Grünsfeld

Im Dorfgemeinschaftshaus Der „Hore“-Ball bot ein viereinhalbstündiges närrisches Programm mit 18 Punkten, das erst gar keine Langeweile aufkommen ließ

Spaß mit Hokis, Trutscherle und „Beach Boys“

Faschings-Ball: Die Zimmerner „Hore“ feierten ausgiebig im Dorfgemeinschaftshaus.

Zimmern. 18 Programmpunkte, viereinhalb Stunden Unterhaltung, null Sekunden Langeweile: Der „Hore“-Ball am Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Zimmern hat alles aufgeboten, was das Narrenherz sich wünschen kann.

Um dem Publikum stimmungsmäßig von Anfang an ordentlich einzuheizen, legten die drei „Zimmern Girls“ los. „Heute wollen wir lachen“, machten sie auf die Melodie von „Dschingis Khan“ klar. Das Trio feierte mit ihrem Auftritt nebenbei sein elftes Narrenjubiläum.

„Es ist Dorffasching und soll Dorffasching bleiben“, erklärten die Moderatoren Philipp und Michael Freitag. Schon früh bemühen sich die Mitglieder der Fastnachtsabteilung des Sportvereins deshalb, den eigenen Nachwuchs zu fördern - mit Erfolg: Unter dem Motto „Hurra, wir gehen in die Schule“ eroberten die fünf „Hokis“ mit Breakdance-Figuren und viel Charme die Herzen des Publikums im Sturm.

Anschließend zeigten die „Schlossgeister Unterschüpf“ eine tänzerische Verwandlung von gefräßigen Raupen zu farbenfrohen Schmetterlingen. „Die Hünd’ in Zimmern haben’s schön“, befand Ulrike Pfeiffer-Scheuermann, die in ihrer Bühnenpremiere das Dorfleben aus der Sicht des Familienvierbeiners beobachtete. Bejubelt wurde ihre Hymne auf „unsere Bäckereifachverkäufern Lydia“.

Wenngleich Maja Friedrichs größere Säle gewohnt sein mag, das Tanzmariechen der TSG Veitshöchheim verzauberte das Publikum mit ihrer Artistik. Einen verrückten Faschingzirkus mit wilden Tieren und lustigen Clowns führte die Tanzgarde des SV Schönfeld auf.

Einen Blick in die Zukunft wagten die Mittwochsturnerinnen in der „Residenz der Trutscherle von Zimmern“, wo sie als Seniorinnen dem Regiment von Pflegerin Olga ausgeliefert waren.

Die tanzenden „Mäusköpf“ aus Paimar gehören inzwischen zum Inventar des „Hore“-Balls. Doch eingerostet sind sie beileibe nicht, wie ihr „Best of“-Showtanz bewies. Traditionellen Gardetanz bot dagegen die Ü15 Garde der TSG Veitshöchheim.

Trotz ihres engen Terminkalenders hielt auch das Kinderprinzenpaar der Grünsfelder Hasekühle, Madlen I. und Charly I., Hof im Zimmerner „Treffpunkt“. Danach hieß es „Bühne frei“ für die „Kalrobendancer“ aus Igersheim. In einem Powertanz brachen sie mit der Kraft der Liebe jede eisige Gefühlskälte.

„Was Hollywood kann, das können wir in Horewood schon lange“: Oscar-verdächtig waren dementsprechend drei in Eigenregie gedrehte und äußerst unterhaltsame Kurzfilme. „Fell in love“ war das Thema des tierisch guten Showtanzes der Juniorengarde NG Grünsfeld.

Fellig ging es auch weiter, als die „Zimmern-Girls“ in närrischer „Ausgehuniform“– nur echt mit den zwei Hörner – bekannten: „Wir sind Hore“. Zur mündlichen Prüfung luden „Hermann und Harry“ in ihrem Sketch. Dabei feierte Hermann Freitag sein 33. Narrenjubiläum.

Großes komödiantisches Talent bewies die UTMG. Die untalentierte Männertanzgruppe zeigte als „Beach Boys“ einen herrlich erfrischenden Beitrag.

Als „Drei Weise aus dem Taubergrund“ reimten sich in ihrer Büttenrede der Grünsfelder Bürgermeister und Pfarrer sowie Wittighausens Bürgermeister durch das Gemeinde- und Weltgeschehen. Den würdigen Schlusspunkt unter einen kurzweiligen Sitzungsabend setzte schließlich die AH als „Altneihauser Feierwehrkapell’n“. svz