Großrinderfeld

Kommunale Wirtschaft Spatenstich für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Geißgraben“ erfolgte am Donnerstag

Weiteres Kapitel der Erfolgsstory aufgeschlagen

Archivartikel

Der Spatenstich für die Erweiterung des Gewerbegebiets „Geißgraben“ in Gerchsheim fand am Donnerstag statt.

Gerchsheim. Das Gewerbegebiet „Geißgraben“ in Gerchsheim nimmt eine „tolle Entwicklung“, fand Bürgermeisterin Anette Schmidt beim Spatenstich für die Erweiterung „Geißgraben III“. Bisher wurden sechs Hektar als Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt, die mittlerweile größtenteils bebaut sind. Nun kommen nochmals 3,1 Hektar hinzu. Schmidt sprach von einem Erfolgsmodell, das der Gemeinde sehr gut tut. Vor allem der Mix aus kleinen und mittleren Betrieben mache Geißgraben so interessant.

Große Nachfrage

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen sei jedoch nach wie vor groß, da man sich in zentraler Lage mit guter Anbindung an alle Autobahnrichtungen befinde, so die Rathauschefin. Insgesamt 430 000 Euro nimmt die Gemeinde in die Hand, um das neue Gebiet zu erschließen.

Bürgermeisterin Schmidt dankte dem Gemeinderat und dem Ortschaftsrat für die positive Begleitung der Beschlüsse und ihrer Verwaltung für die zügige Bearbeitung. Die Planung des gesamten Areals liege in den bewährten Händen des Büros Walter und Partner und die Ausführung der Straßen- und Kanalarbeiten obliege der Firma Johann Pfeuffer.

Bisher, so die Bürgermeisterin, gebe es ein gutes Miteinander aller Gewerbetreibenden am Greißgraben und sie hoffe, dass dies auch in Zukunft so sein werde.

Bittermann und Weiß vergrößern

Der Großteil des neuen Gebietes wird von der Firma Bittermann und Weiss erworben. Sie müsse dringend ihren Standort erweitern, sagte Geschäftsführer Siegfried Weiss. Am jetzigen Standort sei alles viel zu beengt, man habe praktisch für die Verwaltung keinen Platz und auch die Lagerkapazität sei zu knapp.

Der Spezialist für Holzfertigbau-Häuser wächst seit Jahren und beschäftigt mittlerweile 70 Mitarbeiter, wovon 22 aus der Gesamtgemeinde Großrinderfeld kommen. „Wir brauchen Platz“, war der Hauptgrund für Weiss, den Großteil des neuen Gewerbegebietes mit drei Hektar zu erwerben. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde, betonte Weiss, sei dem Vorhaben entsprochen worden. Eigentlich wollte man schon bei Geißgraben II zuschlagen, aber da seien die Grundstücke schneller weg gewesen, als er sich bei der Gemeinde melden konnte.

Jetzt ist Weiss froh, dass die Erweiterung genau gegenüber seines jetzigen Standorts sogar noch Vorteile bringe. Die Wege seien noch kürzer und damit steigt die Effektivität. Aktuell, so der Firmeninhaber, habe man mehr Aufträge als abgearbeitet werden können.

Wenn das neue Bürogebäude mit Beratungsfläche dann errichtet ist, hoffe man auf eine Produktionssteigerung und damit eine noch bessere Auslastung des Standortes in Gerchsheim. Darauf hofft auch die Bürgermeisterin, schließlich sei die Firma Bittermann und Weiss derzeit der größte Arbeitgeber im Ort und ein guter Gewerbesteuerzahler.

Seit Siegfried Weiss die Firma vor zehn Jahren übernommen hat, ging es stetig bergauf. Und so soll es auch bleiben, hoffen alle Beteiligten. Noch in diesem Jahr will man den Satzungsbeschluss für das gewerbegebiet „Geißgraben III“ in Gerchsheim aufstellen und dann wird unverzüglich gebaut.