Fußball

Fußball SV Wachbach geht in der Bezirksliga Hohenlohe hoch motiviert ins Heimspiel gegen den TSV Neuenstein

„Wollen eine sportliche Antwort geben“

Archivartikel

Nach dem kleinen Ausrutscher beim 1:1 in Dünsbach hat der souveräne Spitzenreiter SG Sindringen/Ernsbach wieder gnadenlos zugeschlagen und den abstiegsbedrohten Ex- Landesligisten TuRa Untermünkheim mit 7:1 auf dessen eigenem Platz deklassiert. Auch im nächsten Aufeinandertreffen mit einem Team aus dem unteren Tabellendrittel sind die Kochertäler haushoher Favorit: Die SGM Markelsheim/Elpersheim hat deshalb am Sonntag absolut nichts zu verlieren. Eine brisante Begegnung steht in Wachbach auf dem Spielplan, wo der SVW mit seinem Gast aus Neuenstein „noch ein Hühnchen zu rupfen hat“. Der SV Mulfingen ist durch die 1:2-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Bühlerzell dem Abgrund gefährlich nahe gerückt und muss alles daransetzen, um beim nachlassenden VFL Mainhardt zumindest einen Punkt mitzunehmen. Der Aufsteiger aus der Kreisliga A1 blieb zuletzt mit 0:1 bei der SGM Niedernhall/Weißbach auf der Strecke. Letztere will nun beim Tabellenvorletzten in Hessental unbedingt nachlegen. Die Hessentaler wurden zuletzt im Derby in Michelfeld mit 7:0 abgekanzelt. Nach seinem glücklichen 2:1-Auswärtssieg in Markelsheim erwartet der TSV Dünsbach nun den TSV Michelfeld zum Verfolgerduell. Für die TuRa aus Untermünkheim zählt im Kellerderby beim punktlosen Schlusslicht in Braunsbach natürlich nur ein Sieg. Auch im Lokalkampf in Bühlerzell ist der Gast aus Obersontheim Favorit. Nach dem 3:1-Auswärtstriumph in Neuenstein strebt der VfR Altenmünster nun vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger TSV Ilshofen II den siebten Saisondreier an. Der Ausgang des gestrigen Spiels ist in unserer Vorschau nicht berücksichtigt.

SV Wachbach – TSV Neuenstein: Bei Deutschen Skatmeisterschaften ist es Tradition, dass zur Eröffnung ein Wettkampfeid gesprochen wird. In diesem geloben die Teilnehmer „Fair Play“ ganz oben anzustellen und unter anderem wörtlich „kein fadenscheiniges Recht zu suchen“. Genau dies tat der TSV Neuenstein, als er nach der deutlichen und verdienten 0:3-Heimniederlage gegen den SV Wachbach Einspruch gegen die Spielwertung einlegte, da die Gäste einen Spieler eingewechselt hatten, der nachweislich keinen Einfluss auf das Endresultat hatte, aber vor dem Anpfiff nicht auf dem Spielbericht stand. Dieser Formfehler kostete den Wachbachern nicht nur die drei Punkte, sondern –und dies war besonders bitter – in der Endabrechnung die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga. „Für das Heimspiel gegen Neuenstein muss ich keinen meiner Spieler motivieren. Die verpasste Meisterschaft aufgrund des Einspruchs der Gäste in der letzten Saison schmerzt immer noch, das können wir nicht verleugnen. Daher muss ich eher Spannung im Team herausnehmen. Wir wollen eine sportliche Antwort geben und das Spiel deutlich gewinnen“, meint Trainer Arben Kaludra.

Ungeachtet der Vorgeschichte muss der Vizemeister sich die Punkte vor eigenem Publikum gegen den Tabellenneunten unbedingt sichern, um Relegationsplatz 2 nicht aus den Augen zu verlieren.

SG Sindringen/Ernsbach – SGM Markelsheim/Elpersheim: Trainer Marco Reuß hatte nach der unglücklichen 1:2-Heimniederlage in Markelsheim gegen den TSV Dünsbach einmal mehr Anlass mit dem Schicksal zu hadern: „Wir haben das Spiel völlig im Griff gehabt, aber wieder mal viele Chancen nicht genutzt. Zwei individuelle Fehler wurden bestraft, und wir stehen trotz einer guten Leistung mit leeren Händen da. Aber wir müssen einfach weiter machen und unsere Leistung vom Sonntag Woche für Woche weiter abrufen. Irgendwann haben wir dann auch wieder das nötige Spielglück. Die Partie bei der SG Sindringen/Ernsbach ist für uns eigentlich eine einfache Aufgabe, da wir dieses Spiel für alle schon vor dem Anpfiff verloren haben.

Die Gastgeber sind in einer Top-Verfassung und, denke ich, nur an einen mittelmäßigen Tag zu bezwingen. Aber irgendwann lässt jede Spitzenmannschaft auch mal Punkte – warum nicht gegen uns? Ich traue es meiner Mannschaft zu in Ernsbach zu bestehen.“

Die nackten Zahlen sprechen natürlich dafür, dass es für die Taubertäler am Sonntag nur darum geht, die Niederlage in Grenzen zu halten: Der ungeschlagene Spitzenreiter, der zehn seiner elf Spiele gewonnen hat, schießt Tore am Fließband und hat dreimal so oft getroffen wie der Aufsteiger, der es in elf Begegnungen auf 16 Treffer brachte und 20 Gegentore zulassen musste – nur fünfmal musste der Keeper der SG Sindringen/Ernsbach hinter sich greifen. Die SGM Markelsheim/Elpersheim muss die Punkte für den Klassenerhalt wohl gegen andere holen.

VfL Mainhardt – SV Mulfingen: Beide Clubs haben nur eines ihrer letzten fünf Spiele gewonnen und müssen deshalb am Sonntag unbedingt punkten. Während der Tabellenachte noch eine positive Gesamtbilanz aufweist, ist der SV Mulfingen durch die Heimniederlage gegen Bühlerzell in die roten Zahlen abgerutscht und hat nur noch drei Zähler Vorsprung auf Rang 13, der am Saisonende die Abstiegsrelegation bedeuten kann.

TSV Dünsbach – TSV Michelfeld: Der TSV Michelfeld musste in der letzten Saison nachsitzen und sicherte sich den Klassenerhalt erst im Elfmeterschießen im Relegationsendspiel gegen seinen Nachbarn SV Westheim. Nun streben die verstärkten Michelfelder erneut die Relegation, nämlich die nach oben, an. Im Verfolgerduell beim TSV Dünsbach ist auf dem Weg zu diesem Ziel ein dicker Brocken aus dem Weg zu räumen.

Spfr. Bühlerzell – TSV Obersontheim: Mit zuletzt zwei Siegen in Folge haben sich die Bühlerzeller etwas Luft nach unten verschafft. Der TSV Obersontheim, der am Sonntag nicht im Einsatz war, musste den zweiten Platz an den TSV Michelfeld abgeben. Wird der TSV am Sonntag im Derby seiner Favoritenrolle gerecht oder bleiben die Bühlerzeller im Aufwind?

TSV Hessental – SGM Niedernhall/Weißbach: Vier Gegentore im Schnitt sind die Bilanz eines Absteigers und mit erst acht Punkten aus elf Spielen ist der Tabellenvorletzte TSV Hessental auch ein heißer Kandidat für die Kreisliga A. In ruhigerem Fahrwasser ist die SGM Niedernhall/Weißbach unterwegs, die ihre gute Mittelfeldposition mit einem Auswärtssieg im Haller Teilort ausbauen will.

VfR Altenmünster – TSV Ilshofen II: Der VfR Altenmünster macht in dieser Saison keine halben Sachen: Fünf Niederlagen stehen sechs Siege gegenüber. Den siebten Dreier will der Crailsheimer Teilortclub nun vor eigenem Publikum gegen A2-Aufsteiger TSV Ilshofen II verbuchen. Die Gäste hatten Akklimatisierungsprobleme und brauchten zehn Spiele, um ihren ersten Bezirksligasieg zu verbuchen. Der zweite am letzten Sonntag auf eigenem Platz gegen den Punktelieferanten aus Braunsbach war obligatorisch und die Zweite des Oberligisten stellte damit den Anschluss ans hintere Mittelfeld her. In Altenmünster muss der Neuling mit einem Rückschlag rechnen.

TSV Braunsbach – TuRa Untermünkheim: Die Lage des TSV Braunsbach ist schier hoffnungslos: Auch das elfte Spiel wurde verloren und das Schlusslicht befindet sich im freien Fall Richtung Kreisliga A1. Nach der 0:2-Niederlage im Kellerduell beim TSV Ilshofen II droht nun im Derby gegen den Drittletzten TuRa Untermünkheim die nächste Pleite in einem Sechs-Punkte-Abstiegskampf. Trotz der jüngsten 1:7- Heimpleite gegen Spitzenreiter SG Sindringen/Ernsbach ist der Ex- Landesligist klarer Favorit bei seinem Nachbarn.