Grünsfeld

Feierstunde 161 000 Euro teures Projekt zwischen Grünsfeld, dem Industriepark ob der Tauber und Distelhausen offiziell übergeben

Neuen Radweg in Rekordzeit realisiert

Archivartikel

Die Lücke des Radwegs zwischen Grünsfeld und Distelhausen, der entlang der L 512 am Industriepark ob der Tauber führt, ist nun geschlossen.

Grünsfeld/Lauda-Königshofen. Die Radler nutzen die neue Verbindung bereits reichlich. Corinne Mott von Europcar sieht morgens viele Sportliche, die am Ipot mit ihrem Bike entlangkommen. Sie fahren weiter Richtung Taubertal.

„Fahrradfahren wird immer beliebter.“ Den Trend, auf das Rad umzusteigen, kennt auch Grünsfelds Bürgermeister Joachim Markert. „Mit dem neuen Radweg rücken Grünbachtal und Wittigbachtal näher ans Taubertal“, betonte er bei der offiziellen Eröffnung am gestrigen Dienstag auch im Namen seines Kollegen und Vorsitzenden des Zweckverbands Industriepark ob der Tauber, Bürgermeister Thomas Maertens aus Lauda-Königshofen, der jedoch verhindert war. Markert freute sich, dass viele Mitarbeiter der Firmen im Industriegebiet, darunter auch viele Auszubildende, zu ihrem Arbeitsplatz laufen oder per Rad kommen.

Per Rad zur Arbeit

Und das können künftig noch mehr werden. Denn nach Aussage des Verwaltungschefs steht der Regionalverband einer Vergrößerung des Areals positiv gegenüber. „Derzeit sind wir ausverkauft hier.“ Durch die vielbefahrene und schwer einsichtige Landesstraße und die hohe Frequenz auch des Zulieferverkehrs habe sich der Grünsfelder Gemeinderat für den Ausbau des Radwegs ausgesprochen. Ende 2017 wurde der Beschluss gefasst und dies dem Landratsamt mitgeteilt.

Eigentlich wollte man 2019 den Ausbau starten. Dass aber vom Kreis die Zusage kam, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, hat die Maßnahme beschleunigt. So erfolgte im März die Beauftragung des Ingenieurbüros Jouaux, vier Wochen später wurde die Bauleistung an Konrad Bau vergeben. „Dass wir nun sogar vor der Sommerpause noch fertig wurden, ist einfach klasse“, lobte Markert alle an der Realisierung beteiligten Firmen und Behörden.

Für den Bürgermeister war es gestern ein Tag der Freude. „Mit der Realisierung der Radstrecke wird der Weg zum Arbeitsplatz im Ipot sicherer.“ Und das Projekt sei ein gutes Beispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Städten Grünsfeld und Lauda-Königshofen.

Kosten geteilt

Die Kosten von 161 000 Euro teilen sich die beiden Kommunen und der Kreis. „Radwege sind mittlerweile wichtige Lebensadern im touristischen Bereich“, unterstrich Landrat Reinhard Frank. In Stuttgart baue man erst eine Schnellverbindung für Radler, in Grünsfeld gebe es das bereits, „und sogar über die Höhe“, so ein strahlender Landrat. Verkehrspolitisch, touristisch und gesundheitspolitisch sei der Weg sehr sinnvoll. „Das Projekt wurde in Rekordzeit umgesetzt“, freute er sich und verwies er auf oft monatelange Genehmigungszeiten. „Hier ging das wohltuend schnell.“

Der neue Radweg läuft entlang der L 512 zwischen Grünsfeld und Distelhausen. Noch fehlt die Beschilderung. Aber das stört die Radler nicht, die dort bereits unterwegs sind. Ob es in Nähe des Ipot noch eine Querung der L 512 geben kann, will Joachim Markert prüfen. dib