Grünsfeld

„Bellas fabelhafte Reise“ Musikstück für Schüler der Freiherr-von-Zobel-Schule und Vorschulkinder aufgeführt

Reise durch die Opernwelt wurde zum Erlebnis

Großrinderfeld.„Verflixt und Zaubergeflöte“ – wo sind denn nur die ganzen Instrumente geblieben? Die eigentlich immer glückliche und bezaubernde Opernfee Bella ist ratlos: Arien trällern, tanzen und den Klängen des Orchesters lauschen – schön wäre es! Tuba, Flöte und Geige, Fagott, Pauke und Bratsche haben sich heillos zerstritten und sind in alle Winde zerstreut.

Daher wird es in der Opernwelt immer ruhiger, denn singen ohne die Instrumente, verlieren auch die Opernsänger bald die Lust am Singen. Es wird sehr ruhig in der Opernwelt. Bella ist darüber sehr unglücklich und beschließt, alles zu versuchen, um die Instrumente wieder zurückzuholen.

Eine aufregende und klangvolle Erlebnisreise mit wunderschönem Operngesang beginnt für Bella, den Kindern der Freiherr-von-Zobel-Schule sowie den Vorschulkindern der Kindergärten Großrinderfeld und Ilmspan.

Zauberflöte

Mithilfe des ehrwürdigen Sarastros, der Bella eine „Zauberflöte“ und eine „rätselhafte“ Piratenkarte an die Hand gibt, gelingt es Bella mit Hilfe von Luigi, einem befreundeten, französischem Gärtner, zunächst die Holzblasinstrumente dazu zu bringen, ihren Platz im Orchestergraben wieder einzunehmen.

Weiter geht es in den Palazzo von Don Giovanni, um das Mundstück der Tuba zu beschaffen und damit die Blechblasinstrumente zu überzeugen, ihren Platz im Orchester wieder einzunehmen. Gut, dass ihr dabei der pfiffige Papageno zur Seite steht. So kann Bella auch diese schwierige Aufgabe, natürlich ebenso mithilfe der Kinder, lösen. Nun muss Bella nur noch den Piraten und Kapitän den „Fliegenden Holländer“ dazu bringen, die Streichinstrumente herauszugeben. Ein schwieriges Unterfangen, sind die Bedingungen des „Fliegenden Holländers“ doch sehr schwer zu erfüllen. Bella muss ihm nämlich eine Frau, die ihn liebt, ehrt und vor allem heiratet, an die Seite stellen.

Ansonsten kann der auf ihm lastende Fluch – sieben Jahre auf den sieben Weltmeeren zu segeln und nur für einen Tag an Land zu dürfen – nicht gebrochen werden. Bella bemüht sich sehr und findet letztlich in der Person von Anja Müller die passende Frau für den „Fliegenden Holländer“. So können nun die Streichinstrumente in den Orchestergraben zurückkehren. Da Frau Müller auch das Amt des Dirigenten übernimmt, kann das Orchester wieder wundervolle Klänge spielen und die Opernsänger ihre Arien schmettern. Die Opernwelt ist wieder in Ordnung!

„Bellas fabelhafte Reise“ stammt aus der Feder der Mannheimer Sopranistin Tanja Hamleh. Das dazugehörige Libretto entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Regisseur Klaus-Dieter Köhler, der diese Familienoper inszenierte. Wie bei allen Produktionen der „TourneeOper“ Mannheim steht auch bei „Bellas fabelhafte Reise“ der theaterpädagogische Ansatz im Vordergrund.

Kinder im Grundschulalter werden mit original Opernarien der berühmten Komponisten von Mozart über Dvorak bis hin zu Richard Wagner, live gesungen und aufgeführt, verpackt in eine spielerische, packende Handlung, für Klassik begeistert.

Farbenprächtige Kulisse

Es sorgten nicht nur die wunderschönen, farbenprächtigen Kulissenbilder, sondern ebenso die Klassenkameraden, die als Blumenkinder oder Fische verkleidet in der Geschichte auf der Bühne mitspielen durften, für Begeisterung.

Im Unterricht war der Opernbesuch schon vorbereitet worden , so dass alle Kinder der Freiherr-von-Zobel-Schule das Titellied von „Bellas fabelhafter Reise“ mitsingen konnten.

Nach dem Stück hatten die Sänger, Michelle-Marie Nicklis (Sopran) und Karsten Münster (Tenor) noch ein offenes Ohr für die vielen Fragen ihres jungen Publikums und schrieben fleißig Autogrammkarten. Für die Kinder war der Vormittag mit der wunderbaren Reise durch die Opernwelt ein ganz besonderes Erlebnis. fvzs