball

Bezirksliga Hohenlohe Joe Strauß-Brix, Trainer der SGM Taubertal/Röttingen, sieht die Chancen auf den Klassenerhalt bei „nahezu null“ / Wachbach gegen Pokalfinalisten

SVW: Siegen und auf Schützenhilfe hoffen

Archivartikel

In der Fußball-Bezirksliga Hohenlohe steht ein spannendes Saisonfinale bevor. Vier Teams kämpfen an den letzten beiden Spieltagen um die Meisterschaft und den Relegationsplatz, getrennt jeweils nur durch einen Punkt. Der SSV Gaisbach und der SV Wachbach führen mit jeweils 62 Punkten das Klassement an, wobei Gaisbach eine um zehn Tore bessere Tordifferenz gegenüber Wachbach vorweisen kann. Dahinter folgen die SG Sindringen-Ernsbach (61) und der TSV Obersontheim (60). Auch am Tabellenende wird es langsam klar: die TSG Kirchberg/Jagst (16) steigt nach einem Jahr Bezirksliga gleich wieder ab, die SGM Taubertal/Röttingen (20) hat nur noch theoretische Chancen. Den Abstiegsrelegationsplatz belegt derzeit der TSV Michelfeld (23).

Spfr. Bühlerzell – SGM Taubertal/Röttingen (Vorrunde 1:1): Während es für die Spfr. Bühlerzell (38) schon seit längerem um nichts mehr geht, kämpft die SGM Taubertal/Röttingen einen fast aussichtslosen Kampf um den Klassenerhalt. Eigentlich bestand immer die Chance, mindestens auf den Relegationsplatz zu klettern, doch gegen die Mitkonkurrenten wurde nicht entscheidend gepunktet. Wie auch zuletzt gegen den TSV Braunsbach (28). „Wir waren die bessere Mannschaft, konnten leider nur eine unserer guten Chancen nutzen“, sagte Trainer Joe Strauß-Brix nach der Partie. Dazu kamen aus einer Sicht noch einige unglückliche Entscheidungen des Schiedsrichters. „Unsere Chancen auf die Relegation sind nahezu bei null“. Strauß-Brix erwartet, dass sich Bühlerzell im letzten Heimspiel nochmals reinhängen wird. „Bühlerzell ist spielstark und hat mit Mike Dörr einen überragenden Spieler. Wir werden alles investieren, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

SG Sindringen-Ernsbach – TSV Braunsbach (Vorrunde 2:0): Mit zuletzt vier Siegen in Folge hat sich die SG Sindringen-Ernsbach eindrucksvoll im Titelrennen zurückgemeldet. Ein Sieg gegen den Viertletzten Braunsbach sollte da selbstverständlich sein. Die Gäste sind fast durch, haben aber eine schlechte Auswärtsbilanz und erst dreimal in der Fremde gewinnen können. Die Heimelf hat diesmal den Druck.

TSV Obersontheim – TSG Kirchberg/Jagst (Vorrunde 3:0): Es sollte eine klare Angelegenheit sein, wenn der Tabellenvierte und Titelaspirant TSV Obersontheim gegen den als Absteiger feststehenden TSG Kirchberg/Jagst antritt. Die Gäste haben seit 16 Spielen nicht mehr gewonnen. Dass gegen Obersontheim ein „Dreier“ gelingt käme einer großen Überraschung gleich.

TuRa Untermünkheim – TSV Dünsbach (Vorrunde 2:2): Knapp musste sich der TuRa Untermünkheim (48) in Gaisbach geschlagen geben. Der TSV Dünsbach (40) sorgte dagegen mit dem 4:2-Erfolg über Obersontheim für eine Überraschung und ließ die Titelträume der Obersontheimer vorerst platzen. Beide Teams haben keine Sorgen, sind Tabellennachbarn und können sich ein schönes Spiel liefern.

TSV Neuenstein – SSV Gaisbach (Vorrunde 2:5): Der TSV Neuenstein (35) ist längst in Sicherheit, für den SSV Gaisbach aber geht es um alles. Er darf sich jetzt keinen Ausrutscher mehr erlauben. Das erklärte Ziel, Aufstieg in die Landesliga, ist kurz vor der Vollendung. Noch zweimal gewinnen, und man ist durch. Neuenstein sollte für die Megerle-Truppe kein Problem sein.

TSV Michelfeld – SV Mulfingen (Vorrunde 2:3): Will der TSV Michelfeld die Relegation erreichen, muss er mindestens noch vier Punkte holen. Dann hätte man auf jeden Fall die SGM Taubertal/Röttingen hinter sich gelassen. Sollten die Unterfranke keine Punkte mehr holen, hätte Michelfeld bereits jetzt die Relegation erreicht. Für Mulfingen ist alles klar, man kann auch die nächste Saison in der Bezirksliga planen.

SV Wachbach – TSV Hessental (Vorrunde 4:0): Der SV Wachbach ist weiter dabei, wenn es um die Meisterschaft geht. In Niedernhall gelang der achte Sieg in Folge, eine überragende Leistung der jungen Mannschaft. Der Sieg war nicht einfach, denn Niedernhall stand sehr tief und machte aus einem Standard trotzdem die frühe Führung. „Wir konnten uns trotz Ballbesitz kaum Chancen erspielen und mussten auf die gefährlichen Konter der SGM achten“ sagt Trainer Arben Kaludra.. „In der zweiten Hälfte drehten wir dann auf und hatten dann auch das nötige Glück erzwungen, um das Spiel noch zu drehen. Unser Torhüter Hadamek hatte uns zuvor mit Glanzparaden im Spiel gehalten“. Den nächsten Gegner Hessental nimmt der Wachbacher Coach „sehr ernst. An guten Tagen kann die Mannschaft jeden schlagen, sonst wären sie nicht im Pokalfinale. Ein Pokalsieg kann Hessental natürlich auch beflügeln. Wir selber schauen wie immer von Spiel zu Spiel und wollen unsere Spiele gewinnen. Schön wäre, wenn die Neuensteiner uns im Rennen um die vorderen Plätze gegen Gaisbach Schützenhilfe leisten könnten“.

VfR Altenmünster – SGM Niedernhall/Weißbach (Vorrunde 1:1): Zwei Mannschaften, die nichts mehr gewinnen, aber auch nichts mehr verlieren können, treffen hier aufeinander. Altenmünster spielte zuletzt in Bühlerzell unentschieden, die SGM verlor zuhause gegen Wachbach. Eine Punkteteilung wie in der Vorrunde liegt nahe.