Großrinderfeld

Hornusserfest Großrinderfelder in der Schweiz auf Rang 15

Exoten unter sich

Archivartikel

Großrinderfeld.Was für den Leichtathleten die Olympischen Spiele sind, ist für den Hornusser das eidgenössische Hornusserfest. Es findet alle drei Jahre statt, bei dem sich Aktive an zwei Wochenenden finden, um sich in unterschiedlichen Rangstufen zu messen.

Hornussen wird im Prinzip nur in der deutschsprachigen Schweiz sowie von ein paar wenigen Exilschweizern betrieben. Im Prinzip schon, aber auch in Großrinderfeld gibt es eine Truppe, die sich diesem Sport verschrieben hat. Diese Equipe machte sich auf ins Emmental, um sich mit den Besten zu messen. An zwei Wochenenden wurden in acht Gruppen, nach Leistungsniveau, die Wettkämpfe bestritten. 36 Spielfelder mit einer Länge von jeweils 300 Metern bereiteten die Schweizer vor.

Die Mannschaft der Hornussergesellschaft Großrinderfeld, 16 Mann stark, wurde durch Schweizer Jugendliche verstärkt. Voller Tatendrang von Spielbeginn an traf die Truppe auf Wichtrach. Doch hatte Petrus kein Erbarmen und zur Halbzeit ergoss sich ein solcher Wolkenbruch, dass das Spiel abgebrochen werden musste und das vorläufige Ergebnis als Endresultat übernommen wurde. Allerdings waren die Spieler mit dem Ergebnis zufrieden, da die Mannschaft bis dahin eine Platzierung im Mittelfeld erspielte.

Als Gegner am zweiten Tag waren die Hornusser aus Lohn zugewiesen worden und es ergab sich bei schönem Wetter ein munteres Spiel, bei dem sich die Großrinderfelder nochmals zu steigern vermochten.

Nach den Wettkämpften machten sich die Spieler auf in die Festhütte. Dieses überdimensionale Festzelt bot Platz für 3000 Personen und war die zentrale Stelle eines großen Festgeländes. Es wurde viel Wert auf einen würdigen Rahmen und Respekt vor der Leistung der Teilnehmer gelegt.

Umso erfreulicher war die Tatsache, dass die Großrinderfelder einen guten 15. Platz unter 32 Teams errangen. Aber auch deutsche Einzelspieler wurden für ihre besonderen Leistungen mit Siegerkränzen und Medaillen ausgezeichnet. Die deutschen Exoten freuten sich besonders über den Respekt der Eidgenossen für ihre Leistungen, die ihnen zuteil wurde. In drei Jahren steht das nächste Kräftemessen an, eine erneute Steigerung ist ins Auge gefasst.