Großrinderfeld

Gemeinderat Satzung für Baugebiet „Knauer II“ beschlossen

27 Bauplätze entstehen

Großrinderfeld.Häuslebauer dürfen sich freuen. Der Großrinderfelder Gemeinderat hat bei der Sitzung am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus in Schönfeld einstimmig den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan im Wohngebiet „Knauer II“ in Gerchsheim beschlossen. 27 Bauplätze sollen entstehen.

Bevor die Maßnahme allerdings umgesetzt werden kann, müssen die dort gesichteten Rebhühner umgesiedelt werden. Dazu hat man bereits eine passende Fläche. Auch die Eidechsen sollen am Rand des Baugebiets ein neues Zuhause erhalten. Der Naturschutz war ein wichtiges Thema im Rahmen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange, die Elmar Göbel vom Ingenieurbüro ibu in Tauberbischofsheim den Gemeinderäten vorstellte. Die Anregungen und Einwände wurden vorgetragen und abgewogen, auch wenn man viele Vorgaben kritisch sah.

Man habe den Plan leicht modifiziert, so Göbel. Der Weg am Graben entlang solle erhalten bleiben, auch der Bewuchs parallel dazu. Angrenzend an diese öffentliche Grünfläche will man durch ein Pflanzgebot für entsprechende Begrünung auf Privatgrund sorgen.

Ohne Gegenstimme wurde die Aufstellung des Bebauungsplans „Geißgraben III“ in Gerchsheim beschlossen. Ein ortsansässiges Unternehmen will sich hier erweitern. Eine Fläche von rund 2,4 Hektar wird südöstlich an das bestehenden Gewerbegebiet „Geißgraben II“ anschließen. Die dafür benötigte Ausgleichsfläche wird angrenzend zur Autobahn A 81 liegen.

Göbel machte deutlich, dass man in dem Bereich wenig Verkehrsfläche benötige. Allerdings muss – ähnlich wie im Gewerbegebiet „Boppbrunn“ in Großrinderfeld – eine Regenwasserbehandlung auch von den versiegelten Flächen erfolgen. Das aufbereitete Wasser könne über einen bestehenden Graben abgeleitet werden. „Wir haben ein relativ grünes Gewerbegebiet, das günstig in der Erschließung ist“, so Göbel.

Frank Mützel vom Nabu begrüßte in der anschließenden Fragestunde der Bürger den Einsatz für den Naturschutz. Er mahnte allerdings an, dass bisherige Ausgleichsflächen derzeit nur auf dem Papier existierten. dib