Grünsfeld

Galerie Kirchner Neue Gemälde von Andreas Heinrich Adler aus Schorndorf in den Grünsfelder Räumlichkeiten zu bestaunen

Kraftvolle Ausdrucksmöglichkeiten in Farbe

Grünsfeld.Mit der ersten Ausstellung in diesem Jahr huldigt die Galerie Kirchner in Grünsfeld den kraftvollen Ausdruckmöglichkeiten der Farbe. Der Maler Andreas Heinrich Adler aus Schorndorf zeigt eine Auswahl seiner Gemälde aus den letzten Jahren seines intensiven kreativen Arbeitens.

Zum vierten Mal schon wird er in die Galerie geholt, da sein Schaffen immer neue spannende Entwicklungen zeigt.

Experimentierfreudig

Die Bilder des Künstlers sind vielleicht mit folgendem Zitat am besten zu beschreiben: „Ich bin mir so sehr schön unsicher, ob nicht Chaos als offenliegende Summe von Möglichkeiten und Zufällen das Eigentliche ist; Ordnung dagegen nur unser ständiges Bemühen, diese Möglichkeiten einzugrenzen und handhabbar zu machen.“

Heinrich Adler malt experimentierend; er ist ein Alchimist, der unterschiedlichste Materialien wie Kupfer, Ammoniak, Mehl, Teer, Acryl und Farbpigmente miteinander reagieren lässt. Er forscht kreativ, indem er untersucht, wie er mit den erzielten Ergebnissen malerisch weiterarbeiten kann.

Der Maler lässt für uns den Prozess sichtbar werden, wie sich eine „Malmasse“ brodelnd zusammenzieht, schrundig aufwirft und dabei intensive haptische Qualitäten annimmt.

Heinrich Adler setzt den chaotischen Strukturen der Natur seine toxischen, nur wie natürlich gewachsen scheinende Strukturen gegenüber.

Er lässt dem Zufall bis zu einer von ihm definierten Grenze freien Lauf, greift dann aber mit einem entschlossenen Formwillen ein. Er schafft den ordnenden Gegenpol zum Chaos.

Magisch beleuchtet

Kleinstlandschaften entstehen, magisch beleuchtete klarste Symbole, Zeichen und aberwitzige Figuren werden in die Urbildmasse eingetragen; rudimentäre abbildhafte Elemente wie zerbröckelnde Architektur, faszinierende Lebewesen und andere Versatzstücke für die menschliche Anwesenheit tauchen schließlich in seinen Bildern auf. Manche Bilder dieser Ausstellung sind in ihrer Wirkung so verblüffend, dass man sich fragt: Wie hat er das gemacht? Wie kann ein gemaltes Bild fast wie ein Hologramm wirken und gibt es in der Ausstellung nicht doch eine geheime Lichtquelle?

Das Medium und die Materialien sind bekannt. Das Geheimnis des Entstehens und das der mystischen Wirkung mancher Bildobjekte kann der Betrachter der Werke jedoch nur erahnen.

Werden und Vergehen

Alles auf den Bildern von Heinrich Adler scheint in Bewegung zu sein. Szenen aus dem ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens führt uns der Künstler auf seinen Leinwänden vor und dazu mixt er noch seinen unwiderstehlichen Bildwitz, kurzum: den Kunstinteressierten erwartet eine spannende Ausstellung.

An der Vernissage, die am Sonntag, 17. März, von 11 bis 13 Uhr stattfindet, werden der Künstler und der Galerist im Gespräch versuchen Galeriebesucher an die Bilderwelt von Andreas Heinrich Adler heranzuführen.