Grünsfeld

Kirchlicher Bauförderverein Im Rahmen der Jahreshauptversammlung zurückgeblickt

Begeistert von „neuer“ Achatius-Kapelle

Grünsfeldhausen.Mit Schwung und neuen Ideen setzt der kirchliche Bauförderverein seine Arbeit fort. Die Mitglieder trafen sich zur Jahreshauptversammlung im Feuerwehrheim.

Als „Höhepunkt unserer Arbeit“ bezeichnete Alfred Beetz die feierliche Wiedereröffnung der Achatiuskapelle im vergangenen Oktober. Zum Festgottesdienst waren zahlreiche Gäste gekommen. Der Vorsitzende berichtete von vielen positiven Reaktionen auf die gelungene Sanierung. Die Einfachheit und Klarheit des ursprünglichen romanischen Baustils begeistere Besucher immer wieder aufs Neue.

„Wir nehmen am gesellschaftlichen Leben teil, um Mitglieder zu werben und Gelder zu akquirieren“, meinte Elke Krappel. Mit pfiffigen Ideen ist dies nach Ansicht der Schriftführerin gelungen. So engagierte der Bauförderverein sich auf dem Adventsmarkt und organisierte ein Weißwurstfrühstück.

Zahlreiche Termine

Beim Saatgutfestival verkaufte man Fledermauskot als natürlichen Dünger. Die nächste Veranstaltung steht schon fest. Am 15. Juni gastiert die Formation „Hauptstadtblech“ für ein weiteres Benefiz-Freiluftkonzert in Grünsfeld.

Bei so vielen Aktionen stimmt auch die Kasse. 79 000 Euro hat die Kirchengemeinde als Darlehen aufgenommen. 3800 Euro müssen jährlich für den Schuldendienst aufgebracht werden. Durch Mitgliedsbeiträge, Führungen, etliche, zum Teil ziemlich beträchtliche Spenden und diverse Veranstaltungen sind mittlerweile schon rund 54 000 Euro zusammengekommen.

Die Begeisterung für die renovierte Achatiuskapelle hat sich bei Pfarrer Oliver Störr noch immer nicht gelegt. „Es ist eine Freude, hier Gottesdienst zu feiern“, schwärmte er in seinem Grußwort. Die Mitglieder des Baufördervereins lobte er für ihr Engagement. Sie sorgen „in einzigartiger Weise“ dafür, dass die Kapelle als Kleinod im Grünbachtal erhalten bleibt.

In die Lobeshymne stimmte Joachim Markert mit ein. In den Augen des Bürgermeisters ist der Bauförderverein mehr als eine Gemeinschaft zum Geldsammeln. „Der Verein ist wichtig für die Kommune“, betonte Markert. Der Verein bündelt seiner Meinung nach großen Sachverstand und stiftet Identität. Mit seinen Aktionen bereichere er zudem den Veranstaltungskalender der Stadt.

Kümmerer gesucht

Mit dem Ende der Renovierung geht dem Bauförderverein aber nicht die Arbeit aus. „Die Kapelle braucht immer Kümmerer“, betonte Beetz. Regelmäßige Veranstaltungen seien weiterhin nötig, um das Darlehen tilgen zu können.

Der Vorsitzende hat darüber hinaus schon weitere Betätigungsfelder ins Auge gefasst. Noch im Frühjahr soll eine Entlastungsleitung für die Drainage gelegt werden. Die Neugestaltung der Außenanlage sowie ein barrierefreier Zugang könnten außerdem lohnenswerte Zukunftsprojekte sein. feu