Fußball

Landesliga Odenwald Dieses Mal stolpert Neckarelz mit dem 0:0 gegen Höpfingen, so dass der VfR Gommersdorf wieder zum Spitzenreiter aufschließt / Im Keller rückt alles noch enger zusammen

Tauberbischofsheim holt den „überlebenswichtigen“ Sieg

FC Grünsfeld – Eintr. Walldürn 2:2

Grünsfeld: Stephan, T. Dürr, D. Dürr, Betzel (75. Krobucek), Wagner, Müller, Albert, Moschüring, Scherer, Schreck (80. Konrad), Kraft (60. Schipper).

Walldürn: Fischer, Kreis, Schüler (70 Turra), Schmitt, Kuhn (85. Fach), Haun (30. Jendrusch), Berberich, Fritsch, Mestmacher, Fischer Leis.

Tore: 0:1 (53.) Berberich, 0:2 76. Turra, 1:2( 80.) Moschüring, 2:2 (88.) Moschüring. – Schiedsrichter: Kevin Drieschner (Walldorf). – Zuschauer: 80

In einem Spiel, bei dem sich in den ersten 15. Minuten wenig Tormöglichkeiten ergaben, erwischte Walldürn den etwas kämpferischen Beginn. Aber nach einer super Kombination durch die Hälfte der Gäste scheiterte der FC nur knapp am Torerfolg. Wenige Minuten später zeigte sich Grünsfeld wieder von seiner besseren Seite, scheiterte allerdings mehrmals knapp am Tor der Walldürner. Nach dem Seitenwechsel war Walldürn die agilere Mannschaft und hatte weiterhin mehr Kampfgeist. In der 53. Minute erzielte Berberich die Führung für die Gäste. In den kommenden Minuten war Walldürn weiterhin bemüht und erhöhte durch den eingewechselten Turra auf 2:0. Als alle dachten, das sei es gewesen, kam der FC durch den Anschlusstreffer von Chris Moschüring wieder ins Spiel. Von da an war Grünsfeld am Drücker und erzielte wiederum durch Moschüring kurz vor Schluss den Ausgleich erzielen.

Neckarelz – TSV Höpfingen 0:0

Neckarelz: Penz, N. Böhm, Rau, Schwind, Müller (75. Münz), L. Böhm, Fertig, Karic, Satilmis (82. Zechmeister) Hogen, Diefenbacher.

Höpfingen: Stöckel, Dörr, Hering, Bartesch, Knörzer, Heinrich, Bauer, Hauk, Johnson, Dietz, Dahlhues (78. Diehm). –

Schiedsrichter: Philip Dickemann (Jockgrim). – Zuschauer: 110.

„Mit schnellem, direktem und attraktivem Spiel“ – das waren die Vorgaben der Spvgg., den TSV Höpfingen zu bezwingen. Beide Mannschaften zeigten eine intensive Landesligabegegnung, trotz zahlreicher Möglichkeiten auf beiden Seiten, sollte das Tor des Tages aber nicht fallen. In einem offenen Schlagabtausch von Beginn an zeigte Gästetorhüter Stöckel seine Klasse, als er den 18-Meter-Schuss von Hogen in der vierten Minute zur Ecke klärte. Im Gegenzug musste Penz sein Können zeigen, als er Heinrichs 16-Meter-Schuss aus halblinker Position entschärfte. Pech hatten die Gäste in der 15. Minute, als der Ball versprang und der einschussbereite Dietz den Ball im Fünfmeterraum verpasste. Die Spvgg. hatte mit Karic in der 18. Minute und S. Fertig in der 36. Minute zwei Hochkaräter, beide brachten das Spielgerät nicht im gegnerischen Tor unter. Im zweiten Durchgang wurde das Spiel noch intensiver, und die spielerische Überlegenheit der Spvgg. hat sich zum Leidwesen der Heimelf nur an drei Lattenknallern abgezeichnet: Schwing per Schuss sowie jeweils Raus und Karics per Kopfball. Beide spielten mit sehr hohem Aufwand die zweite Hälfte zu Ende. Die beiden schnellen Sturmspitzen des TSV, Heinrich und Hauck, zwangen die Abwehrreihen der Spvgg. bis zum Schlusspfiff, konzentriert zu Werke zu gehen. Doch das Siegtor sollte am 26. Spieltag keinem der beiden Kontrahenten gelingen.

SVV Wertheim – FV Mosbach 0:3

Wertheim: Jetzlaff, Cirakoglu, Enzfelder, (59. Cali), R. Cirakoglu, L. Elshani (72. Ratter), Hensel, Aksit, Helfenstein, R. Cirakoglu, Q. Elshani, Escher, (61. Ochs).

Mosbach: Wastl, Knörzer, Kief, Sarrach-Ditte, (25. Barisic), Bender, (88. Bayer), Kaplan, Frey, Augustin, Almousa, Kreß, Wink.

Tore: 0:1 (9.) Wink, 0:2 (73.) Almousa, 0:3 (83.) Wink. – Schiedsrichter: Patrick Mattern (Mannheim). – Zuschauer: 50.

Zu Beginn tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab und keine erspielte sich entscheidende Feldvorteile. Mit der ersten gefährlichen Aktion des Spiels gelang den Gästen prompt die Führung. In der 9. Minute nutze der quirlige Wink ein Abstimmungsfehler in der Wertheimer Hintermannschaft aus und schob aus kurzer Distanz den Ball am herauseilenden Jetzlaff vorbei in die Maschen. In der Folge kämpfte sich die Heimelf zurück ins Spiel und hatte gegen Ende der ersten Hälfte mehrere gute Offensivaktionen, ohne jedoch das notwendige Glück im Abschluss auf ihrer Seite zu haben. Im zweiten Spielabschnitt ließ die Heimelf nichts unversucht, um zumindest einen Punkt im Stadion in Bestenheid zu behalten. Aber die Gäste zeigten sich abgezockt und nervenstark im gesamten Spielverlauf. Almousa in der 73. Minute und erneut Wink in der 83. Minute setzten sich jeweils im Eins-gegen-Eins gegen ihre Gegenspieler durch und sorgten so für einen beruhigenden Vorsprung gegen Ende der Partie. Unter dem Strich war es ein leistungsgerechtes Ergebnis.

Waldbrunn – Gommersdorf 0:4

Waldbrunn: Haas, De. Schulz, Braun, Weiß, Vogel, Frank, Do. Schulz, J. Guckenhan, Kwasniok, Hehl, T. Kappes.

Gommersdorf: Bayha, G. Mütsch, Herrmann, M. Schmidt (58. Feger), Gärtner (58. Stöckel), Hespelt, Bauer, Silberzahn (54. Stelzer), Geissler (64. F. Schmidt), Walter, P. Mütsch.

Tore: 0:1 (5.) Silberzahn, 0:2 (20.) Geissler, 0:3 (50.) M. Schmidt, 0:4 (78.) Stöckel. – Schiedsrichter: Christian Scharun (Karlsruhe). – Zuschauer: 80.

Große Personalsorgen begleiteten die Einheimischen in diese Begegnung gegen den Aufstiegsaspiranten. Nicht überraschend waren daher die Gäste von Anbeginn an tonangebend und schon in der fünften Minute gelang Silberzahn mit einem Kopfball nach einem Freistoß von der rechten Seite die Führung. Der VfR kombinierte weiter sehr ballsicher, und das Geschehen spielte sich vorrangig in der Hälfte der Waldbrunner ab, die sich aber ab der 15. Minute etwas befreiten. Doch in der 20. Minute marschierte Geissler mit einer feinen Einzelleistung durch die Abwehrmitte und markierte das 2:0, und bereits eine Minute später hatte Gärtner das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte aber alleine vor dem Tor an Haas. Der FSV versuchte mit einigen weiten Bällen, die aufgerückte Abwehr der Gäste zu überwinden, so wurde Kwasniok einmal nur auf Kosten einer Gelben Karte gebremst, und er scheiterte ein weiteres Mal am weit herauslaufenden Torhüter Bayha. Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten Hälfte: Die Jagsttäler begannen wieder sehr stark, und schon in der 50. Minute überlistete Schmidt die nicht gut postierte Abwehrmauer mir einem flachen Freistoß ins kurze Eck zum 3:0. Obwohl die Gommersdorfer weiterhin gekonnt und sicher den Ball laufen ließen, gestaltete der FSV das Spiel offener, und Braun hatte in der 68. Minute die Riesenchance alleinstehend vor Bayha, den Anschlusstreffer zu erzielen, scheiterte aber am Torhüter. Große Höhepunkte waren nun nicht mehr zu verzeichnen, bis in der 78. Minute Stöckel eine gelungene Kombination mit dem 4:0 abschloss. Selbst eine Ergebniskosmetik wurde den Einheimischen versagt, als Weiß in der 88. Minute mit einem Kopfball nur das äußere Lattenkreuz traf.

Uissigheim – SV Königshofen 2:2

Uissigheim: Markl, Rüttling, Göbel, M. Füger (60. Duschek), Ch. Gros, Sladek, St. Gros (51. L. Füger), Faulhaber (18. May), Väth, Martin, Morawietz.-

Königshofen: Maier, Henning, Wolf, Arias, Tiefenbach, S. Fell (90. Hefner), Karsli, Wagner, Karim, Michelbach (69. Inal), Rathmann.-

Tore: 1:0 (7.) Ch. Gros, 1:1 (40.) S. Fell, 1:2 (50.) Karsli, 2:2 (58.) Rüttling. – Schiedsrichter: Haris Kresser (Lobbach).– Zuschauer: 117.

In einem flotten Spiel hatten die Platzherren zu Beginn ein kleines Plus. Dies zeigte sich auch in der siebten Minute, als ein schneller Vorstoß die gesamte Hintermannschaft der Gäste überraschte. Christian Gros erzielte überlegt die Führung zum 1:0. In der 15. Minute hatten die Gäste den Ausgleich auf dem Fuß, doch mit vereinten Kräften wurde diese Chance vereitelt. Der SV drückte weiter und kam drei Minuten später zur nächsten Möglichkeit. Der VfR hätte in der 22. Minute mit einem Freistoß aus etwa 18 Metern um ein Haar den zweiten Treffer erzielt. Doch nur wenige Zentimeter verfehlte der Schuss das Tor. Die Gäste waren in der 40. Minute hellwach, und Sebastian Fell hatte keine große Mühe, den Ball zum Ausgleich im Uissigheimer Tor unterzubringen. Auch die zweite Spielhälfte begann mit der gleichen Intensität, mit der die erste beendet wurde. Es waren gerade einmal fünf Minuten gespielt, da kam Ali Karsli an den Ball und erzielte das 2:1 für den SVK. Die Gäste drückten mächtig aufs Tempo, und der VfR hielt dagegen. So spielte sich Volker Rüttling in der 58. Minute durch die Gästeabwehr und setzte den Ball zum 2:2-Ausgleich in die Maschen. Beide Mannschaften suchten nun die Entscheidung und versuchten, mit aller Macht zum Erfolg zu kommen. So hatte Daniel Göbel kein Glück; in der 84. Minute strich sein Schuss denkbar knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite wurde die Führung für die Gäste mit vereinten Kräften verhindert. Im Gegenzug hatten die Gäste Glück, dass der Ball den Weg ins Tor nicht fand. Die Punkteteilung war gerecht.

SV Neunkirchen – TSV TBB 1:2

Neunkirchen: Strein, M. Knörzer, Frauhammer, Burkhard, F. Knörzer, Homoki, Eiermann, Trabold, Werner, Neid, Horsch (54. Zeybek).

Tauberbischofsheim: Bier, Kunter, Rodemers, Höfling, Miller (72. Münch), Wolter (85. Freundschig), Hilbert, Schmitt (63. Gimbel), Berberich, Greco (80. Stockmeister), Seethaler.

Tore: 0:1 (55.) Rodemers, 0:2 (75., Eigentor) Neid, 1:2 (87.) Zeybek. – Schiedsrichter: Cedrik-Alexander Bollheimer (Karlsruhe). – Zuschauer: 150.

Beide Seiten wirkten in den ersten Minuten sehr nervös, und so gab es für die Zuschauer nur selten gute Aktionen zu sehen. Auch in der Folge taten sich beide Teams im Spiel nach vorne schwer, wobei der Gast etwas besser und aggressiver im Spiel war. Ab der 20. Minute fand auch die Heimelf mehr Zugriff aufs Spiel, ohne zu guten Offensivaktionen zu gelangen. Torabschlüsse waren in dieser Phase auf beiden Seiten Mangelware. So blieb es in einer höhepunktarmen Partie beim torlosen Unentschieden zur Pause. Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste, keiner konnte die Spielkontrolle erlangen. In der 55. Minute setzte sich Greco auf der rechten Seite gut durch, und seine Hereingabe verwertete Rodemers unhaltbar zur Führung für den Gast. Nur drei Minuten später hielt Strein seine Farben mit einer guten Parade gegen Greco im Spiel. Insgesamt sahen die Zuschauer aber eine Partie, die zu keiner Zeit auf Landesliga-Niveau war. Neunkirchen hatte insgesamt zu wenig zuzusetzen und brachte den Gast nur selten in Bedrängnis. In der 75. Minute sorgte dann ein Eigentor für das 0:2. Auch danach tat sich Neunkirchen schwer und tauchte insgesamt zu selten im gegnerischen Strafraum auf. Erst in den Schlussminuten schöpfte der SVN noch mal neuen Mut, und Zeybek stocherte den Ball im Anschluss an eine Ecke zum Anschlusstreffer über die Linie (87.). Insgesamt kam dies aber zu spät. Insgesamt verdiente sich der Gast auf Grund des größeren Willens die drei Punkte.

TSV Oberwittstadt – SV Nassig 4:0

Oberwittstadt: Blatz, Hornung (85. S. Walz), Zeller, Ch. Schledorn, Zimmermann, Kolbeck, Rolfes, Reinhardt, B. Walz (69. Czerny), Essig (69. N. Walz), Reuther.

Nassig: Link, Seyfried, Schuhmacher (80.Vollhardt), Baumann (80. Ziegler), Winzenhöler, Budde, Muehling, J. Kunkel, Emrich, Diehm (46. Klein), Piechowiak (68. Devjatkin).

Tore: 1:0 (17.)Rolfes, 2:0 (19.) Schledorn, 3:0 (45.) Schledorn, 4:0 (62.) Rolfes. – Schiedsrichter: Joscha Klemm (Bretten). – Zuschauer: 130.

Von Beginn an war der TSV die spielbestimmende Mannschaft und ließ keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Haus ist. Die erste nennenswerte Chance hatte Essig in der siebten Minute, sein Linksschuss verfehlte das Gästegehäuse nur knapp. In der 17. Minute vollendete Rolfes einen schönen Spielzug über Essig und Reinhardt zum 1:0. Nur zwei Minuten später schob Schledorn nach feinem Zuspiel von Reuther unbedrängt zum 2:0 ein. Kurz vor dem Seitenwechsel war es wiederum Schledorn, der eine Flanke von Hornung zum 3:0-Halbzeitstand einköpfte. Nach dem Seitenwechsel weiterhin Einbahnstraßenfußball in Richtung das Nassiger Gehäuses: Die einzige nennenswerte Chance der Gäste in der 52. Minute durch Piechowiak entschärfte TSV-Keeper Blatz souverän. In der 62. Minute vollstreckte erneut Rolfes nach Zuspiel von Reuther aus elf Metern zum 4:0. Weitere Chancen seitens des TSV blieben ungenutzt, Die Heimsieg war hochverdient.

Reichenbuch – TS Mosbach 0:1

Reichenbuch: Edelmann, Gimber, Bachmann, Holzschuh, T. Kalinovski, Dylla (55. Kielmann), Donau, Winter, D. Kalinovski (83. Eiffler), Amann (69. Secka), Hiller.

Mosbach: Gomez, A. Artun, Öztürk, Türkyilmaz (64. Sen), Saljic (79. Aydin) Pasalic (87. Karaman), Bakacak, Springer, H. Artun, Üzümcü, Celsiak (91. Altinyaldiz).

Tore: 0:1 Eigentor (21.). - Schiedsrichter: Fabian Hilz (Kirchfeld). – Zuschauer: 150.

In der 20. Minute wollte Hiller den Ball aus der Gefahrenzone schlagen, traf aber hierbei seinen Mitspieler und der Ball trudelte ins Tor. In der 68. Minute hatte Kielmann Pech, dass er aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig kontrollieren konnte. In der Nachspielzeit touchierte noch ein Bachmann-Freistoß die Latte, sodass es beim 1:0-Gästesieg blieb.