Grünsfeld

Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Generalversammlung / Derzeit herrscht Gelassenheit

„Ihr Engagement hinterlässt Spuren“

Archivartikel

Grünsfeld.Wetterkapriolen und Ernteausfälle: Wenig erfreulich fiel die Bilanz beim Verein für Obstbau, Garten und Landschaft aus. Die Mitglieder trafen sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Krone“.

„Der April macht, was er will.“ Für die Obst- und Gartenfreunde wurde diese Wetterregel im vergangenen Jahr bittere Realität. Erst blühten die Bäume, dann kam der Frost. „Die Hoffnungen auf eine gute Ernte wurden mit einem Schlag zunichtegemacht“, erklärte Herold Schäfer. Der Vorsitzende zog eine vernichtende Bilanz des zurückliegenden Vereinsjahres. „Für Saft und Most hat die Ernte nicht gereicht, und Obst einlagern war auch nicht möglich.“ Stattdessen habe man teures Obst im Supermarkt kaufen müssen.

Weniger Probleme bereitete der Garten. Die Pflanzen erholten sich, so Schäfer, nach dem Frost und lieferten im Herbst einen ordentlichen Ertrag.

Derzeit ist es auch noch ziemlich kalt. Die Obst- und Gartenfreunde zeigten sich gelassen. „Wenn der Winter sich nach hinten zieht, ist das gut“, meinte Schäfer. Bislang habe der Frost noch keinen Schaden anrichten können. Nach zwei mageren Jahren hoffte der Vorsitzende auf eine reichhaltige Ernte. „Dann können wir wieder unsere Lager füllen.“

Der Verein ist eine starke Gemeinschaft. Das machten Schäfers Ausführungen auch deutlich. Die Mitglieder helfen sich gegenseitig. So pflegen sie Streuobstwiesen, beschneiden Bäume. Einige Mitglieder waren deshalb beim Streuobstpflegetag im Einsatz.

Schriftführer Ralf Kuhn ließ die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. Schnittkurse lieferten wertvolle Tipps für die Arbeit im Garten. Gesellige Veranstaltungen förderten den Gemeinschaftsgeist. Der Ausflug zu den Gartentagen auf Schloss Langenburg verband beide Anliegen auf vorbildliche Weise.

Reiner Schenk präsentierte den aktuellen Kassenstand. Die Vereinsmitglieder haben solide gewirtschaftet. Der Verein steht finanziell auf gesunden Beinen. Kassenprüfer Matthias Klinger bescheinigte Schenk eine einwandfreie Kassenführung. Einer einstimmigen Entlastung des Kassierers und des gesamten Vorstandes stand somit nichts im Wege.

„Kennzeichen der Landschaft“ nannte Bürgermeister Joachim Markert die Obstbäume. Sie machen seiner Meinung nach die Identität der Region aus. Verantwortlich dafür seien die Obst- und Gartenfreunde. Sie leisten in Markerts Augen eine wichtige Arbeit. „Ihr Engagement hinterlässt Spuren.“

Herold Schäfer gab einen Ausblick auf die anstehenden Aktivitäten. Unter anderem wollen die Mitglieder einen Ausflug veranstalten. Eine gemeinsame Wanderung mit dem Naturschutzverein ist außerdem geplant. Schnittkurse und der traditionelle Streuobstpflegetag stehen ebenfalls auf dem Programm. In diesem Jahr wird der Verein 110 Jahre alt. Die Mitglieder wollen das Jubiläum im Herbst feiern. feu