Fußball

3. Liga Erfurts Präsident Rolf Rombach ist zurückgetreten / Weiter unruhige Zeiten bei Rot-Weiß

"Vereinsinteressen gewollt mit Füßen getreten"

Fußball-Drittligist FC Rot-Weiß Erfurt kommt einfach nicht zur Ruhe. Am Freitagnachmittag trat überraschend Vereinspräsident Rolf Rombach mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück.

Grund dafür sind, nach eigener Aussage, die anhaltenden unüberbrückbaren Differenzen zu handelnden Personen in den Führungsgremien.

Konkret benannte der 64-Jährige dabei Aufsichtsratschef Dr. Peter Kästner und Vizepräsident Frank Nowag: "Diesen Personen geht es nur um Profilierungssucht. Sie wollten die Macht übernehmen und haben in dieser Woche bewusst falsche Zahlen zum Schuldenstand und einer möglichen Rückholaktion von Trainer Stefan Krämer kolportiert. Die Vereinsinteressen werden dabei vorsätzlich und gewollt mit Füßen getreten."

Zudem widersprach Erfurts Steuerberater Ralf Krings Äußerungen von Frank Nowag, wonach die Thüringer mit mindestens 6,5 Millionen Euro verschuldet seien: "Auf der Passivseite hat der Verein 6,2 Millionen Schulden, auf der Aktivseite ein Vermögen von 700.000 Euro. Das macht eine Überschuldung von 5,5 Millionen Euro, wie im Jahresabschluss zum 30. Juni 2017 angegeben."

Somit bleibt abzuwarten, ob das Kapitel Rolf Rombach nach zwölf Jahren als RWE-Präsident nun wirklich beendet ist. Dieser betont abschließend: "Der Verlierer in dieser ganzen Geschichte ist eindeutig der FC Rot-Weiß Erfurt. Denn bei mir standen die Interessen des Vereins immer an erster Stelle." pati