Großrinderfeld

Energie Großrinderfelder Gemeinderat beschloss neuen Wartungsvertrag mit Netze BW

Stadtwerk Tauberfranken liefert Gas

Großrinderfeld.Für einen neuen Gasversorger hat sich die Kommune am Dienstag entschieden. Das Stadtwerk Tauberfranken wird die Lieferung übernehmen, beschloss der Gemeinderat einmütig. Dr. Norbert Schön vom Stadtwerk Tauberfranken stellte dem Gremium die Modalitäten vor. Derzeit habe man in der Kommune 168 Gaszähler und insgesamt 245 Hausanschlüsse verlegt. „Es ist noch Potenzial vorhanden.“ 2017 habe man 4,2 Millionen Kilowattstunden Gas in der Gemeinde abgegeben.

Die Kommune bekommt die höchst zulässige Konzessionsabgabe zugesichert, die 0,03 Cent pro Kilowattstunde beträgt. Bei der Gasabgabe von 4,2 Millionen Kilowattstunden beläuft sich die Summe auf rund 1200 Euro. Und Schön sicherte eine nachvertragliche Konzessionsabgabe zu sowie einen Kommunalrabatt. Die Vertragslaufzeit liegt bei 20 Jahren mit zweimaligem Sonderkündigungsrecht.

Dr. Schön betonte, dass bei Straßensanierungen stets an die Anwohner zwecks Gaslieferung und Anschluss gefragt würde. Eine enge Abstimmung mit der Kommune war ihm wichtig, um Synergieeffekte zu nutzen. Auch sei man bereit, Leerrohre, etwa für Breitband, mitzuverlegen. Die aktuellen Instandhaltungskosten seien sehr gering, da das Leitungsnetz noch jung sei.

Da die Gemeinde vom früheren Gasversorger keine Konzessionsabgabe erhalten hatte, war für Kämmerer Werner Horn eine mögliche Besteuerung der Gelder interessant. Sollte es dazu kommen, würde das Stadtwerk diese Kosten tragen, sicherte Dr. Schön zu.

Die Kommune habe das Angebot prüfen lassen, teilte Bürgermeisterin Anette Schmidt mit. Von der Beraterfirma „Eversheim Stuible Treuberater“ aus Stuttgart war von einem „kommunalfreundlichen Angebot“ gesprochen worden, so Horn.

Die Gemeinderäte simmten der Vergabe zu. Ralf Schieß merkte an, dass die Einnahmen aus der Konzessionsabgabe die Kosten für diese komplizierte Vergabe nie decken würden. Und er fragte nach, ob die Kapazitäten bei Gasabnehmern im Gerchsheimer Gewerbegebiet ausreichen würden. Dort gebe es noch keine Leitung, so die Rathauschefin. Schön freute sich auf solche Abnehmer.

Der Gemeinderat hat einen neuen Betriebsführungsvertrag mit der Netze BW für die 750 Lampen der Straßenbeleuchtung beschlossen. Gewählt hat man bei neun Zustimmungen, vier Enthaltungen und drei Nein-Stimmen den „Comfort+“-Vertrag. Der ist zwar mit 15 157 Euo netto rund 6000 Euro im Jahr teurer als der bisherige „Basic“-Vertrag, doch für die Bürgermeisterin die sinnvollere Variante, wie sie betonte. Hier zahle die Kommune pro Lichtpunkt 21,21 Euro netto. Die 250 bereits auf LED umgestellten Lampen sind drei Euro günstiger.Der Vertrag tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft und ist vier Jahre gültig.

Bürgermeisterin Schmidt betonte, dass der Bauhof rund 100 Stunden im Jahr für die Straßenbeleuchtung aufwende. Teilweise seien zwei Mann im Einsatz, manchmal mit Spezialgerät. Die Wartung durch den Dienstleister übernehmen zu lassen, sah sie als Vorteil dieses Tarifs. Damit sei der Bauhof komplett entlastet.

Bernhard Ries von der Netze BW machte deutlich, dass beim „Comfort+“-Tarif auf die Kommune nur bei Sondereinsätzen und bei neuen Leuchten Kosten zukämen. Der Austausch von Leuchtmittel erfolge kostenlos. dib