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Fußball Der Sieger des Relegationsspiels zwischen dem SV Neunkirchen und dem FC Schloßau spielt in der kommenden Saison in der Landesliga Odenwald

Viele Gleichheiten lassen ein enges Spiel erwarten

In beiden Lagern regiert die Zuversicht: „Wenn die Einstellung so stimmt, wie in der zweiten Halbzeit gegen Reicholzheim, dann kann fast kommen, wer will“, sagt Christian Schäfer, Trainer des (Noch)-Kreisligisten FC Schloßau, vor dem entscheidenden Relegationsspiel um den letzten freien Platz in der Fußball-Landesliga Odenwald am Samstag um 17 Uhr in Reichenbuch. Gegner ist der (Noch)-Landesligist SV Neunkirchen, und dessen Trainer Antonio Iannello sagt: „Wir sind guter Dinge. Wir haben eine Mannschaft, die in die Landesliga gehört.“

Beiderlei Zuversicht ist begründet: Der FC Schloßau hat eine prima Runde gespielt und 124 Tore geschossen. Der SV Neunkirchen war abgeschlagen Letzter der Landesliga-Tabelle und hat mit einem furiosen Endspurt von den letzten acht Saisonspielen nur eines verloren – gegen Meister Gommersdorf. Dazu haben beide Mannschaften die erste Relegations-Hürde mit je einem 3:1-Sieg genommen (wir berichteten).

Und wenn schon der Optimismus in beiden Lagern gleich groß ist, dann verhält es sich in Sachen Respekt vor dem Gegner genauso: „Schloßau schätze ich stärker als Robern ein“, sagt Antonio Iannello. „Neunkirchen hat die ganze Zeit Landesliga gespielt. Das ist dann schon noch mal ein anderes Niveau.“ Trotzdem möchte keiner wegen der Stärken des Gegners seine eigene Herangehensweise ändern. „Wir wollen schon darauf achten, aber vor allem selbst aktiv sein“, fordert Neunkirchens Trainer, und der FC-Coach meint: „Ich halte nichts davon, die Spielweise anzupassen oder sogar deshalb umzustellen.“

Zwei dicke Fragezeichen

Mit Umstellungen kennt sich Schäfer aus – allerdings gezwungener Maßen. Im ersten Relegationsspiel gegen Reicholzheim/Dörlesberg musste er während der ersten 25 Minuten schon zweimal verletzungsbedingt auswechseln. Für die angeschlagen vom Feld gegangenen Daniel Link und Lukas Brech werde es für das morgige Spiel eng, so Schäfer. Allerdings zeigten diese Wechsel auch die Stärke der Schloßauer: „Wir hatten keinen Qualitätsabfall.“ Im Gegenteil, je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurde der FC. Dieses Thema greift Iannello auch auf: „Wir haben alle Mann an Bord, das hatten wir fast die gesamt Runde nicht. Wenn wir jetzt wechseln, kommt noch Qualität von der Bank.“

Iannello wird den SV Neunkirchen gen Lobbach verlassen. „Ich will mich mit dem Klassenerhalt verabschieden. Die Leute hier vom SVN sind mir sehr ans Herz gewachsen.“ Bleiben wird dagegen Christian Schäfer. Er wird das Team in der Landesliga, aber auch im Falle des Nicht-Aufstiegs weiter sportlich anleiten. „Die Mannschaft bleibt gleich, egal ob wir Landesliga oder Kreisliga spielen.“ Antonio Iannello meint sogar, dass der FC aktuell eher stärker sei als vor gut einem Jahr, als er aus der Landesliga abstieg.

Wenn man all diese Informationen und das Gesehene der ersten Relegationsrunde gegenüberstellt, so muss man kein ausgewiesener Fußball-Experte sein, um vor dem „Finale“ zu prognostizieren: Das wird eine ganz enge Kiste…