Fußball

Kurzinterview Antonio Iannello steht Rede und Antwort

„Vorteil sehe ich nicht“

Archivartikel

Solch ein spannendes „Abstiegsfinale“ gab es in der Landesliga Odenwald selten. Der SV Neunkirchen mit Trainer Antonio Iannello ist mittendrin statt nur dabei.

Herr Iannello, im Kurzinterview der Vorwoche meinte Wertheims Co-Trainer Anton Ochs mutig, die Aufgabe in Königshofen sei machbar. Und er behielt recht. Können Sie das auch vor dem letzten und entscheidenden Spiel gegen den VfR Uissigheim sagen?

Antonio Iannello: Grundsätzlich ist in der Liga jeder schlagbar, mit Ausnahme der beiden Erstplatzierten, die zurecht eine Sonderstellung haben. Wir wissen natürlich, wie schwer Uissigheim zu bespielen ist, und der Druck des Gewinnenmüssens macht es nicht leichter. Trotzdem ist diese Aufgabe machbar, und wir werden alles daran setzen das Spiel zu gewinnen.

Zweimal verlor der VfR zuletzt. Ist es von Vorteil, gegen ein Mannschaft anzutreten, für die es um nichts mehr geht?

Iannello: Einen Vorteil sehe ich da nicht, denn diese Mannschaften können befreit aufspielen.

Spukt noch die glatte 1:4-Hinspielniederlage in den Köpfen?

Iannello: Wir müssen das Spiel gewinnen, um zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Da dürfen wir uns nicht am Hinspiel orientieren oder uns damit aufhalten. Deshalb spielt es absolut keine Rolle.

Es wird möglicherweise ganz eng, denn zwei Punkte fehlen – sowohl auf den Relegationsplatz als auch auf den Nichtabstiegsplatz 13. Ihre Mannschaft ist also auf Schützenhilfe angewiesen. Auf welche Mannschaft setzen Sie am ehesten ihre Hoffnung?

Iannello: Wir müssen zunächst unsere Hausaufgaben machen und gegen Uissigheim gewinnen. Ich setzte auf beide Mannschaften meine Hoffnung. Gommersdorf muss gewinnen, um Meister zu werden; deshalb werden sie auch auf Sieg spielen müssen. Auch wenn es für Königshofen um nichts mehr geht; es sind absolute Sportsmänner, deshalb wird die Mannschaft mit Sicherheit auch ihre beste Leistung in Nassig abrufen. ferö/Bild: Martin Herrman