Großrinderfeld

Vortrag „Sicherheit im Internet“ war Thema einer Veranstaltung

Beim Surfen nicht Hirn ausschalten

Gerchsheim.Bei einem Vortrag der Initiative Mündiger Bürger (IMB) aus Großrinderfeld. Dabei stand das Thema „Sicherheit im Internet“ im Vordergrund.

Mit Peter Weingärtner, EDV-Leiter und Handelsfachwirt bei einer regionalen Bank, Rainer Gerhards, Informatiker und Geschäftsführer einer Internet-Sicherheitsfirma, und Christof Eisele, Wirtschaftsfachwirt und Prokurist bei einem Baumaschinenhändler, klärten aus ihrer jeweiligen Sicht über Gefahren, aber auch Möglichkeiten des Internets auf. Alle drei waren sich einig, dass das Internet grundsätzlich ein gefährlicher Raum sei, aber bei einer gewissen Vorsicht sei die Gefahr zu bändigen. „Man darf nur nicht vergessen, seinen Kopf anzuschalten und nachzudenken, ob die Angebote wirklich echt sind“, hieß es. Eisele hatte viele Phisingmails aus seiner Firma mitgebracht und analysierte diese vor dem Publikum auf ihren Wahrheitsgehalt. Schnell wurde klar: Wer seine Mails genau liest, wird schnell erkennen, was real oder was der Versuch zu betrug ist.

Rainer Gerhards hatte einen ganz einfachen Tipp für Notebook-Nutzer mitgebracht. Einfach ein Stück Klebeband über die Webcam und das Mikrofon kleben, bewahrt vor Spionage. Beide ließen sich über Programme fernsteuern und seien damit Einfallstore für Hacker.

Die Hacker hatte auch Peter Weingärtner im Visier. Wichtig bei allen elektronischen Geräten, die mit dem Internet verbunden sind, seien regelmäßige Updates. Das würde viel helfen. Eine 100-prozentige Sicherheit könne es nicht geben, aber immerhin könne man viel tun, um sich so sicher wie möglich im Internet zu bewegen. Man dürfe keine Angst haben. Wenn man unsicher sei, solle man lieber einmal mehr etwas löschen, als eine Mail zuviel aufmachen. Oder jemanden fragen, der sich besser auskenne.

Die anschließende Diskussion wurde von Ina Messerer geleitet. Die Fragen zeigten, dass eine gewisse Unsicherheit bei den Bürgern vorhanden ist. Doch alle drei Referenten machten Mut, sich intensiver mit dem Internet zu beschäftigen. Nur dürfe man nicht vergessen, beim Surfen nachzudenken – genauso wie im realen Leben. mae