Fußball

Kreisliga A3 Hohenlohe SGM Löffelstelzen/ Bad Mergentheim Gast bei der abstiegsbedrohten Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern

Taubertal-SGM will Weikersheim ein Bein stellen

Nach zwei Niederlagen in Folge erstickte Titelanwärter SGM Weikersheim/Schäftersheim leise aufkommende Zweifel mit einem eindrucksvollen 5:0-Sieg gegen den SC Wiesenbach im Keim und profitierte zugleich von den Ausrutschern seiner schärfsten Verfolger SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim und FC Phönix Nagelsberg. Letzterer verlor 0:1 beim TV Niederstetten, so dass sich die SGM Taubertal/Röttingen mit ihrem 3:1- Erfolg in Löffelstelzen Rang zwei zurückerobern konnte. Das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel um den Relegationsplatz könnte am Wochenende weitergehen: Sollten die Unterfranken (45 Punkte) das Gipfeltreffen in Röttingen mit dem Spitzenreiter nicht für sich entscheiden können, stehen gleich mehrere Kandidaten für den zweiten Platz bereit. Erster Bewerber ist die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim (44), die die Derbyaufgabe beim Tabellenvorletzten in Apfelbach lösen muss. Falls dies der Höfer-Truppe nicht gelingt, könnten die Teams aus Nagelsberg und Creglingen (je 43) Nutznießer sein. Der Aufsteiger erwartet die DJK Bieringen zum Künzelsauer Altkreisduell, der FCC, der nach seinem 2:1-Auswärtssieg beim abstiegsbedrohten FC Igersheim wieder voll im Rennen um die Relegationsteilnahme ist, muss sich mit dem unberechenbaren FSV Hollenbach II auseinandersetzen. Ebenfalls in den Altkreis Crailsheim muss der TV Niederstetten reisen. Für die Vorbachtäler, die sich mit dem überraschenden Dreier gegen Nagelsberg Luft im Abstiegskampf verschafften, hängen die Trauben im Landwehrstadion in Gammesfeld hoch. Nicht minder schwierig ist die Auswärtsaufgabe des Drittletzten FC Igersheim, der beim SC Amrichshausen mit dem Rücken zur Wand kämpft. Spielfrei ist Schlusslicht TSV Dörzbach/Klepsau.

SGM Taubertal/Röttingen – SGM Weikersheim/Schäftersheim (Vorrunde 3:0): Die SGM Weikersheim/Schäftersheim befindet sich auf Abschiedstour in Richtung Bezirksliga: Nach den günstigen Ergebnissen des letzten Wochenendes braucht der Spitzenreiter aus den verbleibenden fünf Spielen rein rechnerisch nur noch sechs Punkte. Nach einer bärenstarken Vorrunde mit makelloser Auswärtsbilanz konnte man sich nach der Winterpause einige schwächere Spiele erlauben, ohne den Direktaufstieg ernsthaft zu gefährden. Dies lag auch an der fehlenden Konstanz der Verfolger, die sich seit Wochen ein Schneckenrennen um Platz zwei liefern. Zu diesen launischen Teams gehört auch die SGM Taubertal/Röttingen, die nach ihrem 3:1-Sieg im Sechs-Punkte-Kampf in Löffelstelzen wieder Tabellenzweiter ist. Die Unterfranken dürfen allerdings nicht nachlassen und brauchen auch im Spitzenspiel einen Dreier, da ihre Konkurrenten alle noch ein Spiel in der Hinterhand haben. Die Statistik spricht für die Hausherren: Sie haben, seit es die beiden Spielgemeinschaften gibt, vier von fünf Begegnungen um A3- Punkte für sich entschieden.

Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern – SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim (Vorrunde 1:1): Die SGM Löffelstelzen hat es zum zweiten Mal hintereinander versäumt, einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Aufstiegsrelegation in die Schranken zu weisen: Nach dem 0:2 im Derby gegen den SV Edelfingen verlor man auch das Heimspiel gegen die SGM Taubertal/Röttingen. Nun geht es zur Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern, die beim FSV Hollenbach II auf verlorenem Posten stand und mit 7:1 abserviert wurde. Da auch der FC Igersheim verlor, beträgt der Rückstand des Vorletzten auf seinen Nachbarn aber nach wie vor einen einzigen Punkt. Die SGM ist natürlich Favorit im Derby beim Tabellenvorletzten, der mit Unterstützung seiner Zuschauer seine spielerische Unterlegenheit durch engagierten Kampf kompensieren will. Auf dem kleinen Platz in Apfelbach tat sich die SGM bislang stets schwer: Drei Unentschieden und eine Niederlage weist die Bilanz seit 2014 aus.

FC Phönix Nagelsberg– DJK Bieringen (Vorrunde 3:1): Nach der 0:1-Niederlage beim TV Niederstetten ist der FC Phönix Nagelsberg vom dritten Auf den vierten Rang abgerutscht, hat aber nach wie vor sehr gute Perspektiven für die Aufstiegsrelegation. Um weiter ganz eng dranzubleiben, muss der Neuling auch im Künzelsauer Altkreisderby seine enorme Heimstärke unter Beweis stellen. Von bislang zehn Partien vor eigenem Publikum gewann der FC acht und verlor nur eine einzige. Die DJK Bieringen, die zuletzt zuhause gegen Amrichshausen nur 3:3 spielte, muss sich bei vier Zählern Abstand zum Vorletzten weiter nach unten orientieren, hat sich aber seit der Winterpause deutlich gesteigert.

FC Creglingen – FSV Hollenbach II (Vorrunde 3:1): Beide Teams gehörten mit je sechs Punkten zu den großen Gewinnern der letzten beiden Spieltage. Der FCC meldete sich zurück ins Rennen um den Relegationsplatz, die Zweite des Verbandsligisten verschaffte sich ein dickes Polster zur Abstiegszone und hat als Tabellenneunter mit neun Zählern Vorsprung auf den Drittletzten FC Igersheim den Klassenerhalt praktisch gesichert. Die Platzherren dürfen jedoch auf keinen Fall davon ausgehen, dass es der FSV nun ruhig ausklingen lässt – wie zum Ende der letzten Saison als er sich in Creglingen mit 0:8 blamierte. Im Gegenteil- die Gäste wollen am Sonntag an der Tauber etwas gut machen.

SC Wiesenbach – SV Edelfingen (Vorrunde 1:3): Obwohl der SV Edelfingen am letzten Sonntag in der Zuschauerrolle war, hätte der 25. Spieltag nicht besser für die Grün-Weißen laufen können: Alle Konkurrenten im Kampf um Platz zwei blieben in Reichweite für den Neuling, der, mit einem Spiel weniger, nur drei Zähler Rückstand zum Tabellenzweiten SGM Taubertal/Röttingen aufweist. Nun müssen die Edelfinger beim SC Wiesenbach antreten und dürfen ihren Gastgeber auf keinem Fall an der Leistung messen, die er am Sonntag beim 0:5 in Schäftersheim bot. Der Tabellensiebte verlor zwar sein letztes Heimspiel gegen die SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim knapp mit 1:2, hat aber zuvor sieben Siege in Folge vor eigenem Publikum vermeldet.

Spvgg. Gammesfeld – TV Niederstetten (Vorrunde 2:0): Der 1:0-Heimsieg gegen die starken Nagelsberger war ein richtiger Befreiungsschlag für den TV Niederstetten, der nun sechs Zähler mehr als die Spvgg. Apfelbach/Herrenzimmern und fünf mehr als der FC Igersheim auf dem Konto und sich damit gewaltig Luft im Abstiegskampf verschafft hat. Nach der Trennung von Trainer Klaus-Dieter Kraft wird der TVN nun wieder von Jürgen Esslinger gecoacht, der dieses Amt bei seinem Heimatverein früher schon viele Jahre ausübte, ehe er sich dann erfolgreich in der Jugendarbeit engagierte. Am Sonntag stehen die Vorbachtäler vor einer hohen Hürde bei der Spvgg. Gammesfeld, die sich nach ganz schwachem Rundenstart gewaltig steigerte, in der Rückrunde bislang nur zwei Spiele verlor und jenseits von Gut und Böse den achten Platz belegt.

SC Amrichshausen – FC Igersheim (Vorrunde 1:4): Auch der SC Amrichshausen wurde seit der Winterpause nur zweimal bezwungen. Da der Künzelsauer Teilortclub im Gegensatz zur Hinrunde auch auswärts punktete und nun insgesamt schon vier Spiele ohne Niederlage ist, hat sich der SCA aus dem Keller heraus auf Rang 10 hochgearbeitet.

Im Gegensatz zu seinem Gast aus Igersheim, der zuletzt viermal in Folge völlig leer ausging und fünf Zähler hinter den Platzherren den drittletzten Rang belegt, reicht dem SC am Sonntag schon ein Remis, um auf Sicherheitsabstand zu bleiben. Der FC Igersheim war zuletzt vor eigenem Publikum gegen den FC Creglingen deutlicher unterlegen, als es das knappe 1:2-Endergebnis vermuten lässt und muss sich jetzt aber schon gewaltig steigern, um seinen Abwärtstrend in Amrichshausen auch zu stoppen.