Fußball

Kreisklasse A Tauberbischofsheim Nachbarschaftsduell zwischen Türkspor und Eichel / Spannung zwischen Pülfringen und Grünsfeld II

Team der Stunde gegen Titelfavoriten

Archivartikel

Obwohl der 1. FC Umpfertal II gegen den favorisierten Absteiger aus Distelhausen einen Punkt ergattert hat, sitzt der Frust ob des späten Ausgleichstores doch ziemlich tief. Trotzdem gilt es jetzt, nach vorne zu blicken und auf den gezeigten guten Leistungen aufzubauen. Gegen die ebenfalls auf der Stelle tretende SpG Dittwar/Heckfeld könnte nach den derzeitigen Eindrücken ein „Dreier“ durchaus möglich sein. Da beide Teams unbedingt punkten müssen, wäre auch ein Unentschieden keine Überraschung.

Dass auch beim Titelfavoriten SV Pülfringen die Bäume nicht in den Himmel wachsen, mussten die Gastgeber am vergangenen Spieltag schmerzlich erfahren. So setzte es gegen die nicht so stark eingeschätzte SpG Rauenberg/Boxtal eine überraschende Niederlage. Nun geht es gegen die Mannschaft der Stunde, den FC Grünsfeld II. Mit ihrem dritten Sieg in Folge, und das gegen einen der Aufstiegskandidaten, hat sich die Grünsfelder Landesliga-Reserve als einer der Verfolger des aktuellen Tabellenführers SpG Wittighausen/Zimmern vorne festgesetzt. Beide Teams sind punktgleich, wobei die Gastgeber den besseren Sturm, die Gäste die bessere Abwehr besitzen. Eigentlich spricht alles für ein Unentschieden.

Der SV Distelhausen ist bislang klar hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben. Optimistisch stimmen die Schlussminuten des letzten Spieltages, als man Moral zeigte und den zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand in der Nachspielzeit noch egalisierte. Dies dürfte grundsätzlich die Hoffnung nähren, auch gegen den kommenden Gegner, die SpG Rauenberg/Boxtal punkten zu können. Die Gäste wiederum könnten dank ihres überraschenden Sieges gegen einen Aufstiegskandidaten Mut geschöpft haben, auch die schwere Aufgabe in Distelhausen mit Selbstbewusstsein anzugehen.

Die Kickers DHK Wertheim II sind mittlerweile auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Dass diese Saison schwer würde, war den Verantwortlichen klar. Hoffnung auf Besserung gibt die knappe Niederlage am vergangenen Spieltag, als man erst in der Schlussphase die Segel streichen musste. Ob gegen den mit bisher drei Siegen im gesicherten Mittelfeld plazierten TSV Assamstadt II ein Befreiungsschlag gelingen kann, ist eher unwahrscheinlich. Zumindest ein Punkt muss aber das erklärte Ziel der Hausherren sein.

Mit einem fulminanten Sieg hat sich die SpG Wittighausen/Zimmern an die Tabellenspitze katapultiert, und zwar nicht gegen irgendwen, sondern gegen die ebenfalls als Aufstiegsfavorit gehandelte SpG Welzbachtal. Dass die Gastgeber gegen die am vergangenen Wochenende gleichermaßen siegreiche SpG Windischbuch/Schwabhausen II in der Erfolgsspur bleiben wollen, dürfte außer Frage stehen. Die Gäste können dies nur verhindern, wenn sie einen Sahnetag erwischen. Für sie gilt zu aller erst, die Torfabrik der Hausherren zu stoppen.

Wie sich bereits in den letzten Spielen der Vor-Saison angedeutet hatte, kommt die SpG Tauberbischofsheim II/Hochhausen immer besser in Fahrt und richtet den Blick mittlerweile ganz nach oben. Betrachtet man das vergangene Heimspiel des kommenden Gegners als Gradmesser, dürften die Zeichen klar auf Sieg stehen. Dies will die anreisende SpG Welzbachtal mit aller Macht versuchen zu verhindern. Deren Verantwortlichen ist mittlerweile bewusst geworden, dass die bisher eingefahrenen Siege nicht gegen die Topmannschaften der Liga gelungen sind, was die Gewissheit schürt, dass man sich dieses Jahr bestenfalls im gesicherten Mittelfeld wiederfinden wird.

Ein bisschen überraschend kam die erste Niederlage für die bisher überzeugende Türkgücü Wertheim dann doch. Hatte man bisher mit seiner Offensivkraft jeden Gegner dominiert, ging man in Grünsfeld zum ersten Mal leer aus. Erfolgstrainer Angelo Cali wird hieraus sicherlich die richtigen Schlüsse gezogen haben und seine Mannschaft wieder hochmotiviert in die nächste Partie schicken. Dass jetzt gerade der Lokalrivale FC Eichel anreist, macht die Sache umso interessanter. Betrachtet man die Spielstärke beider Mannschaften müsste für die Platzherren der „Dreier“ drin sein.