Grünsfeld

Fasnacht Närrische Kampagne mit vielen Tränen am Dienstag beendet / Rückblick auf die kurze Saison gehalten

„Hasekühle“ verbrannten Strohbären

Die Fasnacht wurde bei den „Hasekühle“ mit großem Heulen zu Grabe getragen und der Strohbär zum Kehraus verbrannt.

Grünsfeld. So schnell ist alles vorbei: Kurz, aber intensiv war in diesem Jahr die närrische Kampagne. Beim traditionellen Kehraus am Fasnachtsdienstag hatten Ihre Lieblichkeit, Prinzessin Milena I., und Seine Tollität, Prinz Nicolai I., einen letzten Auftritt. Unter Heulen und Zähneknirschen trugen die Narren anschließend die Fasnacht zu Grabe. Das Vereinsheim platzte schier aus allen Nähten, so groß war der Andrang.

Bildungscampus als Motto

Ein Herz für Bildung bewiesen die „Hasekühle“ in dieser Kampagne. Das große Bauprojekt, bei dem Kindergarten und Grundschule unter ein Dach sollen, regte zum Motto an.

Weitere Höhepunkte der letzten Wochen ließen Vorsitzende Astrid Bernhardt und ihre Stellvertreterin Christina Wenz in ihrer „Trauerrede“ Revue passieren. Ein dickes Lob gab es für das große und das kleine Prinzenpaar. Premiere für die „Hasekühle“: Mit Milena und Madlen standen erstmals zwei Schwestern an der Spitze der Grünsfelder Narrenschar. Als „Prinzessinnen im Partnerlook“ haben die beiden nach Ansicht von Astrid Bernhardt alle bezaubert.

Charmantes Prinzenpaar

Begeistert war Christina Wenz von Prinz Nicolai. Er sei kurzfristig eingesprungen, weil die Prinzessin plötzlich ohne männliche Begleitung dastand. „Der neue Prinz hat seine Sache mit großem Charme sehr gut gemacht.“ Von der Prunksitzung schwärmten Bernhardt und Wenz einhellig. Die Darbietungen mit vielen Eigengewächsen sei ein voller Erfolg gewesen. Das Publikum habe die Purzelgarde genauso begeistert gefeiert wie die fantasievoll ausgestatteten Schautänze. Besonders hoben Bernhardt und Wenz Sitzungspräsident Christian Leue-Huband hervor. Er habe ruhig Blut bewahrt und Improvisationstalent bewiesen, obwohl die Programmfolge sich immer wieder änderte.

Um Mitternacht vertauschten die „Hasekühle“ das Narrenkleid mit dem Trauergewand und trugen die Fasnacht zu Grabe. Die Taschentücher waren kaum groß genug, um all die Tränen, die vergossen wurden, trocknen zu können. Das symbolträchtige Finale markierte die Verbrennung des Strohbären am Schorren. Dieses Lichtzeichen besitzt in Grünsfeld eine lange Tradition. Es kündigt den Beginn der Fastenzeit an und ruft die Menschen zu Besinnung und Umkehr. Eine Hoffnung bleibt den „Hasekühle“: Am 11.11. geht es wieder los. feu