Grünsfeld

Gemeinderat Grünsfelder Kommunalpolitiker machten sich ein Bild von Gedenkstele auf dem Urnengräberfeld

Anonyme Bestattung wird möglich

Die anonyme Bestattung ist auf dem Urnenfeld auf dem Grünsfelder Friedhof möglich. Der Gemeinderat machte sich ein Bild von der neu errichteten Stele.

Grünsfeld. „Der Muschelkalkstein passt sich hervorragend in die Umgebung ein.“ Bürgermeister Joachim Markert ist beim Vor-Ort-Termin des Grünfelder Gemeinderats am Donnerstag auf dem Friedhof voll des Lobes. Rund 7900 Euro hat die Kommune für dieses Grabfeld investiert, das Platz für 80 Urnen hat.

Urnenbestattungen nehmen auch in Grünsfeld immer mehr zu. Dieser Entwicklung hat die Kommune mit der Ausweisung eines Urnengräberfelds auf dem Friedhof bereits Rechnung getragen. Da aber oft die Angehörigen der Verstorbenen nicht in der Nähe leben, habe es immer mehr Anfragen nach anonymen oder teilanonymen Bestattungsmöglichkeiten gegeben, erläuterte der Rathauschef. So hatte sich das Gremium Anfang des Jahres mit dem Thema beschäftigt und im Frühjahr die Stele bei Harald Kuhn in Auftrag gegeben. „Die lange Suche nach dem passenden Stein hat sich gelohnt“, merkte Markert an und war von der Gestaltung dieser Gedenkstätte für die Verstorbenen sehr angetan.

Keine Grabpflege nötig

Bei einer anonymen Bestattung weiß nur die Verwaltung, wo die Urne auf dem Rasenfeld liegt. Bei einem teilanonymen Begräbnis ist auf der Stele noch ein Schild mit Namen und Lebensdaten des Verstorbenen angebracht. Damit eine einheitliche Optik gewährleistet wird, kümmere man sich in der Verwaltung um diese Schilder. Beim Urnengrab gibt es laut Markert eine Liegezeit von 15 Jahren. Grabpflege ist nicht nötig.

Die Stele besteht aus drei Teilen. Mittelpunkt ist der Stein mit dem filigranen Kreuz. Auf den niedrigeren Stein daneben können Blumen abgelegt werden. Der etwas größere Stein bietet Platz für die Erinnerungstafeln.

Daneben gab der Gemeinderat noch sein Einvernehmen zu mehreren Baugesuchen. Die Firma E+D Vermietungen und Verpachtungen will auf dem Waltersberg eine Lagerhalle bauen. Sie soll an die Grünsfelder Firma Estexo zur Lagerung von Gartenmöbeln und -artikeln weitervermietet werden. Die Halle in Leichtbauweise hat eine Grundfläche von 1260 Quadratmetern.

Keine Bedenken hatte das Gremium mit der Aufstellung von Containern an der Ölmühle und deren Überdachung.

Container an Ölmühle überdacht

Die Firma Seitenbacher lagere dort den Ölkuchen aus Pressungen für die Kosmetikindustrie, der per Aggregat gekühlt werde. Durch die Überdachung solle die Lärmbelästigung reduziert werden, erläuterte Karsten Ott. „Damit wird aus einer Übergangslösung nun eine Dauerlösung“, merkte Gemeinderat Franz Ködel an. Bürgermeister Joachim Markert fand dies nicht problematisch, weil die Überdachung im Fall, dass die Container nicht mehr gebraucht werden, schnell wieder abgebaut werden könne. „So ist das viel verträglicher.“ dib