Fußball

Fußball Finanzielle Sorgen beim Würzburger FV

Verhältnisse haben sich verschoben

Archivartikel

Lange sah es so aus, als könnte der Würzburger FV sein angestrebtes Projekt „Wir für Vier“ in die Tat umsetzen. Doch nun scheint der Traum, innerhalb von vier Jahren in die Regionalliga Bayern aufzusteigen, erst einmal auf Eis gelegt worden zu sein. Denn den WFV plagen erneut finanzielle Sorgen. Dies bestätigten die Blauen auf ihrer Internetseite. Dort wurde in einer knappen Mitteilung als erste Maßnahme eine Erhöhung der Eintrittspreise mitgeteilt: „Aufgrund der angespannten finanziellen Situation sieht sich der Verein gezwungen, nach vielen Jahren ohne Veränderung der Eintrittspreise, diese nun zu erhöhen. Ab sofort gelten zehn Euro als Eintrittspreis und für Ermäßigteacht Euro. Wir sind uns sicher, dass unser treues Publikum Verständnis dafür haben wird.“

Obendrein hat der Würzburger FV auch mit einem Einbruch bei den Sponsoreneinnahmen zu kämpfen. So kommen aktuell nur noch rund 80 000 bis 85 000 Euro beim Bayernligisten an. Im Jahr 2011 waren es noch rund 200 000 Euro. Allerdings spielte damals auch noch der Stadtrivale FC Würzburger Kickers in der Landesliga. Nun allerdings haben sich die sportlichen Kräfteverhältnisse in Würzburg deutlich verschoben. Denn immer mehr Sponsoren scheinen ihr Geld lieber zur Förderung des Profifußballs am Dallenberg einzusetzen. Aus Marketinggründen ist dieser Schritt auch nachvollziehbar. Obendrein wird Cheftrainer Marc Reitmaier die Zellerauer verlassen. Der 35-Jährige, der als Nebentätigkeit unter anderem als Scout für die Nachwuchsabteilung des Bundesligisten TSG Hoffenheim arbeitet, möchte als nächsten Schritt die Ausbildung zum Fußballlehrer angehen. (wir berichteten). pati