Fußball

Fußball Nach dem Pokalsieg konzentriert sich der TSV Rosenberg auf die Kreisliga-Meisterschaft / Ronny Zimmermann fand es „geil“

Überstunden für die Feierlichkeiten

TSV Rosenberg – TSV Buchen 3:1

Rosenberg: Krauth, Meier, Löw, Pasour, Rechner (74. Volk), Breitinger, Haas (82. Albrecht), Bujak (68. Brunn), Lutz, Schweizer, Wild.

Buchen: Hilbert, Hein (85. Chlaus), Berberich, Gruslak, Schwing, Jakob, Kohlmann, König, Hinner (64. Kaya), Veli, Großkinsky.

Tore: 1:0 (4.) Pasour, 2:0 (11.) Rechner, 3:0 (71.) Rechner, 3:1 n. E. (71.) König. – Schiedsrichter: Richard Gerstlauer (Mosbach). – Zuschauer: 500.

„Wenn du aufsteigen willst, dann musst du genau da Tore machen, wenn niemand damit rechnet.“ Das war die Einschätzung von Buchens Trainer Oliver Neeb nach dem verlorenen Kreispokal-Finale gegen den TSV Rosenberg (wir berichteten). Die Rosenberger führten schon nach elf Minuten mit 2:0, danach kam Buchen besser ins Spiel. Und der TSV Rosenberg machte dann das 3:0 – just zu dem Zeitpunkt, an dem gerade niemand damit rechnete. Neeb weiter: „Die Kaltschnäuzigkeit, die Rosenberg gezeigt hat, können wir aktuell einfach nicht bieten. Der Sieg war absolut verdient, sie spielen aktuell eine super Runde.“

Nicht hundertprozentig zufrieden

Christoph Meier, Trainer des TSV Rosenberg, ist nicht hundertprozentig zufrieden mit der Leistung seiner Elf: „Es war nicht unser bestes Spiel. Die ersten 20 Minuten waren gut, dann wurde es sehr zerfahren. Wenn wir früh in Führung gehen, spielt uns das eigentlich nicht in die Karten, dann fangen wir an, schlecht zu spielen und werden unkonzentriert. Ich hätte mir mehr gewünscht, dass wir es so weiter spielen, wie in zu Beginn.“ Am Ende zählt jedoch das Ergebnis – gerade in Pokalspielen, und das ist mit 3:1 für den TSV Rosenberg doch deutlich.

Unter die zahlreichen Zuschauer mischte sich auch Ronny Zimmermann, Vorsitzender des Badischen Fußballverbandes und DFB-Vizepräsident. „Zum Leidwesen meiner Frau schaue ich unheimlich gerne Fußball, doch besonders solche Spiele, in denen es um etwas geht. Ein Pokalfinale oder ein Relegationsspiel. Man merkt den Mannschaften an, dass es ernst wird. Das ist immer richtig geil“, sagte der Verbandsboss.

„Klasse Spiel“

Zwar war das Pokalfinale nicht ganz so spannend, wie teilweise in den Jahren zuvor, dennoch war es „fußballerisch ein klasse Spiel“, empfand Zimmermann. Nach dem 2:0 für den TSV Rosenberg hatte der BfV-Vorsitzende kurz Angst, dass das Spiel nun total einseitig werde. „Buchen hat sich dann aber wieder gut gefangen, und wenn vor der Halbzeit noch der Anschlusstreffer gefallen wäre, hätte das Spiel vielleicht noch einen anderen Lauf genommen.“

TSV-Trainer Neeb ist in dieser Hinsicht auch zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können. Doch das Finale hat gezeigt, wo in dieser Saison unsere Probleme liegen. Wir werden nächster Jahr aber wieder angreifen.“

Den Frust haben die Buchener am Mittwoch wahrscheinlich gemeinsam mit den Rosenbergern im Sportheim des TSV Götzingen „weggefeiert“. Neeb: „Wir müssen denen schließlich zeigen, wie man feiert!“

In Rosenberg hatte man schon einmal vorgesorgt: Einige TSV-Protagonisten wollten Überstunden abbauen, „falls die Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden andauern“. Zu sehr übertreiben darf es der TSV jedoch nicht, denn am Sonntag möchte man gegen Hettingen einen weiteren großen Schritt Richtung Meisterschaft machen.

In der kommenden Woche sollten dann aber vielleicht wieder ein paar Überstunden aufgebaut werden, denn am 26. Mai kann der TSV Rosenberg den Sack endgültig zu machen, aus eigener Kraft – und dann wäre ein freier Montag nicht ganz unpassend...