Grünsfeld

Erfolgreiche Umstellung der Wasserversorgung Grünbachgruppe sowie Messelhausen, Hofstetten, Hof Sailtheim, Hof Marstadt und Bowiesen sind nun angeschlossen

Ein Garant für bestmögliche Qualität

Archivartikel

Das neue Wasserwerk ist in Betrieb gegangen – jetzt wurde die erfolgreiche Umstellung feierlich begangen.

Main-Tauber-Kreis. Der 3. Juni 2019 war für rund 10 000 Bürger aus dem Main-Tauber-Kreis ein historischer Moment: Seit diesem Tag ist die Grünbachgruppe mit den beteiligten Städten und Gemeinden Grünsfeld, Großrinderfeld und Wittighausen (mit allen Teilorten) an das neu errichtete Wasserwerk in Dittigheim angeschlossen. Auch Messelhausen, Hofstetten, Hof Sailtheim, Hof Marstadt und Bowiesen erhalten seitdem ihr Trinkwasser vom neuen Wasserwerk.

Nach dreiwöchigem erfolgreichem Betrieb feierten die Verantwortlichen nun am Dienstagvormittag die vollkommen reibungslose Umstellung. Die gute Nachricht vorweg: Es hat alles ganz hervorragend funktioniert. Befürchtungen, dass sich im Zuge der Veränderung kleinere Schwierigkeiten ergeben könnten, wie sie bei solchen Projekten naturgemäß nicht auszuschließen sind, haben sich nicht bewahrheitet.

Durch die Änderung der Aufbereitungstechnik und der Desinfektion kann es im einen oder anderen Fall zu einem leichten Chlorgeruch gekommen sein. Die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Werte werden dabei jedoch strengstens kontrolliert, so dass Beeinträchtigungen von vornherein ausgeschlossen sind. Mit der Zeit wird der Chlorgeruch nachlassen, teilten die WVMT-Wasserexperten mit.

Bestmögliche Wasserqualität

Die Grünbachgruppe versorgt etwa 9700 Einwohner bei einem jährlichen Wasserbedarf von 428 000 Kubikmeter (Wert 2018) mit frischem Trinkwasser, das höchsten Qualitätskriterien entspricht. Das Rohwasser des Brunnen zwei in Grünsfeldhausen wird im neuen Wasserwerk des Zweckverbandes Wasserversorgung Mittlere Tauber (WVMT) nach modernsten Verfahren aufbereitet, kontrolliert und in hygienisch einwandfreiem Zustand an die Bürger abgegeben.

Dank der aufwendigen Mikrofiltration, bei der unter anderem Aktivkohle zum Einsatz kommt, wird die bestmögliche Wasserqualität erreicht. Da die beteiligten Kommunen auf verschiedene Brunnen zugreifen können, ist eine absolute Versorgungssicherheit stets gewährleistet. Im Falle von Gefahrgutunfällen auf der benachbarten A 81 ist die Versorgungssicherheit durch den Verbund ebenso garantiert.

Dass die beteiligten Kommunen nicht auf eigene Wasserwerke, sondern auf eine gemeinsame Lösung gesetzt haben, war überdies die Voraussetzung für die Förderung des Landes Baden-Württemberg. Zusätzlich profitieren die Kommunen für ihre tangierenden Maßnahmen nun ebenfalls von der finanziellen Beteiligung.

Dazu übergab Regierungspräsident Wolfgang Reimer vor kurzem die Förderbescheide für die Umsetzung der Wasserversorgungskonzeption im Mittleren Taubertal an Thomas Maertens, Bürgermeister der Stadt Lauda-Königshofen und Verbandsvorsitzender des Zweckverbands Wasserversorgung Mittlere Tauber, und Wolfgang Vockel, Bürgermeister der Stadt Tauberbischofsheim.

Das Regierungspräsidium Stuttgart bewilligte insgesamt Fördermittel des Landes in Höhe von 6 877 100 Euro (wir berichteten).

In Zahlen ausgedrückt umfasst die Leitungslänge vom Wasserwerk Dittigheim bis zum Pumpwerk Grünsfeldhausen, wo das Wasser an die Grünbachgruppe gelangt, etwa 5800 Meter.