Grünsfeld

Grundschule Grünsfeld-Wittighausen Projekt „Schule in Bewegung“ / Rund 90 Deutsche Sportabzeichen übergeben

In verschiedene Sportarten geschnuppert

Archivartikel

„Schule in Bewegung“ lautet das Motto eines Projektes der Grundschule Grünsfeld-Wittighausen mit Kooperationspartnern an beiden Standorten.

Grünsfeld/Wittighausen. Das Projekt findet im Rahmen des baden-württembergischen Gesamtkonzeptes der „Sport- und bewegungsfreundlichen Schule“ sowie der Schulsportoffensive „Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt (GSB)“ statt. Mit dieser Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie des Landesinstituts für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik Baden-Württemberg soll Bewegung und Sport vielfältig in den Unterricht und den Schullalltag baden-württembergischer Schulen getragen werden.

Kooperationen aufgebaut

Dazu zählen Bewegungspausen, alljährlich stattfindende, regelmäßige Sportwettbewerbe wie „Jugend trainiert für Olympia“ und das Sportabzeichen des Deutschen Sportbundes als auch Kooperationen mit Vereinen vor Ort, um den Kindern die Möglichkeit zu gegeben, in Sportarten hineinzuschnuppern. In diesem Zusammenhang kooperiert die Grundschule Grünsfeld-Wittighausen zum Beispiel mit dem FC Grünsfeld in Form einer Fußball-AG.

Als Auszeichnung und Unterstützung für diese Initiative erhielt Jakob Eckert, Jugendbetreuer der Fußball-AG am Standort Grünsfeld jüngst vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zusätzliches Trainerequipment und eine Urkunde sowie die fußballbegeisterten Kinder ein Starterpaket mit Trainingsbällen und Shirts.

Schulleiter Uwe Schultheiß und Konrektor Bernhard Mittnacht äußerten sich sehr erfreut über diese Anerkennung seitens des DFB. „Wir sind guter Dinge, dass auch in Zukunft eine Fußball-AG an der Schule angeboten werden kann“, zeigten sich beide zuversichtlich.

Ebenfalls als Kooperationsprojekt der Schule mit Vereinen bekamen die Kinder aller Klassen am Grundschulstandort in Wittighausen die Gelegenheit eines Schnuppertrainings im Tennisspiel. Manfred Deissler, Alfred Fuchs und Paul Schenk vom TC Weiß-Blau Wittighausen vermittelten in der Schulaula Tipps und Praxiserfahrungen. Auf diese Weise hoffe man, Nachwuchstalente für den Tennissport zu generieren, erklärten die Vereinsvertreter.

An beiden Standorten erfolgte im Rahmen des Sportunterrichts in einigen Klassen die Durchführung der Winterbundesjugendspiele in Wettbewerbsform. Dazu wurde von den Sportlehrern beider Schulen ein Programm mit Übungen und Bewegungsabläufen erarbeitet. Abhängig vom Alter gab es unterschiedliche Turnübungen am Boden sowie an Geräten wie etwa am Barren und am Reck. Zudem waren beim Laufen oder Springen Schnelligkeit und beim gemeinsamen Erfüllen von Aufgaben mit einem Partner entsprechende Geschicklichkeit gefordert.

Urkunden als Belohnung

Neben Sieger- und Ehrenurkunden für die Wettbewerbsbesten erhielten alle mitmachenden Schüler Teilnahmeurkunden, da im Prinzip weniger der Erfolg, sondern vor allem die sportliche Bewegung für Fitness und Gesundheit im Vordergrund standen.

Weiterhin ein wesentliches Konzept hierzu ist die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens bei der GS Grünsfeld-Wittighausen. Bei der Übergabe wurden insgesamt rund 90 Kinder mit dem Sportabzeichen von 2018 gewürdigt. Erstmals fand die Auszeichnung gemeinsam der beiden Standorte statt, nachdem die Übergabe der Abzeichen an die elf Schüler aus der abgegangenen vierten Klasse der Unterwittighäuser Grundschule sowie an die jugendlichen und erwachsenen Absolventen des SV Wittighausen separat bereits Mitte Dezember erfolgte.

Durch eine neue Leistungseinteilung und mehr Möglichkeiten in den Disziplinen sei das Sportabzeichen inzwischen an sich leichter zu erreichen als früher. Mittlerweile können die Kinder in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Koordination und Schnelligkeit wahlweise Übungen absolvieren.

Obligatorisch zum Erlangen eines Sportabzeichens hingegen sind Befähigungen im Schwimmen, worin jedoch immer wieder ein Manko festgestellt werden müsse. In den vergangenen Jahren hätten einige ansonsten sportlich leistungsstarke Schüler das Abzeichen nicht erhalten, weil die Grundvoraussetzungen und ein Nachweis der Schwimmfähigkeit gefehlt hätten, berichtete Schultheiß.

„Der Schwimmunterricht in der dritten Klasse mit insgesamt zehn Einheiten im Hallenbad in Lauda-Königshofen reicht leider nicht immer aus, um das Schwimmen zu erlernen und zu trainieren“, bedauerte der Rektor. Würde nicht der ehemalige Sportfachlehrer Lothar Weis die Schwimmstunden begleiten, wäre momentan Schwimmunterricht nur schwer durchführbar. Zudem appellierte Schultheiß an die Schülereltern, das Erlernen und Trainieren von Schwimmfertigkeiten zu unterstützen, da dies in Erlebnis- und Spaßbädern mit zum Beispiel Rutschen und anderen Actionangeboten häufig vernachlässigt werde.

Ernährung ist wichtig

Zum Erhalt von Fitness zähle ebenso eine gesunde Ernährung. Mit dem EU-Schulfrucht-Programm bekommen die Kinder an beide Standorten wöchentlich frisches Obst als Ergänzung zum Pausenbrot.

Am Standort Wittighausen findet zudem mit Unterstützung durch engagierte Eltern monatlich ein Aktionstag statt, an dem gemeinsam mit Kindern Obst und Gemüse geschnippelt sowie mit zubereiteten Dips angeboten wird.