Grünsfeld

Fasnacht „Hasekühle“ verbrannten zum Kehraus einen Strohbären

Heulen und Zähneknirschen

Archivartikel

Grünsfeld.Alles hat ein Ende: Auch die längste närrische Kampagne ist einmal vorbei. Beim traditionellen Kehraus der „Hasekühle“ am Fasnachtsdienstag hatten Prinzessin Susanne II. und Prinz Steffen I. samt Kinderprinzenpaar Nele I. und Elia I. einen letzten Auftritt. Unter Heulen und Zähneknirschen trugen die Narren anschließend die Fasnacht zu Grabe. Das Vereinsheim platzte schier aus allen Nähten, so groß war der Andrang.

Das „Bürgercafé“ im neuen Familienzentrum stand im Mittelpunkt der Kampagne. Die „Hasekühle“ wollten es zu einem generationenübergreifenden Treffpunkt umfunktionieren. Weitere Höhepunkte der letzten Wochen ließen Vorsitzende Astrid Bernhardt und ihre Stellvertreterin Christina Wenz in ihrer „Trauerrede“ Revue passieren.

Ein dickes Lob gab es für das große und das kleine Prinzenpaar. Beide seien eine gute Wahl gewesen und hätten ihre Aufgaben hervorragend erledigt. „Die Zusammenarbeit mit ihnen war eine echte Freude“, betonte das Führungsduo der „Hasekühle“.

Von der Prunksitzung schwärmten Bernhardt und Wenz einhellig. Die Darbietungen mit vielen Eigengewächsen sei ein voller Erfolg gewesen.

Das Publikum habe die Prinzengarde genauso begeistert gefeiert wie die fantasievoll ausgestatteten Schautänze. Tanzmariechen Shamila Almestica sei mit seinem Auftritt eine Augenweide gewesen.

Besonders hoben Bernhardt und Wenz Sitzungspräsident Christian Leue-Huband hervor. Mit der Programmgestaltung habe er ein glückliches Händchen bewiesen.

Um Mitternacht vertauschten die „Hasekühle“ das Narrenkleid mit dem Trauergewand und trugen die Fasnacht zu Grabe. Die Taschentücher waren kaum groß genug, um all die Tränen, die vergossen wurden, trocknen zu können. Das symbolträchtige Finale markierte die Verbrennung des Strohbären am Schorren. Dieses Lichtzeichen besitzt in Grünsfeld eine lange Tradition. Es kündigt den Beginn der Fastenzeit an und ruft die Menschen zu Besinnung und Umkehr. Eine Hoffnung bleibt den „Hasekühle“: Am 11. November geht es wieder los. feu