Grünsfeld

Galerie Kirchner Maler Andreas Heinrich Adler zeigt seine Werke

Form und Farbe

Archivartikel

Grünsfeld.Mit der ersten Ausstellung in diesem Jahr huldigt die Galerie Kirchner in Grünsfeld den kraftvollen Ausdruckmöglichkeiten der Farbe. Der Maler Andreas Heinrich Adler aus Schorndorf zeigt eine Auswahl seiner Gemälde aus den letzten Jahren seines intensiven kreativen Arbeitens.

Heinrich Adler malt experimentierend; er ist ein Alchimist, der unterschiedlichste Materialien wie Kupfer, Ammoniak, Mehl, Teer, Acryl und Farbpigmente miteinander reagieren lässt. Er forscht kreativ, indem er untersucht, wie er mit den erzielten Ergebnissen malerisch weiterarbeiten kann.

Der Maler lässt den Prozess sichtbar werden, wie sich eine „Malmasse“ zusammenzieht, schrundig aufwirft und dabei intensive haptische Qualitäten annimmt. Adler setzt den chaotischen Strukturen der Natur seine toxischen, nur wie natürlich gewachsen scheinende Strukturen gegenüber. Er lässt dem Zufall bis zu einer von ihm definierten Grenze freien Lauf, greift dann aber mit einem entschlossenen Formwillen ein. Kleinstlandschaften entstehen, magisch beleuchtete klarste Symbole, Zeichen und aberwitzige Figuren werden in die Urbildmasse eingetragen; rudimentäre abbildhafte Elemente wie zerbröckelnde Architektur, faszinierende Lebewesen und andere Versatzstücke für die menschliche Anwesenheit tauchen schließlich in seinen Bildern auf.

Alles auf den Bildern von Heinrich Adler scheint in Bewegung zu sein. Szenen aus dem ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens führt der Künstler auf seinen Leinwänden vor und dazu mixt er noch seinen unwiderstehlichen Bildwitz, kurzum: den Kunstinteressierten erwartet eine spannende Ausstellung.

An der Vernissage, die am Sonntag, 17. März, von 11 bis 13 Uhr stattfindet, werden der Künstler und der Galerist im Gespräch versuchen, Galeriebesucher an die Bilderwelt von Andreas Heinrich Adler heranzuführen.