Fußball

Bezirksliga Hohenlohe Der Kampf um den Aufstieg in die Landesliga ist spannend wie schon seit langem nicht mehr

Vierkampf um den Meister-Titel

Archivartikel

Am letzten Spieltag haben mit dem SSV Gaisbach (65 Punkte), dem SV Wachbach (65), der SG Sindringen-Ernsbach (64) und dem TSV Obersontheim (63) noch vier Mannschaften die Chance, die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Das gab es in der Tat schon lange nicht mehr. Die ersten vier Teams sind nur durch einen Punkt voneinander getrennt – ein spannendes Saisonfinale steht bevor.

Im Tabellenkeller ist dagegen fast alles geklärt, Kirchberg und Taubertal/Röttingen steigen direkt ab. Zwischen Michelfeld und Braunsbach entscheidet sich, wer in die Abstiegsrelegation muss.

SGM Niedernhall/Weißbach – Spfr. Bühlerzell (Vorrunde 1:3): Beide Teams stehen im gesicherten Mittelfeld der Tabelle und können sich zum Saisonausklang ein lockeres Spiel gönnen. Interessant ist, dass beide auf diesen Tabellenplätzen eine negative Tordifferenz vorweisen. Die Heimelf könnte mit einem Sieg an Bühlerzell vorbeiziehen. Vielleicht ist dies ein Anreiz, um noch einmal alles zu geben.

TSV Hessental – VfR Altenmünster (Vorrunde 0:2): Nach den Stresstagen mit zwei Niederlagen im Pokalendspiel und in Wachbach ist man beim TSV Hessental froh, dass die Runde jetzt zu Ende geht. Im letzten Spiel der Saison will man die Fans noch einmal mit einem Sieg für eine eher durchwachsene Saison versöhnen. Auch Altenmünster muss eine eher schlecht gelaufene Saison abhaken.

SV Wachbach – SV Mulfingen (Vorrunde 2:1): Nachdem das Urteil zum Punktabzug rechtskräftig ist (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe ausführlich), haben es die Wachbacher nicht mehr in der eigenen Hand, Meister zu werden. Dies war zwar ohnehin nie das selbst gesteckte Ziel, aber „wenn es sich anbietet, dann nehmen wir das schon mit“, so Trainer Kaludra. Das Wachbacher Trainerteam mit Arben Kaludra und Tobias Botsch ist natürlich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Saison. „Gegen Hessental zeigten wir eine solide Leistung. Wir versäumten es sogar, noch mehr Tore zu erzielen“, so Kaludra. „Mulfingen erwarte ich ähnlich defensiv ausgerichtet wie unsere letzten Gegner. Allerdings zeichnet sie ihre aggressive Spielweise aus, die es jedem Gegner schwer macht, überhaupt Tore zu erzielen. Wir wollen das Derby gewinnen und eine überragende Saison erfolgreich abschließen. Was am Ende dann herausspringt, wird man sehen“. Mit einem Sieg hat Wachbach zumindest den Relegationsplatz sicher. Das erste Entscheidungsspiel würde dann am Mittwoch 13. Juni, um 18 Uhr beim SKV Hochberg (das liegt bei Remseck am Neckar) stattfinden. Der Gegner steht mit NK Croatia Bietigheim (Zweiter der Bezirksliga Enz/Murr) schon fest. Sollte Wachbach dieses Spiel gewinnen, findet das zweite Entscheidungsspiel am 16. Juni in Künzelsau (15.30 Uhr) statt. Der Gegner heißt dann entweder SG Schorndorf (Rems/Murr) oder Türkspor Neckarsulm (Unterland).

SSV Gaisbach – TSV Michelfeld (Vorrunde 3:2): Nur dank der besseren Tordifferenz liegt der SSV Gaisbach auf Platz eins und ist punktgleich mit Wachbach. Alles ist also noch möglich, aber Gaisbach ist natürlich gewillt, sich im letzten Spiel keine Blöße mehr zu geben. Michelfeld hat sich durch zwei Siege zumindest einmal den Relegationsplatz gesichert. Um tatsächlich aufzusteigen, muss Gaisbach die Partie gewinnen. Michelfeld hat in den letzten Spielen Selbstvertrauen getankt und hofft seinerseits auf eine Überraschung. Bei einem Gästeerfolg sowie einer gleichzeitigen Niederlage von Braunsbach wäre sogar noch der direkte Klassenerhalt ohne das „Nachsitzen“ möglich.

TSV Dünsbach – TSV Neuenstein (Vorrunde 1:2): Beide Mannschaften haben in den letzten Partien stark aufgespielt und sich gegen Spitzenteams gut behauptet. So verlor Dünsbach nur knapp in Untermünkheim und Neuenstein bot dem Tabellenführer aus Gaisbach lange Paroli. Am Ende verlor man ebenfalls nur knapp. Dünsbach kann diese Saison unter „sehr gut gelaufen“ abhaken und auch Neuenstein darf letztendlich zufrieden sein.

TSG Kirchberg/Jagst – TuRa Untermünkheim (Vorrunde 0:2): Schon lange steht die TSG Kirchberg/Jagst als Absteiger fest und muss nach nur einem Jahr die Liga wieder verlassen. Mit einer guten Leistung will man sich vor eigenem Publikum verabschieden. Untermünkheim hat sich nach dem Abstieg relativ schnell konsolidiert und will in der neuen Saison wieder vorne anzugreifen.

TSV Braunsbach – TSV Obersontheim (Vorrunde 1:4): Noch ein Sieg und Braunsbach wäre gerettet. Doch der Gegner heißt Obersontheim und hat noch theoretische Chancen auf den Titel. Die Gäste werden also volle Pulle aufspielen. Vielleicht ist genau das die große Chance für Braunsbach, mit gefährlichen Kontern das Match für sich zu entscheiden.

SGM Taubertal/Röttingen – SG Sindringen-Ernsbach (Vorrunde 1:2): Auch für die SGM Taubertal/Röttingen ist nach einem Jahr wieder Schluss in der Bezirksliga und es geht zurück in die Kreisliga A3. Dabei hat die Leistung oft gestimmt, aber viel Pech und die nötige Entschlossenheit haben zu oft gefehlt. Insgesamt war vielmehr möglich. „Schade, fünf Sekunden trennten uns von einem Endspiel“, sagt Trainer Joe Strauß-Brix nach dem „Last-Minute-Ausgleich“ in Bühlerzell (90.+5). „Der Abstieg war unnötig wie ein Kropf“, so der SGM - Coach weiter. Mit Sindringen-Ernsbach kommt nun der offensiv stärkste Gegner. „Sie werden noch einmal Vollgas geben“, sagt Strauß-Brix, „und hoffen natürlich auf Ausrutscher von Gaisbach und Wachbach. Mit Christian Baier haben sie zudem einen Top-Torjäger. Theoretisch ist noch alles für die SG drin“.