Fußball

Fußball Sindringen/Ernsbach könnte bereits am Wochenende die Bezirksliga-Krone tragen / Mit einem Sieg gegen TuRa wäre der Direktaufstieg sicher

Vielleicht knallen schon die Korken

Archivartikel

Im Kochertal könnten am Sonntag die Sektkorken knallen – nämlich dann, wenn Spitzenreiter SG Sindringen/Ernsbach (67 Punkte) den TuRa Untermünkheim (26) besiegt und einer außergewöhnlichen Saison die „Fußball-Krone“ aufsetzt: Die SG ist dann Meister und direkter Aufsteiger in die Landesliga. Nur zwei Spiele verlor die SG bisher, darunter war auch der SV Wachbach (51), der nun im Topspiel zuhause gegen den Zweiten Obersontheim (54) doch noch die Möglichkeit hat, nach Punkten gleichzuziehen und das Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz noch einmal spannend macht. Einen ganz wichtigen Sieg holte die SGM Markelsheim/Elpersheim (27), die noch nicht aus dem Schneider ist, aber wieder eine bessere Ausgangslage hat.

SG Sindringen/Ernsbach – TuRa Untermünkheim (Vorrunde 7:1): Alles spricht dafür, dass die SG Sindringen/Ernsbach im Heimspiel gegen Untermünkheim die Saison mit einem Sieg und dem Meistertitel krönt. Gewinnt die SG ist sie durch und spielt nächste Saison in der Landesliga. Denn selbst wenn Obersontheim noch alle fünf ausstehenden Spiele gewinnen würde, käme Obersontheim höchstens noch auf 69 Punkte, die SG mit einem Sieg aber auf 70 Punkte. Auf jeden Fall hat die SG Sindringen/Ernsbach eine außergewöhnliche Saison hingelegt.

TSV Dünsbach – SGM Markelsheim/Elpersheim (Vorrunde 2:1): „Es war ein sehr wichtiger Sieg, und es war auch egal, wie er zustande kam“, so Trainer Marco Reuß. „Wir mussten gewinnen, um weiterhin ein Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Es war mit Sicherheit nicht immer schön, aber darum geht es in den nächsten Spielen nicht mehr.“ Reuß war zufrieden, dass die Mannschaft insgesamt besser verteidigt hat, als in den letzten Wochen und den Sieg über die Zeit gebracht hat. Dünsbach sieht Reuß als gute Mannschaft mit erfahrenen Spielern. „Sie werden uns mit Sicherheit mehr fordern. Hier müssen wir unsere Möglichkeiten effektiver nutzen.“ Der SGM-Coach sieht durchaus die Möglichkeit, in Dünsbach was zu holen. „Das haben wir im Hinspiel gezeigt.“ Die personelle Lage bei der SGM ist weiterhin sehr angespannt, es gibt einige verletze und angeschlagene Spieler. „Leider sind auch Spieler in der entscheidenden Phase der Saison im Urlaub. Das tut uns mit Sicherheit weh, aber da müssen wir durch.“

TSV Braunsbach – TSV Ilshofen II (Vorrunde 0:2): Der Absteiger wird bestrebt sein, die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten. Für Ilshofen II ist dieses Match eine gute Gelegenheit, den Klassenerhalt endgültig abzusichern. Braunsbach hat längst die Schallmauer von über 100 Gegentoren durchbrochen und bisher in der ganzen Saison nur einen Punkt geholt.

VfR Altenmünster – TSV Neuenstein (Vorrunde 3:1): Der VfR Altenmünster (34) bewies letzte Woche in Obersontheim eine tolle Moral und holte einen 0:2-Rückstand gegen den Favoriten auf. Die Punkteteilung tat dem VfR gut, Obersontheim musste dagegen seine minimalen Meisterhoffnungen endgültig begraben. Neuenstein (34) gelang gegen Braunsbach der erwartete Sieg. Beide sind Tabellennachbarn und brauchen noch den einen oder anderen Punkt.

SV Wachbach – TSV Obersontheim (Vorrunde 2:0): Felix Gutsche und Bernd Botsch besorgten die Tore beim 2:0-Hinrundensieg in Obersontheim (54). Dass es nun zum Topspiel um Platz zwei kommt liegt daran, dass Obersontheim in den letzten fünf Spielen dreimal nur unentschieden gespielt hat. Wachbach (51) musste in diesem Zeitraum die völlig unnötige Niederlage in Michelfeld hinnehmen. Wäre diese Partie nicht leichtfertig hergeschenkt worden, hätte der SV nun ein echtes Endspiel um den Relegationsplatz. So aber kann die Kaludra-Elf mit einem Sieg nur nach Punkten gleichzeihen, in der Tordifferenz steht Obersontheim allerdings auch drei Tore besser da. In Mulfingen gewann Wachbach „verdient, da wir im Laufe des Spiels immer dominanter wurden“, sagt Trainer Arben Kaludra. „Trotz bester Platzverhältnisse fand das Spiel auf dem kleineren Kunstrasen statt, auf welchem Mulfingen zu Beginn auch besser zurecht kam.“ Nun steht das Spitzenspiel, das mit Spannung erwartet wird, auf dem Programm. „Wir können nach Punkten ausgleichen, bei einer Niederlage aber auch alle Hoffnungen auf Platz zwei begraben“ so der SV-Coach. Im Mittelfeld werden wohl Kißling, Scheidel und Gerner ausfallen. Kaludra: „Alle Spieler genießen mein vollstes Vertrauen. Ziel muss ein Sieg sein.“ Wenn Obersontheim nicht gewinnt und Sindringen/Ernsbach mindestens einen Punkt holt, ist Sindringen/Ernsbach vorzeitig Meister.

Spfr. Bühlerzell – SV Mulfingen (Vorrunde 2:1): Seit fünf Spielen gab es für die Sportfreunde Bühlerzell (34) keinen Sieg mehr. Viermal teilte man sich die Punkte, eine Partie ging verloren. Dennoch steht Bühlerzell auf Platz vier der Tabelle, nur acht Zähler vom ersten möglichen Direktabstiegsplatz 14 entfernt. Mit 27 Punkten hat der SV Mulfingen dagegen mehr Probleme. Eine gute erste Halbzeit reichte nicht, um gegen Wachbach zu punkten. Da Markelsheim und Untermünkheim gepunktet haben, wird es wieder eng für Mulfingen.

VfL Mainhardt – SGM Niedernhall/Weißbach (Vorrunde 0:1): In den letzten fünf Begegnungen gelang Mainhardt (30) nur ein Sieg. Mit Platz elf und 30 Punkten ist der VfL daher auch noch nicht aus dem Schneider. Der SGM gelang immerhin zweimal ein Dreier, entsprechend hat sie auch drei Zähler mehr auf dem Konto. Die Heimelf kann mit einem Sieg gleichziehen, die Gäste einen größeren Abstand zwischen den Nachbarn herstellen.

TSV Hessental – TSV Michelfeld (Vorrunde 0:7): Nach der Niederlage in Markelsheim schwebt Hessental (21) weiter in höchster Abstiegsgefahr. Mit nur zehn Zählern ist Hessental mit Ausnahme von Braunsbach die schlechteste Rückrundenmannschaft. Die Gäste aus Michelfeld (50) spielen dagegen eine bärenstarke Saison und können mit etwas Glück noch im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz eingreifen. Zuletzt gab es in letzter Sekunde einen knappen Derbysieg gegen Mainhardt.