Fußball

Fußball Einspruch gegen die Spielwertung nach Ausschreitungen

WFV-Sportgericht ermittelt

Archivartikel

Der 1:0-Sieg des SSV Reutlingen bei der TSG Backnang beschäftigt derzeit das Sportgericht des Württembergischen Fußball-Verbandes (WFV). In der Schlussphase der Partie kam es nach einem Foulspiel an der Mittellinie zu Handgreiflichkeiten eines Reutlinger Fans gegen TSG-Ersatztorwart Michael Quattlender. Dieser ging danach zu Boden. Ebenso wurde Backnangs Assistenzcoach Darko Milosevic von einem Bierbecher erwischt. Auch deshalb legte die TSG Backnang nun Einspruch gegen die Spielwertung ein.

Heiner Baumeister, beim WFV für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, bestätigt den Eingang des Einspruchs. Er will sich an Spekulationen zu dem möglichen Sportgerichtsurteil nicht beteiligen, sagte mit Blick auf die Ohrfeige und den Tumult aber durchaus deutlich: „Wir haben hervorragendes Bildmaterial und damit eine gute Entscheidungsgrundlage neben allen Stellungnahmen, die wir noch einholen. Für die Sicherheit ist allerdings auch der Heimverein verantwortlich.“

„Es muss etwas passieren“

Auch Reutlingens Sportvorstand Michael Schuster vertritt im Bezug auf die Geschehnisse kurz vor Abpfiff der Partie eine klare Position: „Wir verurteilen das aufs Schärfste, das geht gar nicht. Natürlich werden wir das aufarbeiten. Aber mit dem Ausgang des Spiels hatte das nichts zu tun. Man muss auch Größe haben und ein guter Verlierer sein.“ Trotzdem betont TSG-Sportvorstand Janos: „Es muss etwas passieren. Wir fordern, dass Reutlingen grundsätzlich die Kosten übernimmt, denn das Gefahrenpotenzial kommt von ihren Fans.“