Grünsfeld

Industriepark ob der Tauber Erstmals Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt erwirtschaftet / Flächen annähernd ausverkauft

Freude über Rekordeinnahmen

Archivartikel

Eine durchweg positive Bilanz konnte am Mittwoch bei der öffentlichen Sitzung des Zweckverbandes Industriepark ob der Tauber (IpoT) im Rathaussaal der Stadt Grünsfeld vermeldet werden.

Grünsfeld/Lauda-Königshofen. Insbesondere die Jahresrechnung 2017, die Aufstellung des Hauhaltsplans nebst Satzung für 2018 sowie die Wahl des Verbandsvorsitzenden und dessen Stellvertreters standen im Mittelpunkt der Tagesordnung.

Erfolgsgeschichte geht weiter

Dass der im August 1994 gemeinsam von den Städten Grünsfeld und Lauda-Königshofen gegründete interkommunale Zweckverband Industriepark ob der Tauber (IpoT) im Gewann „Waltersberg“ auf Gemarkung Grünsfeld eine „absolute Erfolgsstory“ sei, habe sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bewiesen, betonte der Verbandsvorsitzende und Grünsfelder Bürgermeister Joachim Markert eingangs. Bersonders hob er die vertrauensvolle Zusammenarbeit nebst der sehr guten Arbeit des Verbandsschriftführers und Grünsfelder Hauptamtsleiters Heinz Ulzhöfer sowie des Verbandsrechners und Kämmerers der Stadt Lauda-Königshofen Günter Haberkorn hervor. Zudem prognostizierte Markert, dass sich diese Erfolgsgeschichte des Industrieparks, der im kommenden Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern könne, zukünftig ebenso fortsetzen werde. „Es tut sich sehr viel, die Flächen des insgesamt 40 Hektar umfassenden Industrieparks sind annähernd ausverkauft und das ist gut – auch für die Gewerbesteuereinnahmen“, meinte Markert.

Gutes Mix an Gewerbe

Rekordeinnahmen in Höhe von knapp 900 000 Euro für die Stadt Lauda-Königshofen und von rund 550 000 Euro konnte Haberkorn in seinem Sachvortrag des Ergebnisses der Jahresrechnung für das Jahr 2017 vermelden. Einhergehend unterstrich er ebenfalls die weiterhin positive Entwicklung der Gewerbe- und Grundsteuereinnahmen. Dies belege, dass ein beachtlich günstiger Mix verschiedener Gewerbe angesiedelt worden sei.

Erstmals habe aus dem Verwaltungshaushalt eine Zuführung an den Vermögenshaushalt erfolgen können, die von dort auf die allgemeinen Rücklagen übertragbar gewesen sei. Den derzeitigen Tendenzen nach lasse sich laut Angaben des Verbandsrechners eine Schuldenfreiheit des Zweckverbandes bis zum 1. Juli 2022 prognostizieren.

Aus dem Vermögenshaushalt seien 43 000 Euro in eine neue Straßenbeleuchtung investiert worden, mit der Energiekosten einspart werden. Insgesamt bilanzierte Haberkorn eine äußerst gute und solide Basis für eine Weiterentwicklung des IpoT in sowohl räumlicher als auch finanzieller Hinsicht.

Hervorragende Entwicklung

Eine hervorragende Entwicklung sowie eine sehr gute Strukturmischung überwiegend mittelständischer Gewerbebetriebe bescheinigte gleichsam der Verbandsvorsitzende Markert. Infolgedessen wurde von dem Verbandsgremium die Jahresrechnung einstimmig bewilligt.

Haushaltsplan 2018

Da die Aufstellung des Haushaltsplans nebst Satzung 2018 für den IpoT erstmals nach dem „Neuen Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen Baden-Württemberg (NHKR)“ erfolgt und nicht mehr nach dem bisherigen traditionellen System der Kameralistik, erläuterte Haberkorn die Bewertungsschwerpunkte für die Eröffnungsbilanz des interkommunalen Zweckverbandes. Diese seien vor allem die Straßen sowie Grün- und Beleuchtungsanlagen.

Anstelle wie bisher in Verwaltungs- und Vermögenshaushalt unterteilt enthalte der Plan für das laufende Jahr erstmals einen Ergebnis- und einen Finanzhaushalt. Zu den bedeutsamsten Änderungen zum seitherigen Haushaltsrecht zählten Abschreibungen in Höhe von 85 000 Euro und Auflösung von Ertragszuschüssen von 22 000 Euro. Die Summe der Ertragsüberschüsse fällt um insgesamt 63 000 Euro geringer aus als die Höhe der Abschreibungen. Gemäß dem NHKR müssten die gesamten Aufwendungen, also auch die Abschreibungen, erwirtschaftet werden. Im Haushaltsplan 2018 seien laut Haberkorn unter anderem 30 000 Euro für Grundstückserlöse eingestellt, zudem vorgezogen zum Beispiel 10 000 Euro für Grunderwerb, 40 000 Euro für Tiefbaumaßnahmen und 10 000 Euro für Planungen zu einer zukünftigen Erweiterung des Industrieparks.

Die Tilgungsleistungen bezifferte der Verbandsrechner mit 335 000 Euro. Am Ende des Jahres könne von einer Liquiditätszuführung von 28 000 Euro ausgegangen werden.

„Es ist eine sehr große Herausforderung für Kommunen, die Abschreibungskosten zu erwirtschaften“, hob Markert ergänzend hervor, bevor auch der Haushaltsplan 2018 nebst Satzung von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen wurde.

Vorsitzender wechselt

Ein weiterer wesentlicher Programmpunkt war die Wahl des Verbandsvorsitzenden und dessen Stellvertreter. Laut Verbandssatzung wechseln sich die Bürgermeister der beiden Mitgliedsstädte Grünsfeld und Lauda-Königshofen im dreijährigen Rhythmus in diesen Ämtern ab.

Turnusgemäß steht der nächste Wechsel zum 1. Juli 2018 an. Zum neuen Vorsitzenden ab diesem Zeitpunkt wurden einstimmig der Lauda-Königshofener Bürgermeister Thomas Maertens und zum neuen Stellvertreter der bislang als Vorsitzende amtierende Grünsfelder Bürgermeister Joachim Markert gewählt.