Grünsfeld

Friedhofssatzung Gebühren nach sechs Jahren wieder angehoben

Ein Urnengrabfeld wird angelegt

Grünsfeld.Fast auf den Tag genau nach sechs Jahren stand wieder einmal diese Thematik auf der Tagesordnung: Genehmigt am 11. Oktober 2011, erließ der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstagabend im Saal des Rathauses Grünsfeld einstimmig die erste Änderung zur Friedhofssatzung, nachdem man zuvor sowohl die Anlage eines (teil-)anonymen Urnengrabfeldes als auch die Neukalkulation der Bestattungsgebühren gebilligt hatte.

Mit einer ausführlichen Übersicht, bei der er kein Detail ausließ, wartete hierzu der zuständige Mitarbeiter der Verwaltung, Manfred Maag, auf, der zuerst auf die bestehenden Verhältnisse einging. So betreibe die Kommune sechs Friedhöfe in ihren Stadtteilen, und zwar jeweils mit Leichenhallen, wobei die Gesamtzahl der Gräber 1018 betrage - davon 762 belegt. Bei einer insgesamten Friedhofsfläche von 21 557 Quadratmetern belaufe sich die Anzahl der jährlichen Bestattungen in der vergangenen Dekade zwischen 30 und 43, dies bei einem Durchschnitt von etwas über 37, so der Bedienstete, der sich im Anschluss vor allem mit der Ermittlung der gebührenfähigen Kosten beschäftigte.

Hier zeigten sich die jährlichen Unterdeckungen recht deutlich, hielt Manfred Maag fest, der darauf hinwies, dass die Rechtsaufsichtsbehörden eine Kostendeckung von mindestens 80 Prozent forderten. Man käme dann künftig sogar auf 85 Prozent, merkte der städtische Mitarbeiter an, der die Jahresausgaben für die Grabfelder und Friedhofsanlagen auf 72 550 Euro, für die Bestattungen auf 27 800 Euro und für die Leichenhallenbenutzung auf 13 050 Euro bezifferte.

Im Anschluss die einzelnen Gebührensätze auflistend, mit Anstiegen von 600 zu 680 Euro beziehungsweise 745 zu 840 Euro, neu aufgenommen zum Beispiel das (teil-)anonyme Urnengrabfeld mit 250 Euro, nahm das Gremium die vorgeschlagenen künftigen Beträge im Bestattungswesen einhellig zur Kenntnis. bix