Grünsfeld

Gemeinderat Kurzparkzone bleibt weiter bestehen / Jahresrechnung und Haushalt der Grünbachgruppe vorberaten

Dauerparker sind ein Dorn im Auge

Die Kurzparkzone entlang der Grünsfelder Hauptstraße sorgt für einigen Unmut. Von manchem Einwohner wird sie zum Dauerparken genutzt.

Grünsfeld. Entlang der Mauer zur Stadtkirche hat die Stadt Parkplätze eingerichtet. Zwei Stunden ist das Verweilen dort erlaubt – verbunden mit Parkscheibe. Doch daran scheinen sich die Grünsfelder nicht zu halten. Bei der Gemeinderatssitzung wurde deswegen Kritik laut.

Bürgermeister Joachim Markert erläuterte, dass man die Parksituation verändern wolle. Die bisherige Regelung von zwei Stunden soll auf eine Stunde reduziert werden. Angeregt worden sei sogar, auf 30 Minuten zu reduzieren. Denn die Kurzparkzone sei eingerichtet worden, damit die Kunden genügend Zeit hätten, ihre Einkäufe in der Stadt, etwa beim Bäcker oder Metzger, zu erledigen. „Dauerparker sind hier unerwünscht“, so Markert. Wenn die Verkürzung der Zeit nichts bringe, müsse man sich auch einen Vollzugsdienst und Knöllchen überlegen.

Status quo belassen

So ganz stieß Markert nicht auf das Verständnis seines Gemeinderats. Während einige sogar das entsprechende Hinweisschild nicht kannten, wiesen andere darauf hin, dass die meisten Dauerparker dort Grünsfelder seien, teilweise auch die Geschäftsleute selbst. Sie könne man ansprechen und bitten, die Plätze für Besucher freizuhalten.

Lothar Derr sprach sich dafür aus, den Status Quo beizubehalten. Er befürchtete sonst ein Ausbluten der Stadt. Und die Räte fragten sich, wie eine Verkürzung der Parkzeit die Dauerparker von ihrem Tun abhalten sollte. Alleine mit der Debatte über das Thema hofft man bei der Verwaltung und dem Gemeinderat, die Grünsfelder für die Problematik zu sensibilisieren.

Vorberaten und einstimmig gebilligt wurden die Jahresrechnung 2018 des Wasserversorgungszweckverbands Grünbachgruppe und der Haushaltsplanentwurf für 2019. Kämmerer Manfred Maag stellte das Zahlenwerk vor, dem die Grünsfelder Mitglieder bei der Sitzung ihre Zustimmung erteilten.

Die Jahresrechnung für 2018 schließt mit Einnahmen und Ausgaben von 957 324 Euro. Davon entfallen 809 287 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 148 037 Euro auf den Vermögenshaushalt. Maag ging auf die Wasserliefermengen ein, die um 45 875 Kubikmeter verringert wurden. Bei Grünsfeld sank die Wasserabnahme um 51 082 Kubikmeter und bei Wittighausen um 3315 Kubikmeter, während sie in Großrinderfeld um 8522 Kubikmeter gestiegen ist. Insgesamt wurden 701 467 Kubikmeter Wasser geliefert.

Im Vermögenshaushalt erläuterte er die Eigenmaßnahmen, die nicht umgesetzt wurden. Darunter waren die Anpassung des bestehenden Netzes im Zuge des Wasserverbunds Mittlere Tauber, Arbeiten an den Hochbehältern Krensheim, Ilmspan und Bärlestannen sowie dem Brunnen Großrinderfeld, die Anpassung an die Fernwirktechnik sowie die Anschlussleitung vom Hochbehälter Krensheim nach Uhlberg.

„Vorsichtig kalkuliert“ hat Kämmerer Maag den Haushalt der Grünbachgruppe für 2019. Der sieht ein Volumen von 1 046 300 Euro im Verwaltungshaushalt und 555 700 Euro im Vermögenshaushalt vor. Neben der Fertigstellung der Eigenmaßnahme nannte Maag als weiteres Projekt auch die Förderleitung zwischen den Hochbehältern Göbel und Lai. Diese Leitung liege noch in einem Privatgrundstück und soll in die öffentliche Straße verlegt werden. Zudem wurden Mittel für die Sanierung des Pumpwerks in Grünsfeld-Hausen und die Planungskosten für die Regenerierung des Brunnens Großrinderfeld eingestellt. In den Hochbehältern sollen Entfeuchter installiert werden, damit die künftige Fernwirktechnik keinen Schaden nimmt. Eine Kreditaufnahme von 350 000 Euro ist vorgesehen.

Einstimmig wurde auch dem Pachtvertrag zur Übertragung der Anlagen der Grünbachgruppe zur Wassergewinnung an den neuen Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber vom Gremium beschieden. Maag erläuterte dem Gemeinderat die Modalitäten, was übertragen werden soll und was bei der Grünbachgruppe bleibt, darunter die Brunnen Ilmspan und Zimmern.