Grünsfeld

Konzert Sängerin Helena Goldt präsentiert am 21. September ihr umfangreiches Repertoire

Frech-flirrendes Gesamtkunstwerk

Archivartikel

Grünsfeld.Magisch-intime Momente: Das verspricht ein Konzert mit Helena Goldt am 21. September im Rienecksaal. Die deutsch-russische Künstlerin präsentiert bekannte Tonfilmschlager und eigene Popchansons. Das Publikum erwartet bei der vom Kulturverein organisierten Veranstaltung ein musikalisch-sinnliches Plädoyer für Liebe, Lust und Leidenschaft.

Helena Goldt gastiert bereits zum dritten Mal in Grünsfeld. Bislang hat sie bei zwei Weihnachtssingen nur jeweils kurze Kostproben ihres Könnens gezeigt. Beim Konzert am 21. September gibt sie einen umfangreichen Einblick in ihr bemerkenswert vielseitiges Repertoire. Darunter sind Kompositionen, die sie aktuell gemeinsam mit dem Produzenten Carsten Schedler in einem eigenen Album mit Pop-Chansons verarbeitet.

Modernes Musical

Unter dem Motto „Gefährlich nah“ entwickelt sie mit einem Drehbuchautor zudem gerade ein Konzept, das neue Wege der Konzertgestaltung bestreiten soll. Die Idee ist, eine moderne und eigene Version des Musicals „Cabaret“ zu schaffen. Programm, Dramaturgie und Moderation sollen ein frech-flirrendes Gesamtkunstwerk ergeben. Beim Konzert im Rienecksaal will Helena Goldt Ausschnitte davon erstmals zur Aufführung bringen.

Die Auftritte in Grünsfeld sind immer auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. Hier hat Helena Goldt, die eigentlich Helena Kolb heißt, Jahre ihrer Kindheit und Jugend verbracht.

Erste Erfahrungen als Sängerin sammelte sie im Kirchenchor der Pfarrei St. Peter und Paul. Nach dem Abitur am Martin-Schleyer-Gymnasium in Lauda studierte sie in Augsburg und Nürnberg klassischen Gesang.

Als Stipendiatin der Sommerakademie Concerto 21 der Alfred Toepfer-Stiftung entwickelte Helena Goldt einen Gesangsstil, den sie selbst als „Modern Archaic Voice“ bezeichnet.

Dabei mischt sie virtuos Gesangstechniken kasachischer Nomaden mit Jazz, russischer Folklore und klassischem Operngesang. Seit 2011 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin und ist auf vielen Bühnen unterwegs – von Kaliningrad (Königsberg) über Moldau bis Kurdistan.

2015 wirkte Helena Goldt als freies Mitglied von Vocal Consort in der Opernproduktion „Moses und Aaron“ von Arnold Schönberg an der Komischen Oper in Berlin mit sowie für Aufnahmen des Komponisten Sven Helbig für die Deutsche Grammophon unter Dirigent Kristjan Järvi.

Vielfältiges Programm

Mit dem Kaliningrader Sinfonieorchester und dem Moldauer Akkordeonensemble „Accordion Concertino Band“ tritt Helena Goldt regelmäßig als Solistin auf.

In ihren eigenen Konzertprogrammen setzt sie sich gerne über die Grenzen ihrer klassischen Ausbildung hinweg: Ihr Repertoire reicht heute von der James-Bond-Performance im Berliner Radialsystem V, als klassische Sängerin in der Berliner Philharmonie sowie der Komischen Oper, über europäischen Tango im Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Zwölfton-Oper in der Elbphilharmonie bis hin zu opulenten Filmschlagern mit Orchesterbegleitung im Drama-Theater Kaliningrads und der Saratower Philharmonie.