Grünsfeld

Gemeinderat tagte Vorbereitende Untersuchung zur Erweiterung des Sanierungsgebiets „Stadtkern III“ beschlossen / Ersatzbeschaffung für Feuerwehr

Gewerbebrachen stehen nun im Fokus

Archivartikel

Die Stadtsanierung in Grünsfeld geht in die nächste Runde. Nun legt man das Augenmerk auf Gewerbebrachen und Flächenleerstände.

Grünsfeld. Das Gesicht der Stadt Grünsfeld hat sich durch das Landessanierungsprogramm positiv verändert. Diesen Trend will die Kommune weiter fortsetzen. Deshalb beschloss der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag im Rathaussaal einstimmig den Beginn der vorbereitenden Untersuchungen, um das bisherige Gebiet „Stadtkern III“ erweitern zu können. Die letzte Erweiterung wurde im April 2015 beschlossen.

Die Überlegung, die Bürgermeister Joachim Markert und die Verwaltung hatten, nämlich ein viertes Sanierungsgebiet auf den Weg zu bringen, wurde nach einem Besuch in Stuttgart wieder fallengelassen. Stattdessen entschied man sich, das bisherige Areal um vier Teilbereiche zu erweitern.

Wichtige Areale

„Wir haben dabei die Gewerbebrachen und Flächenleerstände in den Blick genommen“, erläuterte der frühere Hauptamtsleiter Heinz Ulzhöfer. Dazu zählen der Bereich um das Möbelhaus Seubert, die Umgebung der Philipp-Holzmann-Straße am Lagerhaus, das Areal um die Dorothea-von-Rieneck-Schule sowie um den derzeitigen Kindergarten. „Das ist für uns ein unheimlich wichtiges Areal.“

Bürgermeister Markert ist guten Mutes für die Erweiterung. Mit Blick auf den Kindergarten erklärte er, dass es auch für diese Fläche Zuschüsse gebe. Voraussetzung sei aber, dass das Gelände nicht in kirchlicher Hand bleibt.

Nach der Zustimmung des Gemeinderats sollen nun alle Eigentümer angeschrieben werden. Über Fragebögen will die Kommune erfahren, was die Besitzer mit ihrem Gelände vorhaben. Danach steht der Satzungsbeschluss zur Festlegung des Gebiets an, Fördermittel können beantragt werden. Die Kommune will selbst Flächen erwerben.

Das Land übernimmt bei Projekten nach dem Sanierungsprogramm 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Ulzhöfer sprach von 850 000 Euro aus Landesmitteln. Die restlichen 40 Prozent übernimmt die Stadt. „Wir bekommen voraussichtlich einen kräftigen Zuschlag für den Umbau des Schulgebäudes“, freute sich Ulzhöfer.

Und der Rathauschef machte deutlich, dass auch Sanierungswillige außerhalb der abgegrenzten Gebiete mit finanziellen Hilfen rechnen können. Über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum sei dies seit wenigen Monaten möglich.

Breiten Raum bei der öffentlichen Sitzung nahm die Beschilderung kulturell bedeutsamer Sehenswürdigkeiten in Grünsfeld ein. Neben 31 kleineren Tafeln sollen auch sechs Hinweistafeln aufgestellt werden. Eine wird in der Nähe der Achatiuskapelle in Grünsfeldhausen errichtet, eine in Zimmern am Infopavillon am Treffpunkt. Die übrigen vier sind für Grünsfeld vorgesehen. Deren Standorte befinden sich als Ersatz der bisherigen Tafel am Pfarrhaus sowie am Pavillon am Sportplatz, zusätzlich am Parkplatz am Jägerhaus sowie am Pavillon am Bahnhof. Die Kosten liegen bei rund 30 000 Euro, die Förderung bei etwa 15 000 Euro. Markert wies darauf hin, dass alle Tafeln mit einen QR-Code für Smartphones versehen sind. Interessierte erhalten zu den Sehenswürdigkeiten über die Internetseite der Stadt weitere Informationen. Er würdigte das Projektteam um Franz Ködel, Alfred Beetz und Karl-Heinz-Schmitt für deren Einsatz.

Material für die Feuerwehr

Der Ersatzbeschaffung für die Feuerwehren im Stadtgebiet zum Preis von 17 845 Euro brutto bei der Firma Herbach Brandschutz in Wertheim stimmte der Gemeinderat zu. Unter anderem werden Uniformen angeschafft für Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die in Kürze in die aktive Wehr wechsel wollen. Allerdings wolle die Feuerwehr die Liste noch überarbeiten, erklärte der Verwaltungschef. Die Ausgaben würden sich aber dadurch nicht erhöhen. Beschlossen wurde auch die Beschaffung eines Rollcontainers „Notstrom und Licht“ für die Wehr. Den Zuschlag erhielt die Firma Jerg Feuerwehr- und Umwelttechnik in Mietingen. 3147 Euro wird der Container kosten. Gemeinderat Rainer Schenk wies darauf hin, dass der Schlauchwagen in die Jahre gekommen ist und in den nächsten Jahre eine Ersatzbeschaffung ansteht.