Fußball

Kreisliga B4 Hohenlohe Konkurrent TSV Hohebach im Fernduell um Rang zwei vor schwerer Auswärtsaufgabe in Billingsbach / Meister SV Edelfingen gastiert beim SVW

Wachbach II will sich auch im Derby behaupten

Archivartikel

Jubel in Edelfingen und Wachbach: Der Spitzenreiter überschritt am vergangenen Wochenende schon vier Runden vor Tores-Schluss die Ziellinie und feierte eine nie gefährdete Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B4 Hohenlohe, der SV Wachbach machte im Fernduell um die Aufstiegsrelegation gegen den TSV Hohebach am Doppelspieltag sage und schreibe fünf Punkte gut und hat nun um zwei Zähler die Nase vorn. Der Zweikampf um Platz zwei steht natürlich auch im Blickpunkt des 27. Spieltages: Der SV Wachbach II erwartet den frischgebackenen Meister, der TSV Hohebach muss die hohe Hürde beim Tabellenfünften in Billingsbach nehmen.

SV Wachbach II – SV Edelfingen (Vorrunde 1:2): Der Heimsieg des SV Edelfingen im Hinspiel vor einem halben Jahr war weniger gefährdet, als es das knappe Resultat vermuten lässt, denn der SVW erzielte den Anschlusstreffer erst in der Nachspielzeit. Nach den beiden souveränen 2:0-Siegen in Laudenbach und in Schäftersheim rechnet sich das Team um Spielertrainer Christoph Tremmel auch gegen den künftigen A-Ligisten etwas aus. Die Wachbacher Zweite sollte allerdings auf die eigenen Stärken bauen und sich nicht der Illusion hingeben, dass der SVE es mit der sicheren Meisterschaft in der Tasche jetzt etwas gemütlicher angehen lässt.

FC Billingsbach – TSV Hohebach (Vorrunde 1:2): Lange sah es so aus, als wäre der FC Billingsbach erster Anwärter auf Relegationsplatz 2, denn erst am 12. Spieltag musste der A3-Absteiger seine erste Niederlage – im Hinspiel beim TSV Hohebach – hinnehmen. In der Rückrunde ging es allerdings fast konstant bergab mit dem FCB, der von zehn Begegnungen seit der Winterpause nur drei gewann und lediglich 12 Punkte verbuchte. Der Zug ist für den Blaufeldener Teilortclub abgefahren, Wachbach II hat zehn, der TSV Hohebach acht Zähler mehr auf dem Konto. Letzterer schwächelte zuletzt ebenfalls, gewann nur eines seiner jüngsten vier Spiele und leistete sich gegen Schlusslicht Markelsheim/Elpersheim II und im Derby gegen den SV Rengershausen sogar zwei Heimniederlagen. Es wäre keine Überraschung, wenn die Jagsttäler auch in Billingsbach Federn ließen.

SV Harthausen – SV Mulfingen II (Vorrunde 2:1): Beide Teams waren am Doppelspieltag nur einmal im Einsatz, der SV Harthausen entsprach dem Wunsch einer kurzfristigen Spielverlegung der SGM Taubertal/Röttingen II, der SV Mulfingen II musste sein Heimspiel am Freitagabend gegen die SGM Creglingen II/Bieberehren wegen Spielermangels kampflos verloren geben. Beim 4:1- Erfolg am Sonntag in Bieberehren war der SV Harthausen klar überlegen und verpasste aufgrund miserabler Chancenverwertung einen Kantersieg. Die Mulfinger Zweite, die sich knapp mit 3:2 gegen Schlusslicht SGM Markelsheim/Elpersheim II durchsetzte, ist beim Tabellenvierten nur Außenseiter.

SV Rengershausen – SGM Creglingen II/Bieberehren (Vorrunde 3:0): Nachdem die SGM am Sonntag erneut ihre Heimschwäche bestätigte und gegen Harthausen mit 1:4 sogar noch sehr gut bedient war, hofft man, sich im Gastspiel in Rengershausen nun wieder besser aus der Affäre ziehen zu können – schließlich gelangen auswärts schon fünf Dreier, das geschenkte Spiel am vorigen Freitag in Mulfingen nicht mitgerechnet. Der Tabellensechste SV Rengershausen, der sich am Doppelspieltag gleich um drei Ränge verbesserte, ist dennoch Favorit auf dem heimischen Waldsportplatz und hofft nach dem 3:1 in Elpersheim und dem 2:1-Coup in Hohebach auf den zehnten Saisonsieg.

TSV Laudenbach – TSV Schrozberg (Vorrunde 3:0/Spielwertung): Das Hinspiel in Schrozberg hatte ein längeres Nachspiel vor dem Sportgericht, da der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 0:1 abbrach. Der Unparteiische hatte auf Elfmeter für die Gäste entschieden und wurde daraufhin von einem Spieler der Gastgeber nicht nur verbal angegangen. Das vergangene Wochenende verlief enttäuschend für die Tabellennachbarn: Die Vorbachtäler waren nur am Freitag im Einsatz und mussten sich dem SV Wachbach II mit 0:2 geschlagen geben, die Schrozberger holten, ebenfalls vor eigenem Publikum gegen Weikersheim/Schäftersheim II (2:3) und Taubertal/Röttingen II (4:0), nur drei der erhofften sechs Punkte. In Laudenbach ist mit einer offenen Partie zu rechnen.

SGM Taubertal/Röttingen II – SGM Weikersheim/Schäftersheim II (Vorrunde 2:1): Die beiden letzten Gegner des TSV Schrozberg stehen sich nun im Derby in Tauberrettersheim gegenüber. Die Tendenz spricht für die SGM Weikersheim/Schäftersheim, auch wenn sie am Sonntag gegen Relegationsanwärter Wachbach II mit 0:2 den Kürzeren zog. Kann der Tabellenelfte nach der 1:2-Hinspielniederlage nun beim Drittletzten in Tauberrettersheim den Spieß umdrehen?

SGM Markelsheim/Elpersheim II – TSV Blaufelden (Vorrunde 2:2): Beim TSV Blaufelden ging es seit der Winterpause gewaltig aufwärts: Die Schneider-Truppe verlor lediglich ein einziges ihrer elf Spiele und holte in diesem Zeitraum stolze 24 Punkte. Wesentlich seltener hatte die SGM Markelsheim/Elpersheim Grund zur Freude, wenngleich das zur Halbzeit noch sieglose Schlusslicht inzwischen zwei Spiele gewonnen hat – das Kellerduell gegen die an diesem Wochenende spielfreie SGM Westernhausen/Krautheim II und völlig überraschend auch das Gastspiel beim Relegationskandidaten in Hohebach. Gegen den Tabellensiebten wäre am Sonntag in Markelsheim schon ein Remis wie im Hinspiel ein Erfolg. H.W.