Fußball

Verbandsliga Nordbaden Wieder Heimspiel für den FV Lauda

Von dem einstigen Respekt ist nur wenig geblieben

Archivartikel

Zu seinem zweiten Heimspiel in Folge empfängt der FV Lauda am Samstag um 15.30 Uhr im Tauberstadion den ATSV Mutschelbach. Fünf Tage vor dem jüngsten 0:6-Heimdebakel der Laudaer gegen den FC Olympia Kirrlach verlor Kirrlach im heimischen Stadion mit 0:3-Toren gegen den ATSV Mutschelbach. Es reist also ein echtes Verbandsliga-Schwergewicht an.

Das ist mit Sicherheit kein gutes Omen für den FV, zumal das Hinspiel Ende Oktober mit 1:6 verloren ging. Zweifellos ist der ATSV Mutschelbach als aussichtsreicher Tabellenvierter noch spielstärker als die Kirrlacher einzuschätzen. Nur vier Punkte fehlen bis zum Relegationsplatz zwei.

Alter Bekannter im Gäste-Kader

Die Gäste kommen mit Philipp Engert, der bis 2015 für den FV Lauda kickte, danach sich dem späteren Verbandsliga-Absteiger ASV Durlach anschloss und dann nach Mutschelbach wechselte. Die „Waldenser“ wollen als bester Aufsteiger weiter oben dranbleiben. Der Verein aus der Gemeinde Karlsbad spielte in der Saison 2012/2013 noch in der Kreisklasse A, zwei Jahre später folgte die Landesliga Mittelbaden. 2018 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga.

Dank tatkräftiger finanzieller Förderung konnte sich der ATSV namhaft verstärken und hat nunmehr zwei Spieler mit Regionalliga-, sieben Akteure mit Oberliga- und fünf Spieler mit Verbandsliga-Erfahrung in seinen Reihen.

Abstieg ist besiegelt

Für den FV Lauda, der sich am Mittwochabend nach gutem Start fast widerstandslos seinem Schicksal ergeben hat, kann es drei Tage später nur um Schadensbegrenzung gehen, denn die Runde ist gelaufen; der Abstieg ist besiegelt. Schon zu früheren Oberliga-Zeiten war es ein probates Mittel, mit konsequenter, wenn auch unattraktiver Spielweise, das Hauptaugenmerk auf die Defensive zu lenken. So gelangen gegen wesentlich stärkere Mannschaften Achtungserfolge, die den Eisenbahnstädtern viel Respekt verschafften.

Von diesem Respekt ist nur wenig geblieben, wenn etwa am Mittwoch ein Kirrlacher Verteidiger beim Stande von 0:0 seinen Mitspielern, die nach ersten Lücken in der FV-Abwehr suchten, selbstsicher und laut zuruft: „Ruhe bewahren, wir haben noch Zeit.“