Fußball

Fußball, Bezirksliga Hohenlohe Brisante Begegnung gegen Neuenstein gut gemeistert / Markelsheim/Elpersheim geht gegen den Spitzenreiter unter

Wachbach holt sich souverän den Sieg

Hessental – Niedernhall/Weißbach 4:4

Tore: 1:0 (12.) Slawek Radzik, 1:1 (32.) Friedrich Messerschmidt, 2:1 (42.) Slawek Radzik, 2:2 (51.) Marco Klappenecker, 3:2 (62.) Jakob Krout, 4:2 (63.) Alexander Befus (FE), 4:3 (85.) Bjarne Böhm, 4:4 (90.) Yannik Braun. – Zuschauer: 50.

Zum wiederholten Male verschenkte der TSV in einem Heimspiel in der Endphase der Partie eigentlich drei sicher geglaubte Punkte. Trotz eines Zwei-Tore-Vorsprungs fünf Minuten vor Abpfiff schafften es die Hausherren erneut nicht, die drei Punkte einzufahren.

Durch das 4:4-Endergebnis hat Hessental am Ende keinen Punkt gewonnen, sondern ganz klar zwei Zähler auf fahrlässige Art und Weise verschenkt. Daher bleibt der TSV auch nach diesem Spieltag – irgendwann dann auch zu Recht – tief im Tabellenkeller.

Es begann gut für den TSV, bereits nach zwölf Minuten konnte Slawek Radzik den Führungstreffer erzielen. Nur zehn Minuten glich Friedrich Messerschmidt mit einem unhaltbaren Freistoß zum 1:1 aus. Doch Hessental ließ sich nicht unterkriegen und ging kurz vor dem Halbzeitpfiff erneut durch Slawek Radzik wieder in Führung.

Doch wie schon zuvor währte dieser Vorsprung nicht lange. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff glich Marco Klappenecker erneut für die Gäste aus. Doch auch diesen Schock steckten die Hausherren hervorragend weg und sorgten mit einem Doppelschlag in der 62. und 63. Minute durch Jakob Krout und Alexander Befus per Foulelfmeter zum 4:2 eigentlich für die Vorentscheidung. Dass ein Zwei-Tore-Vorsprung für den TSV in dieser Saison aber nichts zu bedeuten hat, bewies die Mannschaft erneut in den Schlussminuten. Aus sprichwörtlich „Nichts und wieder Nichts“ luden sie die Gäste in der 85. und 89. Minute förmlich ein, noch zum 4:4-Ausgleich zu kommen. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass Hessental nach zwölf Partien nur mickrige neun Punkte auf dem Konto hat.

Sindringen/Ernsbach – Markelsheim/Elpersheim 6 : 0

Tore: 1:0 (3.) Felix Stürzl, 2:0 (44.) Lukas Endreß, 3:0 (59.) Christian Baier, 4:0 (68.) Fabio Roth, 5:0 (75.) Robin Winkler, 6:0 (76.) Justus Marmein. – Zuschauer: 220. – Schiedsrichter: Harald Fuder (Lauffen am Neckar).

In der Partie in Ernsbach waren erst drei Minuten gespielt, als ein klasse Angriff über die rechte Seite für den Führungstreffer sorgte. Yannick Lotfi bediente den eingerückten Felix Stürzl, welcher gekonnt zum 1:0 vollendete. Nur fünf Minuten später hatte Fabio Roth den zweiten Treffer auf dem Fuß, schob das Leder aber am Pfosten vorbei. Anschließend hatten die tief stehenden Gäste sich jedoch auf den Angriffswirbel besser eingestellt. So dauerte es bis zur 26. Minute, bis sich Christian Baier mit seinem Kopfstoß die nächste gute Chance zum 2:0 bot. Die beste Möglichkeit hatte der Aufsteiger, als Jonathan Bean bei einem der sporadischen Konter beinahe den überraschenden Ausgleich erzielte. Doch auch weiterhin hatten die Kochertäler die klar besseren Torchancen. Yannick Lotfi und Robin Winkler hatten das 2:0 auf dem Fuß, scheiterten jedoch an Torhüter Joshua Gröner. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff war es dann aber doch geschehen, als Christian Baier dem mitgelaufenen Lukas Endreß das Leder gekonnt auflegte und dieser überlegt einschob.

Im zweiten Spielabschnitt derselbe Spielverlauf. Der Gast aus dem Taubertal zog sich weit in seine Hälfte zurück und lud so die Heimelf praktisch zum Angriffswirbel ein. Während Christian Baier und Fabio Roth zunächst noch die Vorentscheidung verpassten, sorgte ein weiter Einwurf von Julian Winkler für das 3:0, als Christian Baier diesen per Kopf ins Tor verlängerte. Spätestens mit dem Treffer zum 4:0 war die Partie dann endgültig entschieden, als Fabio Roth ein gelungenes Zusammenspiel mit Yannick Lotfi im Tor unterbrachte. Gegen nun resignierende Gäste sorgte ein Doppelschlag für den 6:0-Endstand. Dem Treffer von Robin Winkler ließ der eingewechselte Justus Marmein nur eine Minute später ein weiteres Tor folgen, nachdem er wenige Minuten zuvor noch zwei hochkarätige Möglichkeiten liegen ließ. Mit diesem deutlichen Heimsieg konnte der Spitzenreiter noch etwas Selbstvertrauen tanken, bevor nun das Spitzenspiel in Michelfeld beim direkten Verfolger bereits am Freitagabend angepfiffen werden wird.

Mainhardt – Mulfingen 4:2

Tore: 0:1 (17.) Alexander Wolf, 1:1 (37.) Stefan Löffelhardt, 1:2 (41.) Thomas Binder, 2:2 (44. Stefan Löffelhardt), 3:2 (76.) Daniel Vogel, 4:2 (88.) Stefan Löffelhardt.

Von dieser Partie ging uns kein Spielbericht zu.

Altenmünster – Ilshofen II 0:4 (0:2)

Tore: 0:1 (11.) Marco Pfitzer, 0:2 (42.) Marco Pfitzer, 0:3 (49.) Marco Pfitzer, 1:3 (85.) Marc Schäfer. – Zuschauer: 120. – Schiedsrichter: Aref Mohammed (Dombühl).

Ilshofen war in dieser Partie in allen Belangen überlegen und gewann klar mit 4:0 in Altenmünster.

Das aus dem Oberliga-Kader verstärkte Mittelfeld der Gäste war in der ersten Hälfte von Grün-Weiß gar nicht in den Griff zu bekommen. Sehr ballsicher ging es mit viel Tempo durchs Mittelfeld. Der VfR konnte vielfach nur zusehen. Ein erster Warnschuss wurde von Niklas Wackler abgegeben (35.). Der VfR versuchte es aber auch zu kompliziert, in den Angriff zu gelangen. Da wurde man von den Gästen immer wieder sehr gut zugestellt und es gab viele Ballverluste. Ein steiler Ball zu Janik Pfeiffer leitete das 1:0 ein. Er war frei halblinks vorm Tor und ließ sich diese Chance nicht entgehen.

Dann ein Schuss von Niklas Wackler, den der Torspieler Arthur Ebert glänzend parierte (38.). Wackler machte dann aber das 2:0: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld zog er mit viel Tempo los. Die VfR-Abwehr griff nicht ein und so konnte er aus 16 Metern sauber ins Eck einschießen.

Die zweite Hälfte begann der VfR nun taktisch besser auf die Gäste eingestellt und hätte nach dem Pfiff des Schiris in der 51. Minute eine Chance per Freistoß gehabt. Hier hätte der Schiedsrichter wohl auf Rot für den Ilshofener Abwehrspieler erkennen müssen: Nico Gleß war frei durchgekommen und wurde dann gefoult. Es ist Spekulation, wie dieses Spiel dann verlaufen wäre. Der Freistoß war sichere Beute für den Torspieler. Ilshofen schaltete ein paar Gänger herunter und kombinierte weiter. Dennis Maric musste auf der Linie gegen den durchgebrochenen Yannick Zucker retten (52.). Dann rettete zweimal der Pfosten für Grün-Weiß. Der Kopfball von Janik Pfeiffer streifte den Pfosten (54.) und der Schuss von Benjamin Hoffmann landete am Pfosten( 68.). Überragend machte Marcel Hossner das 3:0: Aus 30 Metern ließ er dem weit vor dem Tor postierten Torspieler keine Abwehrchance. So etwas sieht man nicht so oft in der Bezirksliga. Dann zum Abschluss gab es noch ein schnelles Spiel durchs Mittelfeld. Yannick Zucker wurde fein freigespielt und erzielte den Endstand von 4:0. Für den VfR blieb nur, aus dem Spiel viel zu lernen: die Gäste machten es der Heimmannschaft in Perfektion vor.

Bühlerzell – Obersontheim 0:2

Tore: 0:1 (49.) Andrey Nagumanov, 0:2 (90.+3.) Marco Pfitzer. – Besondere Vorkommnisse: gelb-rote Karte Philipp Krupp (75./Bühlerzell, wiederholtes Foulspiel). – Zuschauer: 315. – Schiedsrichter: Silas Buth (FV Sulzbach/Murr / SRG Backnang).

Der Favorit gewinnt die 23. Auflage dieses Bühlertal-Derbys. Obersontheim zeigte sich beim Gastspiel in Bühlerzell von der Niederlage am Donnerstag im Nachholspiel gegen Wachbach gut erholt und nahm die Punkte verdient mit nach Hause.

Die erste halbe Stunde war es ein verteiltes Spiel. Bei beiden Mannschaften schien die Sicherung der Defensive im Vordergrund zu stehen. Offensivaktionen waren eher eine Seltenheit, Torabschlüsse um so mehr. Aus dieser Defensive heraus agierten die Gäste gegen Ende der ersten Hälfte besser.

Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte das Spiel seine erste richtige Torgefahr. Gästestürmer Michael Däschler legte sich in guter Position den Ball einen Tick zu weit vor und Bühlerzells Torhüter Markus Weiss konnte rechtzeitig zu packen.

In der zweiten Hälfte kam mehr Derby-Stimmung auf. Vier Minuten nach Wiederbeginn traf Obersontheims Spielertrainer Andrey Nagumanov aus einer eigentlich nicht unbedingt torgefährlichen Situation heraus mit seinem Heber aus gut 22 Metern über den herauseilenden Markus Weiss zum 0:1.

In der Zeit danach kontrollierte der TSV das Spielgeschehen. In der 78. Minute sah Philipp Krupp auf Bühlerzeller Seite die gelb-rote Karte. Kurz danach verhinderte Markus Weiss gegen Tim Blümel das 0:2. In der Schlussphase mobilisierten die Gastgeber auch in Unterzahl ihre Offensivbemühungen. Richtige Torgefahr ließ Obersontheim aber nicht zu. In der dritten und letzten Minute der Nachspielzeit gab es die endgültige Entscheidung: Freistoß für Bühlerzell nahe des Strafraumes an der linken Seite, Bühlerzells Torhüter Markus Weiss war mit aufgerückt, der abgewehrte Ball landete bei Marco Pfitzer, der den Konter nach seinem Antritt zum 0:2 abschließen konnte. Für die Gäste der dritte Sieg bei den letzten vier Auftritten in Bühlerzell.

Dünsbach – Michelfeld 1:2

Tore: 0:1 (33.) Michael Lehmann, 1:1 (42.) Tilman Naundorf, 1:2 (71.) Michael Lehmann.

Von dieser Partie ging uns kein Spielbericht zu.

Braunsbach – Untermünkheim 3:3

Tore: 1:0 (12.) Simeon Stier, 2:0 (31., ET) Jannis Kronmüller, 2:1 (40.) Erhan Ilmekli, 2:2 (67.) Erhan Ilmekli, 3:2 (77.) Mario Bürklen, 3:3 (85.) Muhammed Onur Vural.

Der TSV Braunsbach belohnte sich mit einem hochverdienten Punktgewinn gegen abstiegsbedrohte Untermünkheimer. Die Heimmannschaft trat von Beginn an ähnlich engagiert auf wie zuletzt gegen Ilshofen. Simeon Stier brachte den TSV Braunsbach in der 12. Minute mit 1:0 in Führung. Die Heimelf stand defensiv gut und spielte immer wieder gefährlich nach vorne. Fabian Stirn erhöhte in der 30. Minute auf 2:0. Jens Koppenmüller, Thomas Diemer und Mario Bürklen vergaben weitere Möglichkeiten für die Heimelf. So war es Erhan Ilmekli, der den Tura mit seinem Treffer in der 38. Minute mit seinem Treffer zum 2:1-Halbzeitstand im Spiel hielt.

In der 67. Minute war es erneut Erhan Imekli, der zum 2:2 für den Tura ausglich.

Die Heimelf gab sich nicht auf und erzielte folgerichtig in der 76. Minute durch Mario Bürklen die erneute Führung. In der 85. Minute zeigte der bereits in der ersten Halbzeit eingewechselte Muhammed Vural seine ganze Klasse und erzielte überlegt den 3:3-Ausgleich.

Tura vergab in der Schlussphase noch zwei weitere gute Möglichkeiten, so dass das Derby mit einem am Ende gerechten Unentschieden endete.

Wachbach – Neuenstein 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 (15.) Benedikt Dörner, 2:0 (29.) Nico Thissen. – Zuschauer: 295. – Schiedsrichter: Hasan Peynir (Schorndorf).

Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse behilet der SV Wachbach verdientermaßen die drei Punkte im Sportpark Erpfental. Von Beginn an entwickelte sich eine intensiv geführte Bezirksligabegegnung. Die ersten Torgelegenheiten hatte der SVW jeweils per Kopf durch Marco Schmieg und Philipp Volkert. Nach einer Viertelstunde wurde Marco Schmieg kurz vor der Strafraumkante gefoult. Den fälligen Freistoß schoss dieser dann über die Mauer der Gäste hinweg, Torhüter Rimmer konnte den Ball nicht entscheidend entschärfen und Benedikt Dörner nutzte die Gelegenheit zum umjubelten 1:0-Führungstreffer.

Im weiteren Spielverlauf zog es Wachbach weiter zielstrebig nach vorne, die Gäste lauerten ihrerseits auf Kontergelegenheiten. In der 29. Spielminute öffnete Manuel Gerner das Spiel mit einem feinen Pass auf den links eingelaufenen Jan Thomas, welcher trocken abzog. Der Gästekeeper konnte gerade noch parieren. Wachbach setzte dem Ball weiter nach und Nico Thissen beförderte ihn aus zehn Metern sehenswert in den linken Torwinkel zum 2:0.

Kurz vor der Pause hatte dann der TSV nach einem Abstimmungsfehler in der Wachbacher Hintermannschaft die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, doch Sahins Schuss aus der Distanz verfehlte das Tor um wenige Zentimeter.

Nach der Pause erarbeitete sich Neuenstein etwas mehr Spielanteile und war stets gefährlich. Der SVW hatte wiederum seine ersten Möglichkeiten per Kopf durch Philipp Volkert. Mitte der zweiten Hälfte prüfte Marco Schmieg den Gästekeeper, der mit einer Glanzparade sein Team im Spiel hielt. Im Gegenzug parierte Hadamek ebenfalls einen strammen Torabschluss von Dennis Sailer.

Nur wenige Minuten später konterte der SVW den TSV aus und Marco Schmieg versetzte die Gästeabwehr. Der anschließende Torschuss sprang an die Unterkante der Latte. Wachbach verteidigte im weiteren Spielverlauf geschickt und Neuenstein hatte kurz vor Spielende noch eine nennenswerte Torchance, als Müllers Kopfball knapp am Tor vorbeistrich. Am Ende blieb es bei einem verdienten Heimsieg des SVW in einer brisanten aber stets fair geführten Begegnung. Schiedsrichter Peynir aus Schorndorf leitete die Begegnung stets souverän.