Fußball

Fußball Hoffenheim leistet dem alten und neuen Deutschen Meister heftige Gegenwehr

Trotz starker TSG: „Wölfinnen“ am Ziel

Archivartikel

TSG 1899 Hoffenheim – VfL Wolfsburg 0:1

Tor: 0:1 (42.) Pia-Sophie Wolter.

Zuschauer: 830.

Trotz starker Leistung unterlagen die Bundesliga-Frauen der TSG 1899 Hoffenheim dem VfL Wolfsburg im letzten Heimspiel der Saison mit 0:1. Das Team von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann spielte gegen den Pokalsieger zwar über die volle Distanz gut mit, konnte den Wölfinnen die vorzeitige Meisterfeier jedoch nicht versauen. Pia-Sophie Wolter erzielte das Tor des Tages (42.).

Spielerinnen verabschiedet

Im letzten Heimspiel der Saison 2018/19 wartete auf die TSG im Dietmar-Hopp-Stadion noch ein besonderes Highlight. Mit dem VfL Wolfsburg reiste der frisch gekürte Pokalsieger und Tabellenführer der Allianz Frauen-Bundesliga in den Kraichgau. Bevor die Hoffenheimerinnen sich mit dem amtierenden Deutschen Meister duellieren durften, standen zunächst drei Verabschiedungen an. Neben Friederike Abt, für die es am 21. Spieltag gleichzeitig gegen ihren zukünftigen Arbeitgeber ging, werden auch Dóra Zeller und Annika Eberhardt die TSG im Sommer verlassen. Zeller stand verletzungsbedingt im letzten Spiel vor TSG-Kulisse nicht im Kader, Eberhardt nahm auf der Auswechselbank Platz. Abt stand hingegen in der Startelf, sie ersetzte Janina Leitzig, die in Duisburg zwischen den Pfosten gestanden hatte.

Der Wechsel auf der Torhüterinnen-Position war einer von insgesamt drei personellen Änderungen im Vergleich zur Partie bei den „Zebras“. Da die TSG auch taktisch umstellte und statt im 4-1-4-1 auf ein 3-4-3 setzte, rückten mit Luana Bühler und Laura Wienroither zwei weitere Innenverteidigerinnen in die Anfangsformation. Johanna Kaiser und Anne Fühner mussten weichen. Die Umstellung schien zu fruchten, denn von Beginn an ging der Plan der Hoffenheimerinnen voll auf. Mutig liefen Nicole Billa und Tabea Waßmuth die Defensive der Gäste an, die so nur selten ihr schnelles und sicheres Kombinationsspiel aufziehen konnten.

Wolfsburg mit besseren Chancen

Dennoch besaß der Pokalsieger die besseren der insgesamt wenigen Chancen im ersten Durchgang. Und eiskalt schlugen die Wölfinnen dann auch kurz vor der Halbzeit zu. Der erste richtig gute Angriff des VfL führte zum 1:0 durch Pia-Sophie Wolter (42.). Nur eine Minute später vergab Pernille Harder die große Chance zum 2:0.

Die knappe Führung ging zur Halbzeit in Ordnung, wenngleich sich die TSG gegen den Favoriten überraschend viel Ballbesitz erarbeitete, so dass sich Wolfsburg zeitweise auf sein schnelles Umschaltspiel verlassen musste.

Ein ähnlich spannendes Spiel sahen die 830 Zuschauer auch im zweiten Durchgang. Die TSG ging bissig in die Zweikämpfe und ließ die Gäste nur allzu selten bis in die eigene Gefahrenzone vordringen. Nach vorne spielte die Ehrmann-Elf zwar mutig, die Abschlüsse blieben jedoch zu harmlos. So ergaben sich weiterhin nur wenige hochkarätige Chancen auf beiden Seiten.

Berühmtes Quäntchen Glück fehlt

Mit zunehmender Spielzeit verlagerte die TSG ihren Fokus immer mehr ins eigene Offensivspiel, den Wölfinnen taten sich mehr und mehr Räume auf, die Konter blieben jedoch erfolglos. Bis zum Schluss fehlte den Hoffenheimerinnen das Quäntchen Glück, aus einer der zahlreichen Halb-Chancen einen Treffer zu erzielen, sodass es am Ende beim knappen Sieg für den VfL Wolfsburg blieb. Das bedeutete die dritte Deutsche Meisterschaft in Folge. pk