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Fußball Der VfL Eberstadt holt sich den „Kreis-Cup“ mit 7:6

Viele Kämpfer und ein Pokalheld

Archivartikel

TSV Mudau - VfL Eberstadt 7:6 n. E (2:2)

Mudau: Flad, L. Püchner, Hilbert, Dambach, Haber, Hoffmann, Mai, Bauer, Geier, Hönig (63. Hauk), Münster.

Eberstadt: Hauck, Brunner, T. Burkhardt, Schiemer, Brunn (40. Neureuther), Krämer, D. Burkhardt (80. M. Ondrusch, 120. J. Frey)), Albrecht (72. Schubert), Vasko, P. Frey, Häfner.

Tore: 0:1 (32.) Vasko, 1:1 (56.) Geier, 2:1 (63.) Dambach, 2:2 (83.) Vasko. – Elfmeterschießen: 2:3 P. Frey, Hauck hält gegen Dambach, 2:4 Neureuther, 2:3 Hauk, 3:5 J. Frey, 4:5 Geier, 4:6 Vasko, 5:6 Hilbert, Flad hält gegen Häfner, 6:6 Bauer, 6:7 D. Brunner, Hauck hält gegen Hoffmann. – Schiedsrichter: Björn Schumann (Künzelsau). – Zuschauer: 559 (zahlende).

„Das war Werbung für den Amateurfußball.“ Ronny Zimmermann, der Präsident des Badischen Fußball-Verbandes war angetan von dem Pokalfinale im Fußballkreis Buchen am Mittwoch in Laudenberg. Als es schon dunkel geworden war, reckten die Spieler des VfL Eberstadt unter Flutlicht den „Pott“ in die Höhe. Sie hatten den TSV Mudau mit 7:6 nach Elfmeterschießen bezwungen. Nach 90 und 120 Minuten war es 2:2 gestanden.

Es bewahrheitete sich wieder einmal die Weisheit, dass im Fußball nicht immer zwingend die bessere Mannschaft gewinnen muss. Das sah auch Willi Brandt, der Vorsitzende des VfL so: „Die bessere Mannschaft war Mudau, doch wer seine Chancen nicht macht...“ Das Vereinsoberhaupt sprach diesen Satz nicht zu Ende, vielmehr hob er Schultern und Arme und legte die Handflächen offen. Sollte heißen: Der hat halt Pech gehabt.

Das war so: Mudau hatte insgesamt deutlich mehr Spielanteile und klarste Einschussmöglichkeiten. Doch im Tor stand beim VfL Eberstadt der 47-Jährige Thorsten Hauck, der mit vielen, vielen „Mega-Paraden“ seine Mannschaft im Spiel hielt. Und nicht nur das: Im Elfmeterschießen parierte er zudem zwei Schüsse und avancierte damit zum Pokalhelden unter den vielen VfL-Kämpfern.

Hauck hatte schon dreimal riesig pariert, da ging der VfL überraschend durch Vaskos Einzelaktion im Strafraum in Führung, die auch bis zur Pause Bestand hatte. Als die immer besser in Fahrt kommenden Mudauer dann binnen sieben Minuten durch Geiers 16-Meter-Schuss und Dambachs Abstauber dieses Finale auf 2:1 stellten, dachten die meisten der gut 600 Zuschauer, dass die Odenwälder „das Ding“ nach Hause bringen würden. Doch im Gefühl der Überlegenheit waren Kapitän Hilbert & Co. einmal unaufmerksam, so dass Vasko, herrlich freigespielt, mit seinem zweiten Treffer doch noch das 2:2 erzielte.

Die Verlängerung war lange ausgeglichen. In der Schlussphase waren es wieder die Mudauer, die zwei ganz dicke Möglichkeiten ausließen: Zunächst stibitzte Hauck dem alleine auf ihn zulaufenden Haber den Ball vom Fuß (118.). Eine Minute später klärte zunächst Brunn den Kopfball von Dambach auf der Linie, den Nachschuss lenkte wieder Hauck um den Pfosten.

Das Glück war dann den Eberstadtern auch im Elfmeterschießen hold, so dass der Buchener Kreispokalsieger 2018 VfL Eberstadt heißt – und das wenige Wochen vor der „Fusion“ mit dem TSV Götzingen. Deshalb ist dieser Erfolg wirklich ein historischer!