Großrinderfeld

„Tag des Wanderns“ Gemeinde Großrinderfeld beteiligte sich an der bundesweiten Aktion

Lust auf Spaziergang durch die Natur

Großrinderfeld.Viele örtliche Vereine lassen sich etwas einfallen, um die Schönheit des Wanderns zu zeigen. So auch in Großrinderfeld. Hier gibt es drei Wanderwege, die vom Tourismusverband Liebliches Taubertal zertifiziert sind. Alle sind mit einem „LT“ gekennzeichnet. Darüber hinaus bietet die Landschaft rund um die Großgemeinde aber wesentlich mehr. Der „Tag des Wanderns“ ist eine vom Deutschen Wanderverband durchgeführte Veranstaltung, um alle Bevölkerungsschichten über die Vielfalt des Wanderns zu informieren.

Walter Lutz und Bernd Leuchtweis hatten zwei Routen bis zur Landesgrenze nach Bayern herausgesucht. Dabei wurde in zwei Gruppen gelaufen. Die kürzere und direktere Strecke liefen die Schulkinder der Freiherr von Zobel Grundschule. Zuerst auf einem Feldweg entlang der Staatsstraße, dann am Bildstock „Kreuzschlepper“ vorbei in Richtung Hachtel.

Kurz nach dem vom Nabu gepflegten Feuchtbiotop ging es unter der Führung von Lehrer Stefan Häfner in den Wald in Richtung Steinbach. Dabei konnte die Schüler ihr Wissen über die Natur und besonders über die Pflanzen auf dem Feld und an den Randstreifen vertiefen.

Was sich in der Theorie noch schwer vermitteln ließ, war mit praktischen Beispielen ganz einfach. An der Landesgrenze zu Bayern suchten die Schüler dann mit viel Ausdauer die Grenzsteine, die teilweise offen sichtbar, teilweise unter Gestrüpp versteckt waren. Das machte ihnen viel Freude und sie bekamen einen Einblick in das Wandern.

Die Gruppe der Erwachsenen setzte sich wegen des Termins unter der Woche hauptsächlich aus Rentnern zusammen. Gerne wäre auch jüngere Leute mitgelaufen, aber da stand die Arbeitszeit im Weg,hieß es. Trotzdem wurde es eine große Gruppe, die sich vom Marktplatz in Großrinderfeld in Richtung Denkmäler Bruderkrieg 1866 im Wald zwischen Großrinderfeld und Gerchsheim aufmachte. Hier konnte man Geschichte erleben.

Weiter ging es zur Landesgrenze zu Bayern und den sichtbaren Hoheitszeichen, viele davon aus dem 18. und 19. Jahrhundert, weiter nach Hof Baiertal. Hier steht noch ein einziger Grenzstein, der daran erinnert, dass Hof Baiertal einst eine eigenständige Gemeinde war. Nach einem Besuch der kleinen Kapelle führte der Weg über die „Bärlestannen“ zurück zum Ausgangspunkt.

Selbst alteingesessene Großrinderfelder waren überrascht, wie schön die Gegend rund um den Ort sein kann. Beim Wandern erlebe man die Gegend erfahrungsgemäß mit allen Sinnen und viel intensiver, als wenn man mit dem Auto eine Strecke abfahre, meinten die Teilnehmer.

Nach der Rückkehr erhielt jeder Mitläufer noch ein Päckchen Blühpflanzensamen und einen Anstecker als Erinnerung an den „Tag des Wanderns“. Man will in Zukunft mehr auf Schusters Rappen unterwegs sein, so die Aussagen mehrerer Teilnehmer und damit hat der Initiativtag des Deutschen Wanderverbandes sein Ziel erreicht.