Fußball

Landesliga Odenwald Dem VfR Gommersdorf wird bei Namensvetter Uissigheim alles abverlangt / „Tauber“ will den Schwung des 6:1-Sieges mit nach Oberwittstadt nehmen

Wertheimer Derby im Zeichen des Abstiegskampfs

Archivartikel

Eine spannende Runde verspricht die Landesliga Odenwald zu werden, in der es derzeit zwar ein Spitzenduo gibt, doch gleich mehrere Verfolger sind noch in Tuchfühlung mit Neckarelz und Gommersdorf. Knapper geht es im breiten Mittelfeld zu, und eine Abstiegsregion hat sich aufgrund der geringen Unterschiede noch nicht herauskristallisiert. Alle Teams haben bereits mindestens einen Dreier eingefahren.

Bereits heute Abend kommt es im Stadtderby zum Kräftevergleich zwischen der SV Viktoria Wertheim und dem SV Nassig. Bereits seit sieben Auftritten wartet die Viktoria auf ein Erfolgserlebnis, das der Mannschaft von Trainer Roman Ratter wieder Selbstvertrauen geben könnte. Schwerer als die jüngste 0:4-Heimniederlage gegen Oberwittstadt wiegt die Sperre für Kapitän Niklas Seyfried nach einer Roten Karte. Im letzten Jahr behielt Wertheim mit 1:0 und 2:0 die Oberhand.

Nach zuletzt zwei Niederlagen sieht sich der FSV Waldbrunn im Heimspiel gegen den FV Mosbach, der zwei Erfolge vorweisen kann, in der Rolle des Außenseiters. Entsprechend geht es beim FV in der Tabelle aufwärts, während der FSV von Platz vier auf Rang acht abgerutscht ist. Im Vorjahr konnte jeweils das Auswärtsteam drei Punkte entführen.

Obwohl der FV Reichenbuch in allerletzter Sekunde noch bei Türkspor Mosbach den 1:1-Ausgleich kassierte, kletterte er von Platz 18 auf Rang 15. Jetzt ist daheim am Samstag mit dem SV Königshofen ein noch schwererer Brocken aus dem Weg zu räumen. Nach dem 3:1 über Uissigheimer erwartet der Sportliche Leiter der Messestädter Martin Michelbach beim Aufsteiger eine weiter konstante Leistung der Mannschaft von Trainer Christian Moll: „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Es heißt weiter auf die Zähne beißen und alles geben, dann bleiben wir auf der Erfolgsspur.“

Mit dem Remis am Mittwoch gegen Uissigheim kam der Siegeslauf des TSV Oberwittstadt leicht ins Stocken; im zweiten Heimspiel in Folge soll es gegen den TSV Tauberbischofsheim wieder ein Dreier werden. Doch Trainer Dominik Lang warnt vor der schweren Aufba (siehe auch Interview). Wenn die Abwehrkette des TSV Tauberbischofsheim dicht bleibt, kommt der Angriff umso torfreudiger in Schwung. So rund lief es zuletzt im 6:1-Heimsieg über Neunkirchen. Mit einem Teilerfolg könnten die Mannen von Trainer Mario Fleischer sicher gut leben können, denn auswärts sind die Kreisstädter derzeit überraschend mit vier Niederlagen das Schlusslicht der Liga. Ein gutes Omen könnte sein, dass 2017 bei den „Wittschtern“ ein 3:1-Sieg gelang.

Vier Tabellenplätze trennen den SV Neunkirchen vom Tabellenneunten Eintracht Walldürn, aber nur ein Punkt fehlt im direkten Vergleich, den es in der Landesliga bisher noch nicht gab. Unbedingt stoppen wollen die Gastgeber den Abwärtstrend, denn nur ein Sieg gelang in den jüngsten fünf Partien, während die Gäste in diesen Wochen nur in Neckarelz den Kürzeren zogen.

Mit nur acht Gelben Karten ist der TSV Höpfingen in Sachen Fairness Landesliga-Spitze, sportlich lief es zuletzt nicht so rund. Beim FC Grünsfeld sollen die Weichen wieder auf Sieg gfestellt werden, doch die Gastgeber haben sich stabilisiert und wollen es besser als im Vorjahr machen, als der TSV durch den Treffer von Thomas Heinrich mit 1:0 in Grünsfeld gewannen.

Nur gewinnen kann der Außenseiter SV Osterburken beim souveränen Spitzenreiter Spvgg. Neckarelz. Der Gastgeber musste seit 2002 im Direktvergleich nur einmal ein Unentschieden hinnehmen., Der 4:4-Ausgleich im letzten Moment daheim gegen Hundheim/Steinbach war für die Römerstädter mal wieder ein Erfolgserlebnis.

Weiter ungeschlagen bleiben will Aufsteiger FC Hundheim/Steinbach im Heimspiel gegen Türkspor Mosbach, um sich möglichst vorne im Verfolgerfeld der Liga weiter zu etablieren. Daheim ist die Mannschaft von Trainer Dirk Züchner noch ungeschlagen und glänzt mit einer starken Defensive.

Viel Spannung verspricht das Landesliga-Duell zwischen dem VfR Uissigheim und dem VfR Gommersdorf, der in der Liga schnell wieder in die Erfolgsspur gefunden hat. Entscheidend wird sein, ob das schwere Pokalspiel der Jagsttäler beim Verbandsligisten VfB Gartenstadt viele „Körner“ gekostet hat. An Selbstbewusstsein dürfte es beiden Teams nicht fehlen. VfR-Trainer Thomas Nohe erwartet einen unangenehmen Gegner, was auch das 1:1 in Oberwittstast zeige, „wo sicherlich nicht viele punkten werden.“ Im Pokal gewann Uissigheim gegen den Verbandsligisten Gommersdorf. Thomas Nohe meint dazu: „Von daher gibt es noch etwas gutzumachen, aber das wird schwer genug. Sascha Silberzahn, Florian Stelzer und Christoffer Feger fehlen.“